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Flugplatz Emden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Flugplatz Emden
BERJAYA
Luftaufnahme des Flugplatzes
Emden (Niedersachsen)
Emden (Niedersachsen)
BERJAYA
Emden
Lokalisierung von Niedersachsen in Deutschland
Kenndaten
ICAO-Code EDWE
IATA-Code EME
Flugplatztyp Verkehrslandeplatz
Koordinaten 53° 23′ 28″ N,  13′ 32″ OKoordinaten: 53° 23′ 28″ N,  13′ 32″ O
Höhe über MSL 1 m (2 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 3[1] km nordöstlich von Emden
Straße A31B210
Basisdaten
Eröffnung 1959
Betreiber Flugplatz Emden GmbH[1]
Passagiere 21.550 (2024)[2]
Flug-
bewegungen
14.790 (2019)[3]
Start- und Landebahn
07/25 1300 m × 30 m Asphalt[4]
Webseite
aviation-park-north-sea.com
BERJAYA
Der Kontrollturm des Flugplatzes

Der Flugplatz Emden (IATA-Code: EME, ICAO-Code: EDWE) ist ein Verkehrslandeplatz im Norden der Stadt Emden (Ostfriesland).

Er ist für Flugzeuge bis 14 Tonnen zugelassen. Für Instrumentenanflüge stehen satellitengestützte RNP-Verfahren auf beide Betriebsrichtungen zur Verfügung; bodengebundene Funknavigations- und Landehilfen besitzt der Platz nicht. Für Hubschrauber, die inzwischen einen bedeutenden Anteil am Verkehrsvolumen ausmachen, bestehen eigene An- und Abflugverfahren.[5] Ein Flugplatzinformationsdienst (AFIS) wird unter dem Rufzeichen „Emden Information“ bereitgestellt; die Anflugkontrolle nehmen Bremen Radar und Wittmund Radar wahr.[5]

Ende November 2024 kündigte die Flugplatzgesellschaft an, den Flugbetrieb ab Januar 2025 nicht mehr vom örtlichen Tower aus, sondern über ein Remote Tower Center am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg überwachen zu lassen; Emden wäre damit der erste norddeutsche Flugplatz mit einem solchen System. Grundlage sind Kameras an der Towerkanzel, die eine Rundumsicht liefern. Als Grund nannte Geschäftsführer Olaf Schmidt die Schwierigkeit kleiner Flugplätze, kurzfristige Personalausfälle auszugleichen, die sonst Betriebsunterbrechungen zur Folge hätten.[6]

Die Brandschutzvorkehrungen am Flugplatz werden gemeinsam mit der Stadt Emden vorgehalten: Fahrzeug und Kosten teilen sich Flugplatz und städtische Feuerwehr, deren Kräfte bei der Landung größerer Flugzeuge vorsorglich am Rollfeld bereitstehen. Vorgesehen sind bis zu 100 solcher Einsätze im Jahr, tatsächlich erreicht wird diese Zahl nicht.[7]

Fluggesellschaften und Ziele

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Die OFD Ostfriesischer-Flug-Dienst GmbH fliegt alle ostfriesischen Inseln an. Allein zum Flugplatz auf der Insel Borkum bestehen bis zu sieben Verbindungen täglich.

Darüber hinaus hat der Flugplatz Emden eine große Bedeutung für den Geschäftsverkehr der ortsansässigen Unternehmen, insbesondere Volkswagen. Der Flugplatz beliefert das Emder Volkswagenwerk mit eiligen Transportgütern. Außerdem dient der Flugplatz Emden zur Versorgung von Offshore-Windenergieparks.

In Emden haben sich vier Unternehmen angesiedelt, die im Jahr 2013 über 15 Helikopter betrieben. Neben Foto-, Film- und Rundflügen unter anderem zu den Offshore-Windenergieparks übernehmen sie Notfallevakuierungen (Krankentransporte) und bedienen den Seelotsenversetzdienst.[8][9]

Mit der Offshore-Branche sind 64 Arbeitsplätze neu entstanden und insgesamt 133 feste Arbeitsplätze vor Ort. Vor allem die neuen Offshore-Windenergieparks haben seit 2009 zu einer Erhöhung des Flugverkehrs geführt. Die Zahl der gewerblichen Flüge stieg um 16,4 Prozent auf 7043, darunter 3768 Hubschrauber-Flüge zu den Windparks auf See. Die Gesamtzahl der Flüge betrug 9402.[10] Seitdem stieg die Anzahl der Flugbewegungen weiter: von 11.100 im Jahr 2011 auf 14.790 im Jahr 2019.[9][3] Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen lag 2024 bei 8.722, die der Fluggäste bei 21.550.[2]

JahrFlugbewegungen
20109.402
201111.100
201212.096
201313.504
201914.790
202213.473

Der Flugplatz wird von der Flugplatz Emden GmbH betrieben, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Emden (SWE) und damit letztlich der Stadt Emden selbst, die alleiniger Anteilseigner der SWE ist. Eventuelle Verluste tragen die Stadtwerke (und damit die Stadt), die den Flugplatz als Teil der notwendigen Infrastruktur verstehen.

Anfahrt und Umfeld

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Der Flugplatz liegt drei Kilometer nordnordöstlich des Emder Stadtzentrums an der A 31, Ausfahrt Emden-Mitte.[1] Der Emder Flugplatz hat sich mit anderen, vergleichbar großen Flugplätzen in Deutschland in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, deren Ziel es ist, im Umfeld der Flugplätze die Ansiedlung von Unternehmen zu fördern. In unmittelbarer Nähe des Emder Flugplatzes befindet sich ein Gewerbegebiet, umfangreiche Industriegebiete (mit Flächenpotenzial) befinden sich wenige Autominuten entfernt.

Am 8. Februar 2011 musste eine Britten Norman Islander (D-IOLO) der Ostfriesische Lufttransport (OLT) auf dem Flugplatz Emden notlanden. Die Maschine hatte bereits beim Start auf Borkum Fahrwerksprobleme und erklärte einen Luftnotfall. Wenig später konnte der Pilot die Maschine auf einem Schaumteppich notlanden. Der Flugzeugführer und die acht Passagiere blieben unverletzt.[11]

Commons: Flugplatz Emden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 EDWE AD 2.1–2.3. In: Luftfahrthandbuch Deutschland (AIP), AD 2 EDWE 1-1. DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, 4. September 2025, abgerufen am 17. Juli 2026 (englisch, deutsch).
  2. 1 2 Geschäftsbericht 2024. (PDF; 5148 KB) Stadtwerke Emden, 11. Juni 2025, S. 39, abgerufen am 17. Juli 2026.
  3. 1 2 Geschäftsbericht 2019. (PDF; 2207 KB) Stadtwerke Emden, 27. August 2020, S. 13, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. Dezember 2023; abgerufen am 17. Juli 2026.
  4. EDWE AD 2.12–2.13. In: Luftfahrthandbuch Deutschland (AIP), AD 2 EDWE 1-4. DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, 7. Oktober 2021, abgerufen am 17. Juli 2026 (englisch, deutsch).
  5. 1 2 EDWE AD 2.18–2.25. In: Luftfahrthandbuch Deutschland (AIP), AD 2 EDWE 1-6. DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, 4. September 2025, abgerufen am 17. Juli 2026 (englisch, deutsch).
  6. Flugverkehr in Emden wird künftig von Braunschweig aus geregelt. In: ndr.de. 28. November 2024, abgerufen am 17. Juli 2026.
  7. Arne Haschen: Neues Feuerwehr-Fahrzeug in Emden: Löschfahrzeug verbessert Sicherheit am Flugplatz und in der Stadt. In: nwzonline.de. 28. August 2025, abgerufen am 17. Juli 2026.
  8. Helikopter-Unternehmen und Offshore-Services am Flugplatz Emden, abgerufen am 10. Februar 2017.
  9. 1 2 Inge Meyer: „Mittelfristig werden wir eine weitere Hangar-Halle bauen“. In: Wirtschaftsecho. Januar 2014, S. 5 (online [abgerufen am 10. Februar 2017] Interview mit Remmer Edzards von der Flugplatz Emden GmbH).
  10. Heiko Müller: Windparks auf See beflügeln den Emder Flugplatz, Ostfriesen-Zeitung vom 15. Januar 2010.
  11. Michael Klöpper: Passagierflugzeug muss in Emden notlanden. In: Feuerwehr-Magazin. 8. Februar 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. August 2018; abgerufen am 8. April 2015.