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Friedewald (Moritzburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Friedewald
Gemeinde Moritzburg
Koordinaten: 51° 8′ N, 13° 39′ OKoordinaten: 51° 8′ 6″ N, 13° 39′ 14″ O
Höhe: 186 (160–202) m
Fläche: 3,29 km²[1]
Einwohner: 1155 (31. Dez. 2025)[2]
Bevölkerungsdichte: 351 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Eingemeindet nach: Reichenberg
Postleitzahl: 01468
Vorwahl: 0351
Friedewald (Sachsen)
Friedewald (Sachsen)
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Lage von Friedewald in Sachsen
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Villa in Buchholz
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Dorfkern von Dippelsdorf
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Kurhaus Friedewald 2017

Friedewald (früher auch Luftkurort Friedewald) ist ein Ortsteil der Gemeinde Moritzburg im sächsischen Landkreis Meißen und besteht aus den beiden Ortslagen Dippelsdorf und Buchholz mit ihren Gemarkungen.

Friedewald befindet sich im Südwesten des Moritzburger Gemeindegebiets. Nordöstlich benachbart liegt der Ortsteil Moritzburg beziehungsweise Eisenberg, südöstlich der Ortsteil Reichenberg, südwestlich der Radebeuler Stadtteil Kötzschenbroda-Oberort und nordwestlich Coswiger Gebiet.

Friedewald ist zweigeteilt in das bäuerlich-dörflich geprägte Dippelsdorf im nordöstlichen Hochland und die „bürgerliche“ Siedlung Buchholz am Rande des Lößnitzgrunds im Südwesten. Es liegt am Friedewald, von dem es auch seinen Namen hat, und hat im Dippelsdorfer Teich Anteil am Moritzburger Teichgebiet.

Beide Teile von Friedewald werden getrennt durch die Neubaustrecke der Staatsstraße 81, eine um 2006 errichtete Verbindung von Großenhain und Meißen zur A 4 (Anschlussstelle Dresden-Flughafen). Straßenverbindungen bestehen nach Radebeul-Niederlößnitz, über Radebeul-Lindenau nach Radebeul-West, zum Auer sowie über Boxdorf nach Dresden. Die Verkehrsgesellschaft Meißen bedient in Friedewald mehrere Haltestellen der Buslinien 400 und 475, außerdem hält die Lößnitzgrundbahn an zwei Haltepunkten im Ort.

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Zug der Lößnitzgrundbahn bei der Einfahrt in den Haltepunkt Friedewald

Der Name des Ortsteils stand zunächst für einen Wald, der unter anderem mit der Dresdner Heide den Grenzwald des Gaus Nisan bildete. Der Friedewald wird 1292 als „Fridewalt“, 1300 als „Fridwald“ und 1387 als „Frydewald“ erwähnt, was „eingefriedeter Wald“ bedeutet.

Südwestlich des alten fränkischen Kolonistendorfs Dippelsdorf bildete sich im 18. Jahrhundert die Häusergruppe Buchholz heraus. Auf Grundlage der Landgemeindeordnung von 1838 entstand die Landgemeinde „Dippelsdorf mit Buchholz“. Um 1900 wuchs Buchholz stark an und wurde zu einer Villensiedlung mit Kurbetrieb. Schnell hatte sie Dippelsdorf in ihrer Größe überflügelt. Dies trug 1940 zur Umbenennung der Landgemeinde „Dippelsdorf mit Buchholz“ in „Friedewald“ bei.

Die Gemeinde bezeichnete sich nach einer noch älteren Tradition selbst als „Luftkurort Friedewald“.[3] Friedewald erhielt 1955 den Titel „staatlich anerkannter Erholungsort“, den es als Luftkurort bis 2010 führte.[4][5] Zentrale Einrichtungen waren das Kurhaus und der Kurpark im Ortsteil Buchholz sowie das Strandbad in Dippelsdorf, zudem wirkte sich auch die Nähe des Radebeuler Bilzbads aus. Die Eingemeindung Friedewalds nach Reichenberg erfolgte am 1. Januar 1994.[6] Genau fünf Jahre später wurde die Gemeinde Reichenberg an Moritzburg angeschlossen.[7] Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.[8]

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Rotes Haus am Strandbad Friedewald am Dippelsdorfer Teich

Einwohnerentwicklung

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Jahr Einwohner
1890 siehe Dippelsdorf und Buchholz302
1910567
1925677
1939869
19461 103
19501 119
19641 076
1990833
2011[9]1 106
Commons: Friedewald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Gemarkung Dippelsdorf und Buchholz, Gemeinde Moritzburg. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.
  2. Ortsteil Friedewald. In: Webauftritt. Gemeinde Moritzburg, abgerufen im Februar 2026.
  3. Werner Peters: Friedewald will nach neuem Recht Erholungsort werden. In: Dresdner Neueste Nachrichten, 10. Januar 2003, S. 15.
  4. Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Änderung der Liste der Sächsischen Kur- und Erholungsorte gemäß § 3 Abs. 5 Sächsisches Kurortegesetz (SächsKurG) vom 25. Oktober 2006 (SächsABl. S. 1012) auf: revosax.sachsen.de
  5. 2010 kein Erholungsort mehr, siehe Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die Änderung der Liste der Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen gemäß § 3 Abs. 5 SächsKurG vom 13. Mai 2010 (SächsABl. S. 817) auf: revosax.sachsen.de
  6. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  8. Hauptsatzung. (PDF; 98K kB) § 12. In: Webauftritt. Gemeinde Moritzburg, abgerufen im Februar 2026.
  9. https://www.statistik.sachsen.de/download/080_Zensus_2011_Gemeindeteile/GT_14627150.pdf