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Ausland

Marokko hat eine Gruppe von Menschen festgenommen, die im Verdacht steht, zu neuen Versuchen der illegalen Einreise in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla angestiftet zu haben. Das teilte das Innenministerium des Landes gestern mit.

In sozialen Netzwerken würden Aufrufe zu gemeinsamen Massenüberquerungen am 15. August kursieren, hieß es.

In den vergangenen Tagen seien anonyme Beiträge und Nachrichten überwacht worden, in denen zu gemeinsamen Versuchen illegaler Einreisen in die beiden Exklaven aufgerufen worden war, teilte das Ministerium mit.

Strafen angekündigt

Es bezeichnete die Aufrufe als gefährlich und forderte die Bevölkerung dazu auf, „verdächtigen und irreführenden Aufrufen“ nicht zu folgen. Die Anstiftungen seien nach marokkanischem Recht strafbar, hieß es.

Die Behörden hätten alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um illegale Grenzübertritte zu verhindern, so das Ministerium. Auch gegen Menschen, die solche Aufrufe online verbreiten, sollen rechtliche Schritte eingeleitet werden. Wie viele Personen genau festgenommen wurden oder wann die Festnahmen stattfanden, teilte das Ministerium nicht mit.

Engere Zusammenarbeit gefordert

Das Ministerium betonte zudem, dass die Bekämpfung der irregulären Migration und von Menschenhandelsnetzwerken eine engere Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Ländern erfordere.

So forderte das Land Spanien dazu auf, die Verfahren zur Rückführung unbegleiteter marokkanischer Minderjähriger, die sich derzeit in Ceuta aufhalten, zu ihren Familien in Marokko zu beschleunigen.

Nach dem Ausschluss der Antikriegspartei Jabloko von der bevorstehenden Parlamentswahl in Russland haben die Vereinten Nationen Moskau aufgefordert, das Verbot aufzuheben.

Das UNO-Menschenrechtsbüro zeigte sich gestern „zutiefst besorgt“ darüber, dass eine der ältesten russischen Parteien nicht zu dem Urnengang zugelassen sei. „Wir fordern die Behörden auf, das Verbot rückgängig zu machen“, hieß es in einer Erklärung.

Russlands Oberster Gerichtshof hatte Jabloko am Montag die Teilnahme an der für September geplanten Parlamentswahl untersagt. Die Führung der liberalen Oppositionspartei hatte den anstehenden Urnengang zuletzt als „Referendum“ gegen den Krieg in der Ukraine dargestellt. Parteichef Nikolaj Rybakow kündigte an, gegen die Gerichtsentscheidung in Berufung zu gehen.

Jede Parlamentswahl in Russland seit 2003 gewann die Regierungspartei Geeintes Russland. Sie stützt die Macht von Staatschef Wladimir Putin.

Die USA kontrollieren nach den Worten von US-Präsident Donald Trump die Straße von Hormus und werden das auch in Zukunft weiterhin tun. „Die USA haben die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus. Ich glaube, wir werden sie behalten“, schrieb Trump gestern in seinem Onlinedienst Truth Social.

„Unsere Seeblockade wird von allen als ‚Mauer aus Stahl‘ bezeichnet, und der Iran kann nichts dagegen tun“, erklärte der US-Präsident.

Trump hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass die USA die für den Welthandel äußerst wichtige Meerenge kontrollieren. Der Iran wiederum gibt an, einen Großteil der Wasserstraße unter seine Kontrolle gebracht zu haben. Zudem beabsichtigt Teheran, als Reaktion auf den von Trump begonnenen Iran-Krieg in der Meerenge Durchfahrtsgebühren zu erheben.

Krieg in Nahost

Der Iran hat Äußerungen von Präsident Donald Trump widersprochen, wonach die USA die Kontrolle über die Straße von Hormus hätten. Die wiederholten Behauptungen und Posts von US-Amtsträgern zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus änderten nichts an der Realität, erklärte Irans neue Behörde für die Meerenge (PGSA) auf der Plattform X. „Die Straße von Hormus bleibt blockiert und wird erst wieder geöffnet, wenn die Bedingungen des Irans akzeptiert werden.“

Trump hatte zuletzt wiederholt erklärt, die USA hätten die volle Kontrolle über die Meerenge. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte zuletzt berichtet, Angriffe und Bedrohungen durch Irans Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an.

Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Straße von Hormus. Der Iran verlangte dafür zuletzt neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, einer Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einem Abzug der US-Streitkräfte aus der Region unter anderem eine vollständige Entschädigung für die Kriegsschäden.

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im nördlichen Gazastreifen einen Kommandeur der radikalislamischen Hamas gezielt angegriffen. Nach palästinensischen Medienberichten von gestern wurde dabei in Beit Lahia mindestens ein Palästinenser getötet.

Nach Darstellung der israelischen Armee plante der Mann „Terrorangriffe auf israelische Truppen, die im Gazastreifen operieren“. Er sei angegriffen worden, um eine Bedrohung von Soldaten zu beseitigen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, es sei der erste Angriff dieser Art im Gazastreifen, der seit einer Einstellung gezielter Tötungen auf Anweisung der politischen Führung und mit Genehmigung des israelischen Generalstabschefs Ejal Zamir ausgeführt worden sei.

Der zuletzt veröffentlichte Gaza-Fahrplan des „Friedensrats“ („Board of Peace“) von US-Präsident Donald Trump sieht unter anderem eine Einstellung gezielter Angriffe Israels auf Palästinenser und Palästinenserinnen in dem Küstenstreifen vor. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zwar gesagt, er lehne den Fahrplan ab. Nach Medienberichten hatte Israel dennoch Angriffe dieser Art auf US-Druck hin bisher unterlassen.

Ukraine-Krieg

Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes SBU den russischen Schwarzmeer-Marinestützpunkt Noworossijsk mit Drohnen und Raketen angegriffen und dabei drei Kriegsschiffe sowie weitere Anlagen getroffen.

Bei zwei der Schiffe handle es sich um die mit Kalibr-Raketen ausgestatteten Fregatten „Admiral Essen“ und „Admiral Makarow“, teilte der SBU gestern auf dem Messengerdienst Telegram mit. Das dritte sei ein Patrouillenboot.

Russland traf Treibstofflager in Odessa

Der Schlag gegen den Stützpunkt sei von strategischer Bedeutung, heißt es in der Mitteilung weiter. Der SBU schränke systematisch die Fähigkeit Russlands ein, das Schwarze Meer zu kontrollieren und seine Seestreitkräfte für den Krieg gegen die Ukraine einzusetzen.

Russland griff nach eigenen Angaben den Hafen von Odessa im Süden der Ukraine an. Dort sei ein Treibstofflager getroffen worden, das der Versorgung der ukrainischen Armee gedient habe, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte ukrainische Angriffe auf Noworossijsk mit Drohnen, Marschflugkörpern und Seedrohnen.

„Bestätigt sind Einschläge in Stellungen der Flugabwehr, Anlegestellen und Infrastruktur des Seehafens“, schrieb der Staatschef auf Telegram. Der Stützpunkt der russischen Schwarzmeer-Flotte sei mehr als 300 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Die NATO-Verbündeten verurteilen jüngste Verletzungen des Luftraums in Polen und Rumänien. Russland trage die volle Verantwortung für die Luftraumverletzungen, teilte die NATO nach einer Sitzung der ständigen Vertreter der Bündnisstaaten gestern mit. Diese Vorfälle seien gefährlich und inakzeptabel und zeigten, dass Russland zunehmend bereit sei, Risiken einzugehen.

Ebenso gelte für von jüngsten Drohnenvorfällen betroffenen NATO-Staaten uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung, hieß es in der Mitteilung. Am Dienstag vergangener Woche war auf dem Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne zwischen mehreren ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Sie war mit Sprengstoff versehen.

Die Partner stünden bei der Verteidigung des Bündnisgebiets geschlossen und entschlossen zusammen, hieß es weiter. „Sie würdigten das rasche und entschiedene Vorgehen der NATO und der nationalen Behörden bei der Reaktion auf die Vorfälle.“

Inland

Die Regierung ist beim Dürrehilfspaket für die Bauern und Bäuerinnen nicht einig. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) und Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) telefonierten dazu gestern, weitere Gespräche auf politischer Ebene sind vorgesehen, eines gab es gestern.

Totschnig hatte zuletzt Hilfsgelder auch für unversicherte Landwirte versprochen. SPÖ und NEOS sehen das kritisch und verwiesen auf die angespannte Budgetlage. Beide Parteien drängen auch auf die Vorlage des Klimagesetzes.

Der Gesamtschaden für die Landwirtschaft durch die enorme Trockenheit beläuft sich laut Schätzung der Hagelversicherung auf rund eine Milliarde Euro, wovon der Spezialversicherer nur rund 400 Millionen Euro abdeckt. Die Prognose umfasst den ausbleibenden Niederschlag bis 18. August und kann sich noch erhöhen.

Bund unterstützte Versicherungsprämien

Derzeit sind in Österreich rund 80 Prozent der Ackerflächen, aber lediglich 40 Prozent der Grünlandflächen gegen Dürre versichert. Bund und Länder unterstützten die Prämien im Jahr 2025 mit rund 160 Millionen Euro (55 Prozent Zuschuss).

Auch unter den Bauern sorgt das geplante Hilfspaket für Diskussionen: Die „Geschnapsten“ dürften jene Bauern, die sich selbst gegen Dürre versichert hätten, nicht sein, sagte Salzburgs Landwirtschaftskammerpräsident Rupert Quehenberger den „Salzburger Nachrichten“ (Mittwoch-Ausgabe).

NEOS und SPÖ sehen wenig budgetären Spielraum

Für NEOS geht es beim Hilfspaket auch um „die längerfristige Perspektive“. „Wer sich versichert, darf nicht schlechter aussteigen.“ Beim Bauernhilfspaket müsse es „auch um Prävention gehen, nicht nur um Symptombekämpfung“. Die Partei sieht wie Fiskalratschef Christoph Badelt wenig budgetären Spielraum für die Dürrehilfen.

Für die SPÖ müssen sich die Bauernhilfen an den Kriterien „Treffsicherheit, Sparsamkeit, Langfristigkeit“ orientieren. „Wir wollen keine Überförderung wie in der Vergangenheit“, so SPÖ-Staatssekretärin und Regierungskoordinatorin Michaela Schmidt in einer Stellungnahme. Es sei nicht sinnvoll, wenn für unversicherte Betriebe nun die öffentliche Hand den Schaden zahle.

Für die SPÖ wäre es eine Option, die Dürrebauernhilfen aus dem „Agrardieseltopf“ zu zahlen und damit die Treibstoffförderung für Landwirte zu reduzieren. Totschnig will die Budgetmittel in Höhe von 50 Millionen Euro für die Dieselsteuerbegünstigung für Bauern nicht als Dürrehilfe umwidmen.

Landwirtschaftskammer-Österreich-Chef Josef Moosbrugger sagte im ORF grundsätzlich, dass es nicht sein könne, dass „Hunderttausende Bauernfamilien im Stich gelassen“ würden.

WIFO-Experte rechnet mit höheren Versicherungsprämien

Landwirte müssen sich nach der Einschätzung von WIFO-Ökonom Thomas Url in den kommenden Jahren auf höhere Tarife für die Dürreversicherung einstellen. „Das muss nicht schon im nächsten Jahr geschehen, aber angesichts sich häufender Extremwetterereignisse und steigender Schäden durch Trockenheit ist damit zu rechnen“, sagte der Versicherungsexperte im Gespräch mit der APA. Eine Versicherungspflicht gegen Dürreschäden lehnt er allerdings ab.

Umwelt & Klima

Ungarn will mit baulichen Maßnahmen in der Donau den Wasserstand anheben, um die Kühlung des Atomkraftwerks Paks zu sichern. Das kündigte Ministerpräsident Peter Magyar gestern in einem Facebook-Video an. Wegen der anhaltenden Hitzewelle und Dürre in weiten Teilen Europas ist der Wasserstand der Donau auf historische Tiefstwerte gefallen.

Das Kraftwerk Paks ist deshalb derzeit nur zu rund 25 Prozent ausgelastet, von acht Turbinen sind zwei in Betrieb. „Das anhaltende Niedrigwasser der Donau belastet den ungarischen Haushalt und die Wirtschaft enorm“, sagte Magyar. Daher sei eine sofortige Lösung nötig.

AKW Paks an Donau mit Niedriwasser
IMAGO/Anadolu Agency/Robert Nemeti

Bau einer Sohlschwelle geplant

Die Regierung plant den Bau einer Sohlschwelle, um das Wasser aufzustauen. Die Arbeiten unter Einsatz des Militärs sollen unverzüglich beginnen und rund um die Uhr fortgeführt werden. Für das Bauwerk werden rund 150.000 Kubikmeter Gestein benötigt. Die Kosten belaufen sich auf rund sechs Milliarden Forint (gut 16 Millionen Euro).

Dem Ministerpräsidenten zufolge kann die Schwelle den Wasserstand um bis zu einen Meter anheben und so innerhalb weniger Wochen den vollen Betrieb des Kraftwerks wiederherstellen. Als kurzfristige Übergangsmaßnahme bereitet das Land zudem die Versenkung von zwei 80 Meter langen Lastkähnen vor. Das könnte den Wasserstand vorübergehend um 20 Zentimeter anheben. Eine Entscheidung darüber soll am Freitag fallen.

Mehrere Länder kämpfen mit Dürre

Die Dürre beeinträchtigt die Energieerzeugung, die Schifffahrt und die Gesundheitssysteme in mehreren europäischen Ländern. Im benachbarten Rumänien droht am Donnerstag die Abschaltung des letzten noch am Netz befindlichen Atomreaktors, da die Pegelstände der Donau trotz Versuchen, Kühlwasser umzuleiten, weiter sinken.

In Deutschland sorgt das Niedrigwasser vor allem am Rhein für eine Beeinträchtigung der Binnenschifffahrt. In Österreich laufen weniger Waren über die Donau.

Wirtschaft

Trotz staatlicher Kampagnen und lokaler Geldprämien heiraten in China wieder deutlich weniger Paare. Im ersten Halbjahr wurden landesweit 3,28 Millionen Eheschließungen registriert, berichtete der Staatssender CCTV gestern unter Berufung auf Daten des chinesischen Zivilministeriums.

Das waren 264.000 oder rund 7,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Langfristig geht die Zahl der Eheschließungen bereits seit mehr als einem Jahrzehnt zurück.

2013 ließen noch 13,47 Millionen Paare ihre Ehe registrieren. Im Jahr 2024 fiel die Zahl mit 6,11 Millionen auf den niedrigsten Stand seit mindestens 1980. Im vergangenen Jahr erholte sie sich. Nun ist sie jedoch erneut gesunken.

Weniger junge Menschen

Ein Grund für den Rückgang ist die Bevölkerungsentwicklung. Weil in China über Jahrzehnte weniger Kinder geboren wurden, erreichen nun kleinere Jahrgänge das typische Heiratsalter.

Fachleute verweisen zudem auf hohe Kosten für Wohnungen, Hochzeiten und Kinder sowie unsichere Berufsaussichten. Zugleich haben sich die Vorstellungen vom eigenen Leben verändert. Viele junge Menschen heiraten später oder entscheiden sich ganz gegen eine Ehe.

Die chinesischen Behörden versuchen gegenzusteuern. Für Peking ist der Rückgang der Eheschließungen auch deshalb ein Problem, weil Hochzeiten und Geburten in China eng miteinander verbunden sind. In dem Land leben rund 1,4 Milliarden Menschen. Die Bevölkerung schrumpfte 2025 bereits das vierte Jahr in Folge. Nur noch 7,92 Millionen Kinder kamen zur Welt, während 11,31 Millionen Menschen starben.

Sport

Die Los Angeles Lakers wechseln zu einem Rekordpreis erneut den Besitzer. Neue Eigentümer des ikonischen Basketballclubs werden Joshua Kushner und Bob Iger, wie der Sender ESPN gestern meldete.

Die beiden sollen dem Bericht zufolge mehr als zwölf Milliarden Dollar (rund 10,4 Mrd. Euro) für das Team aus der nordamerikanischen Eliteliga NBA bezahlen. Joshua Kushner ist der Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump.

Joshua Kushner hätte als Investor zuletzt eine Schlüsselrolle beim umstrittenen Deal der FIFA zum Verkauf der Rechte an Fußballweltmeisterschaften spielen sollen. Dieser scheiterte jedoch nach heftigen Protesten aus der Fußballwelt. Iger war früher Chef von Disney, jenem US-Medienkonzern, dem der Sender ESPN gehört.

Zwei Milliarden mehr als 2025

„Als lebenslange NBA-Fans fühlen wir uns zutiefst geehrt, die Möglichkeit zu bekommen, die Los Angeles Lakers zu übernehmen, eines der legendärsten Sportteams der Welt“, teilten Kushner und Iger in einem Statement mit.

Erst 2025 waren die Lakers, die durch Basketballikonen wie Kareem Abdul-Jabbar, Earvin „Magic“ Johnson, Kobe Bryant und Shaquille O’Neal einer der bekanntesten Vereine der Welt geworden sind, für die damalige Rekordsumme von zehn Milliarden Dollar verkauft worden. Der Unternehmer Mark Walter schlug vor einem Jahr zu – nun fließt offenbar noch mehr Geld.

Chronik

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat keine Spielteilnehmerin bzw. kein Spielteilnehmer die sechs Richtigen erraten. Im Fünffachjackpot liegen zusätzlich zum ersten Rang mehr als 4,3 Millionen Euro.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

4 19 25 26 27 36/Zusatzzahl: 38

Die aktuellen LottoPlus-Zahlen lauten:

1 2 4 9 17 18

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

4 2 9 9 8 9

Alle Angaben ohne Gewähr

Hinweis

Aus medienrechtlichen Gründen ist diese Meldung bis 21. August 2026 hier abrufbar.

Der Freispruch für den Ex-Generalsekretär in Karin Kneissls (FPÖ) Außenministerium, Johannes Peterlik, im Prozess wegen Amtsmissbrauchs und Verletzung der Geheimhaltungspflicht ist rechtskräftig. Peterlik war am 22. April von allen Vorwürfen freigesprochen worden – mehr dazu in ORF.at.

Eine anschließend von der Staatsanwaltschaft Wien angemeldete Nichtigkeitsbeschwerde hat diese am 16. Juli zurückgezogen, wie das Landesgericht für Strafsachen Wien mitgeteilt hat.

Peterlik bestritt Vorwürfe

Dem Spitzenbeamten war vorgeworfen worden, den als geheim klassifizierten Bericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu einem Giftanschlag auf den russischen Doppelagenten Sergej Skripal im Jahr 2018 in Großbritannien, der auch die Formel der Nervengiftgruppe Nowitschok zum Inhalt hatte, ohne dienstliche Erfordernis angefordert zu haben. Die Staatsanwaltschaft sah dafür keine Berechtigung und kein dienstliches Erfordernis.

2021 war Peterlik vom Dienst suspendiert worden, wie das Außenministerium damals bestätigt hat. 2025 hat die Staatsanwaltschaft Wien Anklage gegen den früheren Spitzendiplomaten eingebracht – mehr dazu in ORF.at.

Im Prozess, der im März 2026 begann, wies Peterlik alle Vorwürfe der Anklage zurück und bekannte sich nicht schuldig – mehr dazu in ORF.at.

Die Nowitschok-Formel landete schließlich laut Medienberichten bei Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek, der mittlerweile für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB tätig sein soll. Eine Schiene von Peterlik zu Marsalek war nicht belegbar, das Gericht sah außerdem ein klares dienstliches Interesse Peterliks durch ein Treffen mit dem damaligen russischen Botschafter in Wien. Dass Peterlik die streng klassifizierten Unterlagen an den Mitarbeiter des damaligen Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Egisto Ott weitergegeben habe, wiesen sowohl Peterlik als auch Ott im Prozess zurück – mehr dazu in ORF.at.

Schöffensenat fällte Freispruch

Der Freispruch für Johannes Peterlik erfolgte nach vier Verhandlungstagen. Das Landesgericht für Strafsachen Wien urteilte als Schöffengericht, dass Peterlik seine Pflicht zur Geheimhaltung nicht verletzt und keine OPCW-Dokumente an Egisto Ott weitergegeben habe – mehr dazu in ORF.at.

Der Schöffensenat zeigte sich überzeugt, dass Peterlik nicht die in den beiden Anklagepunkten Missbrauch der Amtsgewalt nach § 302 Abs 1 StGB und Verletzung einer Pflicht zu Geheimhaltung nach § 310 Abs 1 StGB vorgeworfenen strafbaren Handlungen begangen habe. Dieser Freispruch ist rechtskräftig.