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Serse

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Werkdaten
Titel: Xerxes
Originaltitel: Serse
BERJAYA

Titelblatt des Librettos, London 1738

Form: Opera seria
Originalsprache: Italienisch
Musik: Georg Friedrich Händel
Libretto: unbekannt
Literarische Vorlage: Silvio Stampiglia (1694) und Nicolò Minato (Il Xerse, 1654)
Uraufführung: 15. April 1738
Ort der Uraufführung: King’s Theatre, Haymarket, London
Spieldauer: 3 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: am Hellespont, um 480 v. Chr.
Personen
  • Serse, König von Persien (Mezzosopran)
  • Arsamene, Serses Bruder, Geliebter Romildas (Mezzosopran)
  • Amastre, Serses Braut, als Mann verkleidet (Alt)
  • Romilda, Tochter Ariodates, Geliebte Arsamenes (Sopran)
  • Atalanta, Tochter Ariodates, heimlich in Arsamene verliebt (Sopran)
  • Ariodate, Hauptmann des Serse (Bass)
  • Elviro, Arsamenes Diener (Bass)
  • Volk, Soldaten, Seeleute, Priester
BERJAYA
Xerxes I., von 486 bis 465 v. Chr. achämenidischer Großkönig und ägyptischer Pharao; Porträt aus dem Promptuarium Iconum Insigniorum

Serse (deutsch und englisch: Xerxes) (HWV 40) ist eine Oper (Dramma per musica) in drei Akten von Georg Friedrich Händel, die ihre Uraufführung am 15. April 1738 im King’s Theatre in London erlebte.

Nach Giulio Cesare in Egitto belegt Serse den zweiten Platz der meistgespielten Händel-Opern (Stand 2009).[1] Das Eröffnungs-AriosoOmbra mai fu“, mit dem der Titelheld eine Platane besingt, ist eine der berühmtesten Melodien des Komponisten und auch als „das Largo von Händel“ bekannt, obwohl es original eigentlich ein „Larghetto“ ist.

Die Handlung um König Xerxes I. spielt um 470–480 v. Chr. im antiken Persien (dem heutigen Iran).

Serse ist Händels drittletzte Oper. Der 52-jährige Komponist hatte harte Zeiten hinter sich: Sein eigenes Opernunternehmen war, ebenso wie die konkurrierende „Adelsoper“ (Opera of the Nobility), im Frühling 1737 finanziell gescheitert,[2] und er hatte schon im April zuvor einen gesundheitlichen Zusammenbruch erlitten. Nach einer Erholungskur in Aachen[3] konnte er jedoch für die Spielzeit 1737/38 wieder in das King’s Theatre am Haymarket zurückkehren.[4] Dabei teilte er sich die Saison mit Giovanni Pescetti, einem Vertreter des neuen, leichteren und gefälligeren galanten Stils, der zuvor für die Adelsoper gearbeitet hatte.[5]

Händel komponierte für die Spielzeit zwei neue Opern – Faramondo und Serse – und ein Pasticcio aus eigenen Werken. Kurz zuvor war außerdem das „Funeral AnthemThe ways of Zion do mourn (HWV 264) für die Beisetzung der überraschend am 20. November 1737 verstorbenen Königin Caroline entstanden.[6][7]

Mit der Komposition des Serse begann Händel direkt im Anschluss an Faramondo, den er am Heiligen Abend vollendete. In der Partitur des Serse notierte er: „angefangen den 25 Decembr 1737 | Sontag oder 26 Montag, den 2 Xtag.“ (= 2. Weihnachtstag, Anm. d.Verf.) – die Zahl 25 ist jedoch durchgestrichen und man kann davon ausgehen, dass er sich wegen des Weihnachtsfestes einen Tag frei nahm und erst am 26. begann.[8][9] Händels weitere Notizen bezüglich der Entstehung des Serse lauten: „Fine dell Atto primo | Jan 9. | 1738.“ – „Fine dell’ Atto 2do. Jan. 25. 1738.“ – „Fine dell’ Opera G. F. Handel. | London Februar.  6. 1738 | geendiget auszufüllen den 14 dieses Febr 17[38].“[8]

Nachdem im Januar 1738 zuerst Faramondo und ab dem 25. Februar Händels Pasticcio Alessandro Severo gespielt wurden, kam Serse am 15. April 1738 zur Uraufführung, mit der folgenden Besetzung:

Orchester und Chor sollen nur schwach besetzt gewesen sein.[10] Die Oper wurde bis zum 2. Mai nur fünfmal gegeben[11] und gilt als Misserfolg. Über die Reaktionen des Publikums ist nur wenig bekannt, abgesehen von einem kurzen Bericht von Lord Shaftesbury:

“Xerxes is beyond all doubt a fine composition. The singers perform it very indifferently which is a great disadvantage to it; the airs too, for brevity’s sake as the opera would otherwise be too long fall without any recitativ’ intervening from one into another that tis difficult to understand till it comes by frequent hearing to be well known. My own judgment is that it is a capital opera notwithstanding tis called a ballad one.”

„Xerxes ist zweifellos eine feine Komposition. Die Sänger tragen sie jedoch sehr gleichgültig vor, was ihr sehr zum Nachteil gereicht; auch gehen die Arien ohne Rezitative dazwischen ineinander über – um der Kürze willen, da die Oper sonst zu lang wäre –, so dass sie schwer zu verstehen ist, bis man sie durch häufiges Hören gut kennt. Nach meinem Urteil ist es eine meisterhafte Oper, auch wenn man sie schon als „Ballad Opera“ bezeichnet hat.“

Earl of Shaftesbury: Brief an James Harris vom 4. Mai 1738[10]

Daraus lässt sich allerdings schließen, dass die für die Entstehungszeit ungewöhnliche Form und Charakter der Oper – mit relativ wenigen Dacapo-Arien und einer Mischung von ernsten und komischen Elementen – auf das zeitgenössische Publikum offenbar irritierend wirkten. Auch die Mitwirkung eines Stars wie Caffarelli konnte daran nichts ändern.[7]

Der mangelnde Erfolg seiner letzten Opern tat jedoch der allgemeinen Verehrung Händels durch das englische Publikum keinen Abbruch: Zur gleichen Zeit stellte man ihm im Londoner Lustgarten Vauxhall Gardens eine von Louis-François Roubiliac geschaffene Porträt-Statue auf, die sich heute im Victoria and Albert Museum in London befindet. Für einen noch lebenden Künstler war dies eine sehr bemerkenswerte Auszeichnung.[12]

Aufführungsgeschichte

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Frondi tenere e belle … Ombra mai fu gesungen von Enrico Caruso 1920

Die Eingangsarie des Xerxes Ombra mai fu erfreute sich als „Händels Largo“ seit dem 19. Jahrhundert großer Beliebtheit und wurde bereits in der Frühzeit der Schallplatte von einigen berühmten Sängern und Sängerinnen eingesungen, jedoch nicht nur in der Originallage von Altistinnen wie Clara Butt, sondern auch nach unten transponiert von Tenören wie Enrico Caruso[13] oder Fritz Wunderlich.

Die Oper Serse als Ganzes wurde erst in einer „grotesken“[14] Bearbeitung durch Oskar Hagen am 5. Juli 1924 im Göttingen wieder aufgeführt. Hagen hatte eine deutsche Textfassung gemacht, bei der „Sinn und Form … nicht unangetastet blieben“[15], auch wurden die beiden hohen Partien von Serse und Arsamene von tiefen Männerstimmen gesungen. Trotzdem hatte Hagens Version des „Xerxes“ großen Erfolg und wurde schon bis Ende 1926 mindestens 90-mal auch in anderen Städten aufgeführt.[14]

Gemessen an den Aufführungszahlen ist Serse heute nach Giulio Cesare in Egitto die zweitbeliebteste Oper Händels, mit mittlerweile über 260 Neuinszenierungen (bis 2024) seit 1924.

Die erste Wiederaufführung des Stückes in Originalsprache, mit den originalen Stimmlagen und in historischer Aufführungspraxis fand am 1. Oktober 1982 im Atelier Lyrique in Tourcoing (nahe Lille) durch die Opéra du Nord statt. Es spielte La Grande Écurie et la Chambre du Roy unter der Leitung von Jean-Claude Malgoire.

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Titelseite des Librettos zu Minatos und Cavallis Xerse. Venedig 1654

Das Libretto geht in letzter Instanz zurück auf Nicolò Minatos Textbuch zu Francesco Cavallis Oper Xerse, die zuerst im Karneval 1654 am Teatro Santi Giovanni e Paolo in Venedig aufgeführt worden war.[16][17][18] Die eigentliche und direkte Vorlage für Händel war jedoch Silvio Stampiglias stark überarbeitete und modernisierte Version von Minatos Libretto, die 1694 in einer Vertonung von Giovanni Bononcini am Teatro Tordinona in Rom uraufgeführt wurde. Stampiglia hatte Kürzungen vorgenommen, strich vier Personen und schrieb die meisten Arientexte neu.[19][20]

Wie bei den meisten Opern Händels aus dieser Phase ist nicht bekannt, wer das Libretto für ihn einrichtete, und manche Autoren halten es für möglich, dass er es selber war. Von Stampiglias Vorlage wurden drei weitere Personen gestrichen, so dass bei Händel von ursprünglich 14 nur noch sieben Personen und nur noch eine einzige komische Figur – Elviro – übrig bleibt. Weitere Kürzungen betreffen vor allem die Rezitative und den dritten Akt. Die Texte zu 46 Musiknummern (Arien, Duette und Accompagnati) wurden jedoch übernommen, gelegentlich leicht verändert; nur ein Arientext für Elviro („Del mio caro Bacco“, Nr. 39) und drei Texte für Chöre wurden neu geschrieben (Bononcinis Oper hatte keine Chöre).[21]

Trotz der vielen Änderungen, die zwischen Minato/Cavalli und Händel vorgenommen wurden, ist die Herkunft des Textbuchs aus der älteren venezianischen Tradition deutlich zu erkennen, unter anderem an der Einbeziehung komischer Elemente, die für die italienische Oper der 1730er Jahre völlig untypisch sind.[22] Altmodisch ist auch die relativ hohe Zahl von Arien und die Tatsache, dass diese oft nicht am Ende einer Szene als Abgangsarie platziert sind, sondern am Anfang oder mitten in einer Szene; darüber hinaus sind viele Arien kurz und haben nicht die seinerzeit übliche Dacapo-Form.[23][24]

Historischer und literarischer Hintergrund

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Laut Luigi Cataldi basiert Minatos Vorgängerlibretto Il Xerse (1654) auf der Komödie Lo cierto por lo dudoso (1625) des berühmten spanischen Schriftstellers Lope de Vega. Der Ort der Handlung wurde von Minato jedoch ins antike Persien verlegt und durch einige Informationen aus der Biografie des historischen Großkönigs Xerxes I. ergänzt,[25] und zwar „seine Verliebtheit in eine Platane und den Bau einer Brücke über den Hellespont, um Asien mit Europa zu vereinen“.[26] Die genannten Ereignisse finden sich im siebten Buch und im 31. Buch der Historien des Herodot, den Minato im Argomento (Vorrede) zu seinem Libretto als Quelle angab. Neben Xerxes selber sind auch seine Verlobte und spätere Gemahlin Amastre und sein Bruder Arsamene historisch dokumentiert, alle anderen Figuren der Oper sind fiktiv.[27][25][28]

König Serse besingt im Garten den Schatten seiner geliebten Platane (Ombra mai fu), als sein Bruder Arsamene und dessen Diener Elviro hinzukommen. Kurz darauf beginnt Romilda im Gartenhaus zu singen und zieht damit die schwärmerische Bewunderung von Serse auf sich, der sofort wissen will, wer sie ist: Er möchte sie zu seiner Frau machen. Arsamene, der selber Romilda liebt, versucht ihm das auszureden, doch der König ist entschlossen.

Voller Sorge berichtet Arsamene Romilda von Serses Plänen, doch sie versichert ihn ihrer Liebe. Ihre Schwester Atalanta dagegen hofft heimlich, dass Romilda Serse nachgibt, da sie selber in Arsamene verliebt ist. Nun erscheint Serse und verkündet Romilda, dass er sie auf den Thron erheben möchte, doch sie lehnt ab. Da der König begriffen hat, dass Arsamene sein Nebenbuhler ist, verbannt er ihn vom Hofe. Romilda ist entschlossen, Arsamene treu zu bleiben.

Serses Verlobte Amastre kommt in Begleitung eines Knappen. Um unerkannt zu bleiben, hat sie sich als Mann verkleidet. General Ariodate, der Vater von Romilda und Atalanta, kehrt siegreich von einem Feldzug zurück und wird von Serse empfangen, der ihm zum Lohn für seine Dienste feierlich verspricht, seine Tochter Romilda mit „einem königlichen Bräutigam aus dem Hause des Serse und Serse gleich“ zu verheiraten. Ariodate ist über eine solche Ehre ganz entzückt.

Amastre belauscht Serse in einem Selbstgespräch. Doch zu ihrer schweren Enttäuschung muss sie entdecken, dass er sich von ihr trennen und stattdessen Romilda heiraten will. Spontan entfährt ihr ein Schrei der Empörung. Serse ist irritiert und stellt „den Fremden“ zur Rede, doch sie findet Ausflüchte und geht. Wieder allein gibt sich Serse ganz seinem glühenden Verlangen nach Romilda hin („Più che penso alla fiamma del Core“).

Arsamene hat einen Brief an Romilda geschrieben und beauftragt Elviro, ihn zu überbringen. Indessen ist Amastre entschlossen, sich an dem treulosen Serse zu rächen.

Atalanta versucht Romilda einzureden, dass Arsamene sich treulos einer Anderen zugewandt hätte, doch Romilda durchschaut sie und warnt, dass es ihr nicht gelingen werde, ihr den Geliebten auszuspannen. Atalanta ist nun entschlossen durch Lug und Trug an ihr Ziel zu gelangen („Un cenno leggiadretto“).

Elviro ist mit Arsamenes Brief mittlerweile in der Stadt angelangt, gibt sich aber aus Angst, erkannt zu werden, als ausländischer Blumenverkäufer aus. Amastre bemerkt, dass Elviro im Selbstgespräch über Serses Heiratspläne spricht und versucht ihn darüber auszuhorchen. Nachdem er ihr Alles gesagt hat, was er weiß, bricht sie in Hoffnungslosigkeit aus („Or che siete speranze tradite“).

Auch Atalanta begegnet Elviro, und, als sie ihm einige Blumen abkaufen will, erkennt sie ihn. Er gibt ihr Arsamenes Brief, und sie verspricht, ihn Romilda zu bringen. Atalanta behauptet aber, dass Romilda gerade dabei sei, einen Liebesbrief an Serse zu schreiben. Elviro ist empört, muss aber verschwinden, weil Serse selber auftaucht. Atalanta wittert nun eine Chance und übergibt Serse den Brief Arsamenes, der darin um ein heimliches Treffen bittet. Dann behauptet sie, der Brief sei an sie selber gerichtet: Arsamene liebe sie, seine Liebe für Romilda sei dagegen nur vorgetäuscht. Serse verspricht ihr, dass sie Arsamene heiraten dürfe.

In der Folge zeigt Serse den Brief Romilda, als Beweis dafür, dass Arsamene und Atalanta ein Liebespaar seien. Romilda ist verzweifelt, bleibt jedoch dabei, dass sie Arsamene trotzdem liebe („L’amerete? / L’amerò“). Der König reagiert mit einer Mischung aus Wut und Hilflosigkeit („Se bramate d’amar“). Als er weg ist, bricht Romilda in Eifersucht aus („È gelosia quella tiranna“).

Auch Amastre ist verzweifelt und bittet Elviro vergebens, sie mit dem Schwert umzubringen. Als Arsamene kommt, berichtet ihm Elviro Alles, was Atalanta ihm über Romilda und Serse erzählt hat. Nun bricht Arsamene in völlige Verzweiflung aus („Quella che tutta fe“).

Serse hat am Hellespont inzwischen eine Brücke bauen lassen, die Europa mit Asien verbindet und gibt Ariodate letzte Anweisungen für deren Überquerung. Danach begegnet Serse Arsamene und möchte sich mit ihm versöhnen: Er dürfe nun seine große Liebe heiraten. Arsamene ist glücklich, doch als er erfährt, dass Serse damit Atalanta meint und selber am selben Tag Romilda ehelichen will, schleudert er dem König seinen Zorn entgegen („Sì, la voglio“). Serse hat nun begriffen, dass Atalanta gelogen hat und gibt ihr den Rat, sich Arsamene aus dem Kopf zu schlagen. Die weiß jedoch nicht, wie sie das schaffen soll („Voi mi dite“), was Serse nur allzu gut verstehen kann („Il core spera e teme“).

Elviro gibt sich gerade die Schuld an Arsamenes Unglück, als er miterleben muss, wie ein Sturm ausbricht und die Brücke über den Hellespont zerstört. Daraufhin genehmigt sich Elviro ein Gläschen und besingt Bacchus, den Gott des Weines.

Serse und Amastre leiden beide unter Eifersucht. Dem König gegenüber gibt sie sich als verwundeter Soldat aus, der um seinen gerechten Lohn betrogen wurde. Plötzlich erscheint Romilda. Als Serse sie wieder bittet, ihn endlich zu erhören, schreitet Amastre ein, und bedroht ihn mit dem Schwert. Die königlichen Wachen stürzen sich auf sie, doch jetzt geht Romilda dazwischen und rettet „den Fremden“. Romilda schöpft wieder Hoffnung.

Romilda und Arsamene stellen Atalanta zur Rede. Die gibt aber nur die halbe Wahrheit zu und redet sich heraus, sie habe die beiden mit ihrer Lüge nur vor Serses Zorn schützen wollen. Da Arsamene sie nicht will, zieht sie nun in Betracht, sich einen Anderen zu suchen.

Als Serse erscheint, versteckt sich Arsamene und muss mit anhören, wie sein Bruder schon wieder Romilda zur Ehe drängen will. Als sie keine weiteren Gegenargumente mehr findet, gibt sie nach, unter der Bedingung, dass ihr Vater seine Zustimmung gebe. Serse frohlockt bereits siegessicher. Kaum ist er gegangen, macht Arsamene Romilda Vorwürfe, die zuerst in Ohnmacht fällt und ihn nach dem Erwachen fortschickt. Arsamene ist am Ende („Amor, tiranno Amor“).

Serse spricht mit Romildas Vater Ariodate über die in Aussicht gestellte Hochzeit und kündigt an, dass in seinen Gemächern in Kürze „eine Person, die uns gleicht, von unserem Blute“ erscheinen werde; er solle Romilda darauf vorbereiten, dass sie diesen als Bräutigam akzeptiere. Ariodate ist überzeugt, dass es sich nur um des Königs Bruder Arsamene handeln könne und ist überglücklich.

Serse hat Romilda ein Diadem als Geschenk bringen lassen, dass sie zurückweist. Als er persönlich auftaucht und sie „seine Königin“ nennt, verbittet sie sich das und weist ihn darauf hin, dass sie nicht mehr unberührt sei: Arsamene habe sie bereits geküsst. Obwohl Serse glaubt, dass das nur eine Ausrede ist und sie lügt, befielt er wutentbrannt den Tod Arsamenes.

Die verzweifelte Romilda wendet sich nun an „den edlen Fremden“ Amastre und bittet ihn, Arsamene zu warnen. Amastre ist dazu gerne bereit und bittet ihrerseits Romilda, einen Brief an Serse zu überbringen. Alleingeblieben überlässt sich Amastre ihrer Traurigkeit („Cagion son io del mio dolore“).

Arsamene kommt und verdächtigt Romilda, dass sie die Geschichte von dem Todesurteil nur erfunden habe, um ihn loszuwerden. Sie trennen sich im Streit („Troppo oltraggi la mia fede“).

Indessen hat Ariodate im Tempel bereits Alles zur Hochzeit vorbereiten lassen. Romilda und Arsamene erscheinen, und zu ihrer großen Überraschung teilt Ariodate ihnen mit, dass er sie auf Wunsch des Königs nun miteinander vermählen werde. Die beiden sind überglücklich und aller Streit ist sofort vergessen.

Nach der Zeremonie eilt Ariodate zu Serse, doch als dieser von der Hochzeit erfährt, bekommt er einen Wuteinfall. Im selben Moment kommt ein Page, der dem König einen Brief von Romilda überreicht. Verärgert befielt Serse Ariodate den Brief vorzulesen, in dem ihm Treulosigkeit vorgeworfen wird. Der König ist so empört, dass er nur mit Mühe zu Ende hören kann – schließlich stellt sich jedoch heraus, dass der Brief von Amastre stammt. Das hat dem König gerade noch gefehlt und er lässt seinem Zorn freien Lauf („Crude furie dell’orridi abissi“).

Nun treten Alle anderen ein. Serse bezichtigt sie des Verrats und reicht Arsamene sein Schwert, damit er es Romilda in die Brust stoße. Amastre tritt dazwischen, nimmt das Schwert und fragt Serse, ob er wolle, dass „eine Seele stirbt, die den verraten hat, der sie liebt“. Als Serse dies bejaht, richtet sie das Schwert auf ihn und enthüllt nun ihre wahre Identität als seine von ihm verachtete und treulos behandelte Verlobte. Serse ist beschämt und bittet sie und alle Anderen um Verzeihung. Am Ende besingt Romilda ihr Glück und Alle preisen den Sieg von Liebe und Ehre.

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Georg Friedrich Händel als Orpheus, 1738 Marmorstatue für die Vauxhall Gardens von Louis-François Roubiliac, Victoria and Albert Museum, London.

Händels Serse gehört innerhalb seines Opernschaffens zu einer kleinen Gruppe von Werken, in denen tragische mit komischen oder satirischen Elementen gemischt sind – zu diesen gehören auch Almira (Hamburg, 1705), Agrippina (Venedig, 1709), Partenope (London, 1730) sowie seine beiden letzten Opern Imeneo (1740) und Deidamia (1741).[29] In Bezug auf die drei letzten Opern fällt auf, dass eine solche Einbeziehung von Komik ganz offensichtlich dem Ideal der heroischen Opera seria im Sinne Metastasios, wie sie sich ab etwa 1730 etabliert hatte, widersprach. Da Händel auch musikalisch-stilistisch, trotz einiger Zugeständnisse, nicht bereit oder in der Lage war, seinen Personalstil zugunsten des mittlerweile modernen vorklassisch-galanten Idioms aufzugeben, geriet er automatisch in eine Art Abseits, begann zu experimentieren, und musste schließlich die italienische Oper aufgeben.

Im Falle des Serse griff Händel vor allem auf die ältere venezianische Oper zurück, was sich in den vielen kurzen und/oder fantasievollen Arienformen und Ariosi, die manchmal sogar abgebrochen werden, sowie dem oft fließenden Wechsel von Rezitativ und Arien (oder anderen Gesangsnummern) spiegelt. Nur etwa die Hälfte der Arien haben die für die zeitgenössische Opera seria typische Da-Capo- oder Dal-Segno-Form,[30] andere sind zweiteilig oder sogar durchkomponiert, und viele Arien sind keine Abgangsarien (siehe oben unter Libretto). Da darüber hinaus rein musikalisch relativ viele Arien in einem schlichten liedhaften Stil gehalten sind – z. B. Serses „Io le dirò“ (Akt I, Nr. 6) oder „Per rendermi beato“ (Akt III, Nr. 45) –, wurde auch vermutet, dass Händel in Serse zumindest teilweise auch mit der in London so erfolgreichen Ballad Opera liebäugelte.[31]

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Vergleich der Vokalparts von Bononcinis (oben) und Händels Vertonung des „Ombra mai fu“.

Harold Powers konnte nachweisen, dass Händel nicht nur Stampiglias Libretto kannte (siehe oben), sondern auch Bononcinis Vertonung von 1694, und dass er diese als Grundlage seiner eigenen Komposition benutzte (und schon zuvor in seinen Opern seit Ariodante (1735), sowie im Alexanderfest (1736), benutzt hatte[32]!). Dabei übernahm er oft Stil und Tonalität der Vorlage,[33] aber auch Motive, nicht zuletzt sogar in Serses berühmter Auftrittsarie „Ombra mai fu“ –[34][30] es ist jedoch eindeutig, dass Händel das vorgefundene Material ganz entscheidend verbesserte und in seinen eigenen Stil integrierte.[35]

Besonders bemerkenswert in formaler Hinsicht sind die ersten Szenen des ersten und des zweiten Aktes, wo die Grenzen von Rezitativ, Arioso und Arie im Hinblick auf eine „realistische“ Wirkung stark verwischt sind – interessanterweise übernahm Händel gerade hierfür von Bononcini „Aufbau, musikalische Satzweise und thematisches Material“.[36]

Die Oper enthält neben den Secco-Rezitativen 53 Musiknummern plus Ouverture. 25 Nummern, also knapp die Hälfte, stehen in Moll. Abgesehen von drei Duetten, vier Chören und zwei exquisiten Instrumental-Sinfonien gibt es 44 Solo-Gesänge (Arien, Arietten, Ariosi, Accompagnatos), von denen einige jedoch sehr kurz sind. Keines der Duette ist ein traditionelles Liebesduett, aber alle drei sind sehr ausdrucksstark und interessant: „L’amerete? / L’amerò“ (Akt II, Nr. 27) ist ein nur vom Continuo begleiteter und nahtlos aus dem Secco-Rezitativ hervorgehender Dialog zwischen Serse und Romilda.[37] In „Gran pena è gelosia“ (Akt II, Nr. 40) belauscht und kommentiert die versteckte Amastre Serses Klagen mit ihrem eigenen Kummer, sie singen also eigentlich nebeneinander her und Serse bemerkt ihre Anwesenheit erst im folgenden Rezitativ.[38] Nur im letzten Duett „Troppo oltraggi la mia fede“ (Akt III, Nr. 49), dem einzigen in (A-)Dur,[39] singen die Liebenden Arsamene und Romilda wirklich miteinander, wenn auch im Streit.[40]

Die meisten Solonummern fallen auf den ursprünglich für den berühmten Kastraten Caffarelli komponierten Part des Serse, mit neun Arien bzw. Ariosi, einem Accompagnato, sowie zwei Duetten mit Romilda und Amastre. Auch abgesehen von dem einleitenden Accompagnato „Frondi teneri“ und dem darauf folgenden berühmten F-Dur-LarghettoOmbra mai fù[41] sind die meisten seiner Nummern von musikalisch hoher Qualität. Es fällt auf, dass vier seiner Arien betont modern und im galanten „neapolitanischen“ Stil (teilweise mit Klopfbässen) gehalten sind: „Più che penso“ (Akt I, Nr. 14), „Se bramate d’amar“ (Akt II, Nr. 28), „Il core spera“ (Akt II, Nr. 37) und „Crude furie“ (Akt III, Nr. 51). Auffällig ist im Vergleich zu Händels teils sehr bravourösen Partien für Carestini (besonders in Ariodante und Alcina) auch, dass die Anforderungen an die Virtuosität des Sängers sich in einem relativ mäßigen Rahmen halten, selbst in Serses letzter Rache-Arie „Crude furie“ (51), die sich trotz einiger Koloraturen mehr auf Dramatik konzentriert. Überhaupt scheint Caffarelli – zumindest wenn man von der Partie des Serse ausgeht— besonders ein Meister im Bereich des Ausdrucks gewesen zu sein. In diesem Sinne ist „Se bramate“ (28) besonders interessant, wegen des häufigen Wechsels von Tempo und Affekt, da Serse einerseits auf Romildas Abweisung mit der herrschsüchtigen Rachsucht eines Tyrannen reagiert, sich aber andererseits wegen seiner Liebe zu ihr nicht dazu imstande fühlt, also hin- und hergerissen ist.[42] Ob die Figur des Serse als „satirisch“ einzustufen ist, wie Dean meinte, erscheint trotz seines gelegentlich etwas skurrilen Verhaltens fraglich.[43]

Die „prima donna“ ist Romilda mit acht Arien, einem Accompagnato, sowie zwei Duetten mit Serse und Arsamene. Die Rolle wurde ursprünglich von der als „Francesina“ bekannten Élisabeth Duparc kreiiert. Zu den Höhepunkten der Oper gehört bereits ihr erster Auftritt mit dem durch zahlreiche Rezitativ-Einwürfe anderer Figuren unterbrochenen poetischen Larghetto „O voi che penate“ (Nr. 4) und der folgenden B-Dur-Arie „Va godendo“ (Nr. 5) im heiter beschwingten 6/8-Takt, die beide mit Blockflöten orchestriert und ein musikalisches Abbild von Anmut und Schönheit sind. Bemerkenswert ist auch die aus Accompagnato und Arie bestehende Scena „L’amerò? … È gelosia“ (Akt II, Nr. 29–30), in dem Romilda ihre Verzweiflung und Eifersucht angesichts von Arsamenes angeblicher Treulosigkeit ausdrückt, ihr bereits erwähntes Duett mit Arsamene, sowie ihre direkt in den Schlusschor mündende letzte Arie „Caro voi siete“ (Nr. 52), die die Oper in einer Stimmung von seligem Liebesglück im wiegenden 6/8-Takt und in A-Dur beenden.[44]

Arsamene wurde ursprünglich als Hosenrolle von der als „Lucchesina“ bekannten Maria Antonia Marchesini gesungen. Außer dem Duett mit Romilda hat er sieben Soli und ist eine betont tragische Figur, wovon besonders vier tiefsinnige Arien in Moll-Tonarten zeugen. Zu den expressiven Höhepunkten der Oper gehören Arsamenes „Quella che tutta fè“ (Akt II, Nr. 32) – ein berückend schönes 12/8-Largo in f-moll –, und „Amor, tiranno Amor“ (Akt III, Nr. 46) – ein Larghetto in e-moll in einem Sarabanden-Stil. Im Kontrast zu seinen melancholischen Soli steht „Sì, la voglio“ (Akt II, Nr. 35), ein koloraturen-gespickter dramatischer Wutausbruch in G-Dur; der B-Teil ist deklamatorisch und moduliert in Moll-Bereiche, wenn Arsamene zu Streichertremoli droht „die Monster und Schatten des Cocytos“ gegen Serse zu Hilfe zu rufen.[45]

Amastre und Atalanta haben beide jeweils sechs Soli. Amastre ist, trotz ihrer Verkleidung als Mann, eine rein ernste Figur. Ihre Soli in den beiden ersten Akten sind alle in schnellen Tempi und meistens „forsch“ und/oder dramatisch im Charakter – vielleicht wegen der männlichen Maske oder weil es der ursprünglichen Sängerin Antonia Margherita Merighi besonders lag. Besonders erwähnenswert sind ihre beiden Soli im zweiten Akt: „Or che siete speranze tradite“ (Nr. 22) und „Anima infida“ (Nr. 31), die erste in c-moll, die zweite in fis-moll, die beide Verzweiflung ausdrücken. Zu den Juwelen der Partitur gehört Amastres „Cagion son io del mio dolore“ (Nr. 48), ein schlichtes, liebliches Andante in F-Dur und im 6/4-Takt, mit Hemiolenbildungen in der Melodie; die Violinen gehen colla parte mit der Altstimme, aber im Unisono eine Oktave höher, ein bewegender „himmlischer“ Effekt, den Händel gerne und öfters anwandte.[46]

Atalanta ist ein komplexer Charakter, eine skrupellose, intrigante und verlogene Kokotte mit komödiantischen Untertönen, deren Verliebtheit in Arsamene jedoch echt ist und von Händel auch so dargestellt wird.[43] Ihr Liebesleid, den Motor ihres Handelns, drückt sie mehrfach aus: Bereits in ihrer ersten Arie „Sì, sì, mio ben“ (Nr. 7), einer Siciliana in melancholischem fis-moll, obwohl sie dabei vorgibt, dass sie nur die Worte Romildas wiederholen würde; traurig oder melancholisch sind auch das von Elviro unterbrochene Es-Dur-Arioso „A piangere“ (Akt II, Nr. 23), sowie „Voi mi dite“ (Akt II, Nr. 36), ein berührend schlichtes „Andante larghetto“ in B-Dur im Dreivierteltakt.[47] Atalantas kokette Seite wird beispielhaft und besonders gelungen am Ende des ersten Aktes ins Licht gerückt, in ihrer E-Dur-Arie „Un cenno leggiadretto“ (Nr. 19).[48]

Die einzige wirklich komische Figur Elviro wird musikalisch überzeugend dargestellt, auch wenn dies nicht gerade Händels Spezialität war. Seine Sologesänge stehen fast alle im zweiten Akt und sind normalerweise sehr kurz, abgesehen von dem Accompagnato „Me infelice“ und der folgenden Aria „Del mio caro Bacco“ (Nr. 38–39), die merkwürdigerweise in e-moll steht. Musikalisch interessant ist vor allem die lockere und realistisch wirkende formale Gestaltung in den ersten Szenen des zweiten Akts, wo die Grenzen zwischen Secco-Rezitativ, Arioso und Arien extrem fließend sind und Elviro immer mal wieder sein „Ah, voler fiora“ in gebrochenem „Makkaroni“-Italienisch dazwischen singt. Die formalen Besonderheiten sind allerdings bereits in den Vorgänger-Libretti angelegt.[49][50]

Romildas Vater Ariodate ist nur eine kleine Nebenrolle mit zwei Arien (Nr. 13 und 47), beide lebhaft und in Moll, in denen er seine Freude über die von Serse angekündigte Heirat seiner Tochter mit „einem aus königlichem Geblüt“ ausdrückt. Auch wenn in der Situation – dem durch Serses rätselhafte Ausdrucksweise hervorgerufenen Missverständnis – etwas Komisches liegen mag, ist Ariodate an sich keine komische oder „satirische“ Rolle.[43][51]

Die Partitur wird durch vier kurze Chöre in den „Massenszenen“ aufgelockert, von denen drei wiederholt werden und somit eine rahmende Funktion[52] haben. Anders als in der normalen italienischen Oper der Zeit wird hier ein wirklicher, wenn auch nicht unbedingt großer, Chor verlangt.[53]

Die Orchestrierung ist sehr sparsam, die Begleitung der meisten Arien besteht nur aus Streichern.[52] Nur punktuell werden Blockflöten oder Oboen als Orchesterfarbe eingesetzt; eine Trompete bzw. Hörner werden nur in den Chören verwendet.[53] Einen Tonartenplan gibt es nur insofern, als alle drei Akte in sehr „hellen“ Kreuztonarten enden: Akt I in E-Dur und die beiden anderen Akte in A-Dur.[54]

Zwei Blockflöten, zwei Oboen, Fagott, zwei Hörner, Trompete, Streicher, Basso continuo (Violoncello, Erzlaute oder Theorbe, zwei Cembali[55]).

Struktur der Oper

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Scena I 1. Recitativo accompagnato. Serse (Str, BC) Frondi tenere e belle
2. Arioso. Serse (Str, BC) Ombra mai fu di vegetabile
Scena II Recitativo. Arsamene, Elviro Siam giunti, Elviro
3. Sinfonia e Recitativo. Arsamene, Elviro (2 BlFl, Fg, Str, BC)
(Scena III) 4. Arioso e Recitativo. Romilda, Arsamene, Elviro, Serse (2 BlFl, Str, BC) O voi / Questa è Romilda / O voi che penate
Recitativo. Serse, Arsamene Arsamene. Mio Sire? Udite?
5. Aria. Romilda (2 BlFl, Str, BC) Va godendo vezzoso e bello
Recitativo. Serse, Arsamene Quel canto a un bel amor
6. Aria. Serse (Strophe 1) (Str, BC) Io le dirò che l’amo
6. Aria. Arsamene (Strophe 2) (Str, BC) Tu le dirai che l’ami
Scena IV Recitativo. Romilda, Arsamene, Atalanta Arsamene! Romilda, oh Dei, pavento
7. Aria. Atalanta (Str, BC) Sì, sì, mio ben, io vivo per te sol
Recitativo. Elviro, Arsamene Presto, Signor, vien Serse
Scena V Recitativo. Serse, Romilda, Arsamene, Elviro Come, qui, Principessa
8. Aria. Arsamene (2 Vl, BC) Meglio in voi col mio partire
Scena VI Recitativo. Serse Bellissima Romilda, eh! non celate
9. Aria. Serse (2 Vl, BC) Di tacere e di schernirmi, ah! crudel
Scena VII Recitativo. Romilda Aspide sono
10. Aria. Romilda (Str, BC) Nè men con l’ombre d’infedelta
Scena VIII 11. Aria. Amastre (2 Vl, BC) Se cangio spoglia, non cangio core
Scena IX Recitativo. Ariodate, Amastre Pugnammo, amici
12. Coro. (2 Ob, Trp, Str, BC) Già la tromba, che chiamò
Scena X Recitativo. Amastre, Serse, Ariodate Ecco Serse, o che volto
13. Aria. Ariodate (Str, BC) Soggetto al mio volere, gl’astri non voglio, no
Scena XI Recitativo. Serse, Amastre Queste vittorie, io credo
14. Aria. Serse (Str, BC) Più che penso alle fiamme del core
Scena XII Recitativo. Arsamene, Elviro Eccoti il foglio Elviro
15. Arietta. Elviro (Str, BC) Signor, lasciate far a me
16. Aria. Arsamene (2 Vl, BC) Non so se sia la speme, che mi sostiene in vita
Scena XIII Recitativo. Amastre Tradir di reggia sposa
17. Aria. Amastre (Str, BC) Saprà delle mie offese ben vendicarsi il cor
Scena XIV Recitativo. Atalanta, Romilda Al fin sarete sposa
18. Aria. Romilda (2 Vl, BC) Se l’idol mio rapir mi vuoi
Scena XV Recitativo. Atalanta Per rapir quel tesoro
19. Aria. Atalanta (Str, BC) Un cenno leggiadretto, un riso vezzosetto
Scena I 20. Arioso. Amastre (Str, BC) Speranze mie fermate, non mi lasciate ancor
21. Arietta. Elviro (BC) Ah! Chi voler fiora di bella giardina
Recitativo. Elviro, Amastre E chi direbbe mai, ch’io sono Elviro?
22. Aria. Amastre (Str, BC) Or che siete speranze tradite
Scena II Recitativo. Elviro Quel curioso e partito
23. Arioso e Recitativo. Atalanta, Elviro (BC) A piangere ogn’ora Amor mi destina
24. Arietta. Elviro (Str, BC) Ah! Tigre infedele, cerasta crudele cerasta
Recitativo. Atalanta, Elviro Parti; il Re s’avvicina. Ah! chi voler fiora
Scena III Recitativo. Atalanta Con questo foglio mi farò contenta
25. Arioso. Serse (BC) È tormento troppo fiero l’adorar cruda beltà
Recitativo. Serse, Atalanta Di quel foglio, Atalanta
26. Aria. Atalanta (Strophe 1) (2 Ob, Str, BC) Dirà che amor per me piagato il cor non gli ha
Recitativo. Serse, Atalanta Voi quel foglio lasciate a me per prova
26. Aria. Atalanta (Strophe 2) (2 Ob, Str, BC) Dirà che non m’amo, che mai per me languì
Scena IV Recitativo. Serse, Romilda Ingannata Romilda!
27. Duetto. Romilda, Serse (BC) L’amerete? / L’amerò
28. Aria. Serse (2 Ob, Str, BC) Se bramate d’amar, chi vi sdegna
Scena V 29. Recitativo accompagnato. Romilda (Str, BC) L’amero? non fia vero
30. Aria. Romilda (Str, BC) E gelosia quella tiranna
Scena VI Recitativo. Amastre, Elviro Già che il duol non m’uccide
31. Aria. Amastre (Str, BC) Anima infida, tradita io sono, vien tu m’uccida
Scena VII Recitativo. Elviro, Arsamene È pazzo affè! Elviro…
32. Aria. Arsamene (Str, BC) Quella che tutta fè per me languia d’amore
Scena VIII 33. Coro. (2 Ob, 2 Hr, Str, BC) La virtute sol potea
Recitativo. Serse, Ariodate Ariodate! Signore. Del mare ad onta
Scena IX 34. Arioso. Arsamene (BC) Per dar fine alla mia pena, chi mi svena, per pietà!
Recitativo. Serse, Arsamene Arsamene, ove andate?
35. Aria. Arsamene (Str, BC) Sì, la voglio e la otterò
Scena X Recitativo. Atalanta, Serse V’inchino, eccelso Re
36. Aria. Atalanta (Str, BC) Voi mi dite che non l’ami
Recitativo. Serse Saria lieve ogni doglia
37. Aria. Serse (Str, BC) Il core spera e teme penando ogn’or cosi
Scena XI 38. Recitativo accompagnato. Elviro (Str, BC) Me infelice, ho smarrito il mio padrone!
39. Aria. Elviro (Str, BC) Del mio caro Bacco amabile
Scena XII 40. Duetto. Serse, Amastre (Str, BC) Gran pena è gelosia per altri io son sprezzato
Recitativo. Serse, Amastre Aspra sorte! Empie stelle!
Scena XIII Recitativo. Serse Romilda, e sarà ver
41. Arietta. Romilda (Str, BC) Val più contento core
Recitativo. Serse, Romilda, Amastre Vuò, ch’abbian fine
Scena XIV Recitativo. Amastre, Romilda La fortuna la vita, e l’esser mio
42. Aria. Romilda (Str, BC) Chi cede al furore di stelle rubelle amante non è
Scena I 43. Sinfonia (Str, BC)
Recitativo. Arsamene, Romilda Sono vani i pretesti
Scena II Recitativo. Atalanta, Elviro, Arsamene, Romilda Ahi! Scoperto è l’inganno!
44. Arietta. Atalanta (2 Vl, BC) Nò, nò, se tu mì sprezzi, morir non vuo
Scena III Recitativo. Romilda, Elviro, Arsamene, Serse Ecco in segno di fe la destra amica!
45. Aria. Serse (2 Vl, BC) Per rendermi beato parto, vezzose stelle
Scena IV Recitativo. Arsamene, Romilda Ubbidirò al mio Re?
46. Aria. Arsamene (Str, BC) Amor, tiranno Amor, per me non hai pieta
Scena V Recitativo. Serse, Ariodate Come già vi accennammo
47. Aria. Ariodate (2 Vl, BC) Del Ciel d’amore sorte si bella
Scena VI Recitativo. Romilda Il suo serto rifiuto
Scena VII Recitativo. Serse, Romilda Fermatevi, mia Sposa
Scena VIII Recitativo. Romilda, Amastre Prode guerrier… Signora… A me venite!
48. Aria. Amastre (Str, BC) Cagion son io del mio dolore
Scena IX Recitativo. Arsamene, Romilda Romilda infida, e di me pensa ancora?
49. Duetto. Romilda, Arsamene (Str, BC) Troppo oltraggi la mia fede, alma fiera, core ingrato
Scena X 50. Coro. (2 Ob, Trp, Str, BC) Ciò che Giove destino
Recitativo. Ariodate, Arsamene, Romilda Ecco lo sposo!
50. Coro. (2 Ob, Trp, Str, BC) Chi infelice si trovò
Scena XI Recitativo. Serse, Ariodate Se ne viene Ariodate
51. Aria. Serse (Str, BC) Crude furie degl’orridi abissi, aspergetemi
Scena XII Recitativo. Serse, Ariodate, Arsamene, Romilda, Amastre, Elviro, Atalanta Perfidi! e ancor osate
52. Aria. Romilda (Str, BC) Caro voi siete all’alma
53. Coro. (2 Ob, Str, BC) Ritorna a noi la calma, riede la gioja al cor

Der Musikhistoriker Charles Burney ließ in seiner Allgemeinen Musikgeschichte 1789 am Textbuch des Serse kein gutes Blatt:

“I have not been able to discover the author of the words of this drama; but it is one of the worst that Handel ever set to Music: for besides feeble writing, there is a mixture of tragi-comedy and buffoonery in it, which Apostolo Zeno and Metastasio had banished from serious opera.”

„Ich habe den Autor des Textes dieses Dramas nicht ausfindig machen können, aber er ist einer der schlechtesten, den Händel je vertont hat: denn neben der schwachen Schreibweise enthält es eine Mischung aus Tragikomödie und Possenreißerei, die Apostolo Zeno und Metastasio aus der Opera seria verbannt hatten.“

Charles Burney: A General History of Music, London 1789[56]

Im Gegensatz dazu lobt er die Musik zum Eingangs-Arioso Ombra mai fù im selben Buch geradezu prophetisch:

“[…] in a clear and majestic style, out of the reach of time and fashion.”

„[…] in einem klaren und majestätischen Stil, zeitlos und nicht der Mode unterworfen.“

Charles Burney: A General History of Music, London 1789[56]

Friedrich Chrysander hat 1860, ohne zu wissen, dass Händel seinerzeit Bononcinis Partitur von dessen Il Xerse (1694) vorlag, Folgendes geschrieben:

„In Händel’s Musik erscheinen kleine ariose Gänge, die ihrer Fassung nach schon um 1700 geschrieben sein könnten; vermuthlich benutzte er eine Composition seines Textes aus früherer Zeit, welche denn auch den Grundstock der Buffoarien lieferte. In diesen Gesängen ist der komische Gehalt nicht zu verkennen; aber Händel hört hier auf Händel zu sein. Xerxes hat ein ziemlich buntscheckiges Ansehen, doch nicht den Reichthum und die Originalität seiner besten Opern.“

Friedrich Chrysander: G. F. Händel, Leipzig 1860[8]

Diskografie (Auswahl)

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  • Bernd Baselt: Thematisch-systematisches Verzeichnis. Bühnenwerke. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 1. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1978, ISBN 3-7618-0610-8. Unveränderter Nachdruck, Kassel 2008, ISBN 978-3-7618-0610-4.
  • Luigi Cataldi: ‘Lo cierto por lo dudoso’ trasformato in ‘Xerse’. In: Studi urbinati, LXV, 1992, S. 309–333
  • Friedrich Chrysander: G. F. Händel, Zweiter Band, Breitkopf & Härtel, Leipzig 1860.
  • Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006, Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3. (englisch)
  • Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4, Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1985, ISBN 3-7618-0717-1.
  • Albert Gier: Werkstattberichte. Theorie und Typologie des Argomento im italienischen Opernlibretto des Barock, University of Bamberg Press, Bamberg 2012, ISBN 978-3-86309-084-5
  • Ellen T. Harris u. a.: The librettos of Handel's operas : a collection of seventy-one librettos documenting Handel's operatic career, volume viii, Garland, New York 1989
  • Anthony Hicks: Serse. Handel, Booklettext zur CD-Einspielung: RCA 75605513122, London 1998
  • Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Eine Biographie, Aus dem Englischen von Bettina Obrecht, Metzler Verlag, Stuttgart, 1992 (Andere Ausgabe als Insel-Taschenbuch. Band 2655, Insel Verlag, Frankfurt am Main/Leipzig 2000, ISBN 3-458-34355-5.)
  • Paul Henry Lang: Georg Friedrich Händel. Sein Leben, sein Stil und seine Stellung im englischen Geistes- und Kulturleben. Bärenreiter-Verlag, Basel 1979, ISBN 3-7618-0567-5.
  • Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1991-3.
  • Manfred Rätzer: Händels Opern auf internationalen Bühnen, in: Arnold Jacobshagen, Panja Mücke (Hrsg.): Händels Opern – Das Handbuch. Teilband I. Laaber, (o. O.) 2009, ISBN 3-89007-686-6, S. 421–432
  • Albert Scheibler: Sämtliche 53 Bühnenwerke des Georg Friedrich Händel, Opern-Führer. Edition Köln, Lohmar/Rheinland 1995, ISBN 3-928010-05-0.
  • Glenn Stanley: Serse (HWV 40). In: Arnold Jacobshagen, Panja Mücke (Hrsg.): Händels Opern – Das Handbuch. Teilband II. Laaber, (o. O.) 2009, ISBN 978-3-89007-686-7, S. 323–331
  • Rudolf Steglich: Xerxes. Hallische Händel-Ausgabe, Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1958, Vorwort.
Commons: Serse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 2009 kam Giulio Cesare in Egitto auf 310 und Serse auf 203 Inszenierungen, vor Rodelinda und Alcina mit jeweils 111. Manfred Rätzer: Händels Opern auf internationalen Bühnen, in: Arnold Jacobshagen, Panja Mücke (Hrsg.): Händels Opern – Das Handbuch. Teilband I. Laaber, (o. O.) 2009, ISBN 3-89007-686-6, S. 429 ff.
  2. Anthony Hicks: Serse. Handel, Booklettext zur CD-Einspielung: RCA 75605513122, London 1998, S. 27
  3. Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Aus dem Englischen von Bettina Obrecht, Metzler Verlag, Stuttgart, 1992, S. 166 ff.
  4. Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel, aus dem Englischen von Bettina Obrecht, Metzler Verlag, Stuttgart, 1992, S. 174–175.
  5. Anthony Hicks: Serse. Handel, Booklettext zur CD-Einspielung: RCA 75605513122, London 1998, S. 27–28.
  6. Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Aus dem Englischen von Bettina Obrecht, Metzler Verlag, Stuttgart, 1992, S. 175 f.
  7. 1 2 Anthony Hicks: Serse. Handel, Booklettext zur CD-Einspielung: RCA 75605513122, London 1998, S. 28.
  8. 1 2 3 Friedrich Chrysander: G. F. Händel, Zweiter Band, Breitkopf & Härtel, Leipzig 1860, S. 448
  9. Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Aus dem Englischen von Bettina Obrecht, Metzler Verlag, Stuttgart, 1992, S. 177.
  10. 1 2 Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 443.
  11. Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1985, ISBN 3-7618-0717-1, S. 293.
  12. Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Eine Biographie (= Insel-Taschenbuch 2655). Aus dem Englischen von Bettina Obrecht, Insel Verlag, Frankfurt am Main/Leipzig 2000, ISBN 3-458-34355-5, S. 261 f.
  13. Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Eine Biographie. Aus dem Englischen von Bettina Obrecht, Metzler Verlag, Stuttgart/Weimar, 1992, S. 347.
  14. 1 2 Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 444.
  15. Rudolf Steglich: Xerxes, Hallische Händel-Ausgabe, Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1958, S. VII
  16. Rudolf Steglich: Xerxes, Hallische Händel-Ausgabe, Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1958, S. VI f.
  17. Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 420.
  18. Xerse (Francesco Cavalli) im Corago-Informationssystem der Universität Bologna.
  19. Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 421–422.
  20. Anthony Hicks: Serse. Handel, Booklettext zur CD-Einspielung: RCA 75605513122, London 1998, S. 29.
  21. Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 422.
  22. Anthony Hicks: Serse. Handel, Booklettext zur CD-Einspielung: RCA 75605513122, London 1998, S. 27 und 28.
  23. Ellen T. Harris u. a.: The librettos of Handel's operas : a collection of seventy-one librettos documenting Handel's operatic career, volume viii, Garland, New York 1989, S. xvii
  24. Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 422–423.
  25. 1 2 Albert Gier: Werkstattberichte. Theorie und Typologie des Argomento im italienischen Opernlibretto des Barock, University of Bamberg Press, Bamberg 2012, ISBN 978-3-86309-084-5, S. 125–126. Gier bezieht sich auf: Luigi Cataldi: ‘Lo cierto por lo dudoso’ trasformato in ‘Xerse’. In: Studi urbinati, LXV, 1992, S. 309–333.
  26. Siehe das Argomento des Händel-Librettos („…Some imbicillities, and the temerity of Xerxes (such as his being deeply enamour'd with a plane tree, and the building a bridge over the Hellespont to unite Asia to Europe) are the basis of the story; the rest is fiction“), in: Ellen T. Harris u. a.: The librettos of Handel's operas : a collection of seventy-one librettos documenting Handel's operatic career, volume viii, Garland, New York 1989, S. 220
  27. Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1991-3, S. 286.
  28. Zum historischen Xerxes siehe auch: Anthony Hicks: Serse. Handel, Booklettext zur CD-Einspielung: RCA 75605513122, London 1998, S. 29.
  29. Anthony Hicks: Serse. Handel, RCA 75605513122, London 1998, S. 27.
  30. 1 2 Glenn Stanley: Serse (HWV 40), in: Arnold Jacobshagen (Hrsg.), Panja Mücke: Händels Opern - Das Handbuch. Teilband II. Laaber-Verlag, Laaber 2009, ISBN 3-89007-686-6, S. 327.
  31. Glenn Stanley: Serse (HWV 40), in: Arnold Jacobshagen, Panja Mücke (Hrsg.): Händels Opern - Das Handbuch. Teilband II. Laaber, (o. O.) 2009, S. 330 (Fußnote 4)
  32. Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 424 und 426.
  33. Anthony Hicks: Serse. Handel, RCA 75605513122, London 1998, S. 30.
  34. Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 427.
  35. Ausführlicheres zu Händels „borrowings“ von Bononcini in: Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 423–427.
  36. „The two scenes in Handel’s opera that strike us as most remarkable for flexibility of design, those that begin the first two acts, are based with some precision on Bononcini in layout, scoring and thematic material“. Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 424.
  37. Zu „L’amerete?“ siehe auch: Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 428.
  38. Zum Duett von Serse und Amastre siehe auch: Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 428–429.
  39. Alle im Folgenden erwähnten Tonarten, Taktarten und Vortragsbezeichnungen, wenn nicht in anderen Quellen erwähnt, siehe: Bernd Baselt: Thematisch-systematisches Verzeichnis. Bühnenwerke. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch, Band 1. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1978, ISBN 3-7618-0610-8 (unveränderter Nachdruck, Kassel 2008, ISBN 3-7618-0610-8), S. 470–480.
  40. Zum Duett „Troppo oltraggi la mia fede“ siehe auch: Glenn Stanley: Serse (HWV 40), in: Arnold Jacobshagen (Hrsg.), Panja Mücke: Händels Opern - Das Handbuch. Teilband II. Laaber-Verlag, Laaber 2009, ISBN 3-89007-686-6, S. 327.
  41. Ausführlicheres zu „Ombra mai fù“ in: Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1991-3, S. 30 und 31–34.
  42. Zum Part des Serses siehe auch: Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 427–430.
  43. 1 2 3 Stanley hat vollkommen recht, dass Deans Einteilung von Serse, Atalanta und Ariodate als satirisch „etwas forciert“ ist. Glenn Stanley: Serse (HWV 40), in: Arnold Jacobshagen (Hrsg.), Panja Mücke: Händels Opern - Das Handbuch. Teilband II. Laaber-Verlag, Laaber 2009, ISBN 3-89007-686-6, S. 330 (Fußnote 6).
  44. Eine ausführlichere Besprechung von Romildas Part in: Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 435–437.
  45. Eine ausführlichere Besprechung von Arsamenes Part in: Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 430–435.
  46. Eine ausführlichere Besprechung von Amastres Part in: Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 438–440.
  47. Zur liebenden Seite Atalantas siehe auch: Glenn Stanley: Serse (HWV 40), in: Arnold Jacobshagen (Hrsg.), Panja Mücke: Händels Opern - Das Handbuch. Teilband II. Laaber-Verlag, Laaber 2009, ISBN 3-89007-686-6, S. 328.
  48. Eine ausführlichere Besprechung von Atalantas Part in: Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 437–438.
  49. Eine ausführlichere Besprechung von Elviros Part in: Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 440–442.
  50. Ausführlicheres zu Elviro auch in: Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1991-3, S. 179–180.
  51. Zu Ariodate siehe auch Dean, dem in seiner negativen Einschätzung der Figur allerdings nicht unbedingt zuzustimmen ist: Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 440.
  52. 1 2 Glenn Stanley: Serse (HWV 40), in: Arnold Jacobshagen (Hrsg.), Panja Mücke: Händels Opern - Das Handbuch. Teilband II. Laaber-Verlag, Laaber 2009, ISBN 3-89007-686-6, S. 328.
  53. 1 2 Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 442.
  54. Winton Dean: Handel’s Operas, 1726–1741. Boydell & Brewer, London 2006. Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 442 f.
  55. Es ist bekannt, dass in Händels (wie in italienischen) Opernaufführungen zwei Cembali verwendet wurden. Winton Dean, John Merrill Knapp: Handel’s Operas 1704–1726. The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-525-7, S. 34–35.
  56. 1 2 Charles Burney: A general history of music:. From The Earliest Ages to the Present Period. Vol. 4. London 1789 (Scan in der Google-Buchsuche). Nachdruck der Cambridge Library Collection, 2010, ISBN 978-1-108-01642-1, S. 423 f.