Bewerber bei Anthropic dürfen im Bewerbungsgespräch keine KI benutzen, sofern nicht ausdrücklich erlaubt. Laut Bloomberg Businessweek durchlaufen Kandidaten bis zu fünf Runden mit Interviews und Tests, darunter ein sogenanntes "Kultur-Interview". Dabei werden Bewerber zu ihren Werten, ihrer Weltanschauung und ethischen Konflikten befragt.

Im Vergleich zu anderen Unternehmen sollen die Gespräche hier besonders intensiv sein. Anthropic erwartet auch kritisches Denken gegenüber dem eigenen Unternehmen. Gründer Dario Amodei ist bekannt dafür, intensiv über die Zukunft von KI als positiver Kraft, aber auch Gefahr für die Menschheit zu diskutieren. Wer im Kultur-Interview durchfällt, hat schlechte Karten, den Job zu bekommen.
Gehälter erreichen bis zu 850.000 Dollar, hinzu kommen aktienbasierte Vergütungen. Gerade bei OpenAI und Anthropic entstehen derzeit zahlreiche Multimillionäre, was bei Entwicklern, die nicht davon profitieren, trotz guter Gehälter Zukunftsängste auslöst. Manche Bewerber zahlen im Schnitt 4600 Dollar für Vorbereitungscoaching, das von OpenAI- und Anthropic-Angestellten anonym durchgeführt wird.




