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Nach Urteil wegen Betrugs »Habe fast 500 Millionen Dollar in Cash« – Trump widerspricht eigenen Anwälten

Donald Trump wurde wegen Angabe falscher Vermögenswerte verurteilt, bis Montag muss er 450 Millionen Dollar zahlen oder als Kaution hinterlegen. Seine Anwälte sagen, er habe kein Geld dafür. Doch der Ex-Präsident widerspricht.
Verurteilter Trump: Zahlt er – und wenn ja, wie?
Verurteilter Trump: Zahlt er – und wenn ja, wie?

Verurteilter Trump: Zahlt er – und wenn ja, wie?

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Sam Wolfe / REUTERS

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat behauptet, er besitze »fast 500 Millionen Dollar in Cash« – und damit seinen eigenen Anwälten widersprochen. Am Freitag schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social, er habe das Geld für seine laufende Präsidentschaftskampagne nutzen wollen. Ein Gericht in New York hatte Trump verurteilt, inklusive Zinsen bis kommenden Montag mehr als 450 Millionen Dollar (etwa 415 Millionen Euro) zu zahlen, oder eine entsprechende Kaution zu hinterlegen.

Seine Anwälte hatten noch am vergangenen Montag in einer Mitteilung an das Gericht behauptet, Trump könne die Summe nicht auftreiben. Wenn Trump nicht zahlt, könnte das Gericht Sachwerte von Trump einziehen, etwa Immobilien, oder seine Konten einfrieren.

Trump hatte Vermögenswerte falsch dargestellt

Trump war zur Zahlung verurteilt worden, weil das Gericht es als erwiesen ansah, dass er seine Vermögensverhältnisse falsch dargestellt hatte, um etwa bessere Kreditkonditionen zu bekommen. Trumps Anwälte fechten das Urteil derzeit an. Sie haben daher darum gebeten, die Zahlung der Strafe zunächst auszusetzen. Die Anwälte versuchten auch, ein Unternehmen zu finden, das die Geldsumme für Trump vor Gericht hinterlegt, während sie das Urteil anfechten. Damit sind seine Anwälte aber gescheitert. Bislang hat das Gericht noch nicht auf die Äußerung Trumps reagiert, dass er genug Geld habe, um die Strafe zu zahlen.

Das Gerichtsverfahren ist nur eines von vielen, die Trump derzeit beschäftigen: In vier strafrechtlichen Verfahren hat die Hauptverhandlung noch nicht begonnen, es laufen zudem noch zivilrechtliche Verfahren. Außerdem war er in einem weiteren Fall zur Zahlung von 83,3 Millionen US-Dollar verurteilt worden.

has/AP/dpa

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