Nie wurde so viel gelernt, studiert, promoviert. Trotzdem stecken wir in einer Bildungskrise. Vielleicht, weil unklar ist, was das heute bedeutet: nach Wissen zu streben.
Kindern die Welt erklären. Arme und Augen öffnen. Über sich lachen. Linda Zervakis, Philipp Amthor und andere verraten per Sprachnachricht, was Bildung ist.
Von Anant Agarwala, Rudi Novotny, Jeannette Otto u. a.
Raten ist gut, Wissen ist besser: Beantworten Sie die Fragen aus zehn Wissenskategorien – und vergleichen Sie Ihr Ergebnis mit dem anderer Leserinnen und Leser.
Von Kirk Jackson, Anna-Lena Scholz, Vivien Serve u. a.
Käme die Partei im Osten an die Macht, hieße es: »Deutsch denken!« Ein Treffen mit Hans-Thomas Tillschneider, der die Unis auf Linie bringen will. Was könnte er umsetzen?
Wer hat Mut, wer hilft dem Opfer? Zwei Teenagerinnen und ihr Lehrer reden offen mit dem Autor Saša Stanišić – der aus seinem schlechten Gewissen ein Buch gemacht hat.
Meine Karriere als Geisteswissenschaftler an einer großen Universität endet abrupt. Ich werfe mich in den Jobmarkt, ringe mit Scham und merke: Keiner braucht mich.
Ewald Arenz wollte nie Lehrer werden. Bis er merkte, dass es in der Schule vor allem um die Menschen geht. Und ihretwegen ist er geblieben. Die Lehrerkolumne
Die AfD in Sachsen-Anhalt will die Schulpflicht abschaffen, der CDU-Ministerpräsident warnt vor einem Schulsterben. Aber ist Homeschooling wirklich so einfach möglich?
Für scheidende Lehrkräfte rückten nicht genug neue nach, warnen die Musikschulen in Deutschland. Bis 2035 könnten demnach fast 11.000 Lehrerinnen und Lehrer fehlen.
7.000 Sprachen gibt es weltweit. Noch. In den letzten 200 Jahren sind mehr verloren gegangen als je zuvor. Warum das so ist – und was mit ihnen verloren geht.
Zwei 13-Jährige überfallen einen Kioskbesitzer mit einer Machete. Nun fordern wieder einige: Senkt das Jugendstrafalter. Das hilft nicht, sagt Kriminologe Sören Kliem.
Sabina Walper forscht seit Jahrzehnten zu Kindern. Sie sagt: Die moderne Wissenschaft hat Eltern sehr verunsichert. Und spricht über ihre eigene, besondere Familie.
Cordula Stratmann ist TV-Komikerin und Familientherapeutin. Sie sieht da klare Parallelen. Und wundert sich, dass gestresste Eltern ihre Kinder oft wie Gegner behandeln.
Interview: Francesco Giammarco und Johanna Schoener
In der Schule wussten alle: Sven Plöger geht ins Fernsehen. Heute ist er einer der bekanntesten Meteorologen Deutschlands – und redet längst nicht nur übers Wetter.
Yemisi Ogunleye wurde erst Sonderpädagogin, dann Olympiasiegerin im Kugelstoßen. Dabei halfen ihr Glaube, sagt sie, und eine neue Technik, für die sie viele belächelten.
Andreas Mühe wollte nie auf der Bühne stehen. Trotzdem wurde er Fotograf. Hier spricht er über den Weg zum Erfolg – und die Beziehung zu seinem berühmten Vater.
Gregor Gysi wuchs in der DDR auf. Er spricht über seinen Bildungsweg, erzählt, wie es war, mit Mitte 20 alleinerziehend zu sein – und welche Note er sich als Vater gibt.
Schiedsrichterei ist ein Rollenspiel, sagt der meisteingesetzte deutsche Schiri. Nun hört er auf – und erzählt, wie er sich vor Millionären Respekt verschafft hat.
Endlose Übungen, Schmerzen, Rituale – die weltberühmte Performance-Künstlerin über Geisteszustände, in denen das Denken aufhört, und ihre Kindheit im Kommunismus
Carsten Breuer ging in der Zeit der Antikriegsfilme zur Bundeswehr. Geprägt haben sie Deutschlands obersten General nicht, sagt er. Studiert hat er: Pädagogik.
Deutschland hat wieder Exzellenz-Universitäten gekürt. Nur wen interessiert's? Die Unis sollten nun zeigen, warum es ohne sie keinen Weg in die Zukunft gibt.
Leere Hörsäle ab Woche drei, verschämte Professoren: An vielen Unis bleiben die Studierenden fern. Der Bildungshistoriker Jürgen Overhoff hat Ideen, was sich ändern muss.
Als eine aufstrebende Ärztin schwanger wird, hört ihr Chef auf, sie zu fördern. Kein Einzelfall. Wie das Machtgefüge an Unikliniken das Gesundheitssystem gefährdet.
Immer mehr junge Leute bauen emotionale Beziehungen zu Chatbots auf. Das birgt Risiken und muss ein Ende haben. Haben wir nichts aus den Fehlern bei Social Media gelernt?
Ein Gastbeitrag von Inga Blundell und Scott Robbins
Immer wieder wird mehr finanzielle Bildung für Schüler gefordert. Doch die muss weit über Anlagetipps hinausgehen, sagt der Sozialwissenschaftler Tim Engartner.
Künftig sollen im Matheabitur nur noch wenige digitale Hilfsmittel erlaubt sein. Ein Rückschritt in die Achtzigerjahre, findet der Gymnasiallehrer Jens Weitendorf.
Mit Experimenten und offenen Fragen statt Standardantworten können schon Kleinkinder für die Wissenschaft begeistert werden. Bislang wird das vielerorts aber verpasst.
Wer bei den Kleinsten Neugier auf Wissenschaft wecken will, braucht keine Standardversuche in Reagenzgläsern. Für wahren Forschungsgeist reichen Knöpfe, Laub und Steine.
Sicher rechnen? Das gelingt selbst einem Drittel aller Gymnasiasten nicht mehr. Eine Mathe-Didaktikerin über Methoden, die alles schlimmer machen – und einen Ausweg.
Hat Deutschland etwas aus dem Pisa-Schock gelernt? Der Psychologe Olaf Köller ist pessimistisch – und sieht entscheidende Verantwortung bei Schulen und Lehrern.
Warum reden hier eigentlich alle so komisch, fragt sich unser Autor. Mit der sprachlichen Verluderung an seiner Schule kommt er nicht klar. Die Lehrerkolumne
Nach Schultheater-Aufführungen wird wie wild applaudiert – und viel gelogen. Was wäre so schlimm daran, den Darstellern die Wahrheit zu sagen? Die Lehrerkolumne
Inzwischen bekommt Ewald Arenz körbeweise Geschenke – darf sie aber nicht annehmen. Dabei geht es seinen Schülern gar nicht nur um bessere Noten. Die Lehrerkolumne
Als unser Autor mit seiner Klasse über die neue Hymnenpflicht diskutiert, wird schnell sortiert, wer politisch links und rechts steht – und er selbst gerät unter Druck.
Seine Schülerin will Zahnmedizin studieren. Dafür braucht sie entsprechende Noten – und erwartet von unserem Autor, dass der sich anstrengt. Die Lehrerkolumne.
Liebespaare im Fahrradkeller aufscheuchen, Schüler beim Rauchen erwischen – so eine Pausenaufsicht könnte richtig aufregend sein. Könnte! Die Lehrerkolumne
Ausgrenzen, beschämen, grob anfassen – erstmals zeigt eine bundesweite Studie, wie sehr Gewalt in Kitas zum Alltag gehört. Was passieren muss, damit das aufhört
Bald sollen überall in Deutschland die Sprachkenntnisse von Vierjährigen untersucht werden. Ist das sinnlos – oder dringend notwendig? Ein Streitgespräch
Ausgerechnet Kleinkinder, die dringend Unterstützung bräuchten, gehen selten zur Kita. Zeit für eine unbequeme Frage: Wer soll von staatlicher Betreuung profitieren?
Wenn in Gelsenkirchen Lehrer fehlen, kann man doch welche aus Münster hinschicken, dachte die Behörde. Dann kam der Widerstand von Schülern, Eltern und Lehrkräften.
Sinkende Geburtenraten sind fatal für unsere Gesellschaft, heißt es oft. Stimmt das wirklich? Warum weniger Kinder bei der Lösung der großen Krisen helfen könnten.
Aber sollen sie es wagen, zurückzugehen? Mehr als 200 syrische Stipendiaten hat Deutschland für den Wiederaufbau ihrer Heimat ausgebildet. Die meisten sind noch hier.
Bildungsministerin Karin Prien hat öffentlich darüber nachgedacht, den Anteil von Einwandererkindern an Schulen zu begrenzen. Das sagt die Bildungsforschung dazu
Die neue Bundesfamilienministerin Karin Prien erklärt, warum sie sich mehr Selbstvertrauen bei Eltern wünscht – und wie man säumigen Trennungsvätern beikommen könnte.