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Basketball

Die Oberwart Gunners haben mit einem 84:83-Heimsieg nach Verlängerung gegen den BC Vienna die „Best of five“-Semifinal-Serie mit 3:2 für sich entschieden und sind nun Finalgegner der Kapfenberg Bulls, die sich mit einem 3:0 über Graz bereits vor einer Woche für die Endspielserie der win2day Basketball Superliga qualifiziert hatten.

Glenn Taylor Jr., Daniel Koeppel und Sebastian Kaeferle (Oberwart)
GEPA/Avni Retkoceri

Der Titelverteidiger aus dem Burgenland gab in einem an Spannung kaum zu überbietenden Showdown zweimal eine zweistellige Führung aus der Hand, blieb aber konzentriert und hatte am Ende auch das Glück des Tüchtigen: Vienna vergab in den letzten 26 Sekunden der Verlängerung zweimal die Chance auf den Sieg. Für Oberwart waren Glenn Taylor mit 23 Punkten und Ian Martinez mit 21 Zählern die besten Werfer.

Die Gunners stehen zum dritten Mal in Folge in der Finalserie und halten nun bei acht gewonnen Play-off-Serien in Folge. Die Finalserie gegen die Kapfenberg Bulls beginnt am Samstag. Die gesamte Finalserie wird live in ORF Sport + und im Livestream in ORF ON übertragen.

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Eishockey

Der Vorarlberger Marco Rossi erhält bei den Vancouver Canucks einen neuen Cheftrainer. Das schwächste Team der vergangenen Saison der National Hockey League (NHL) gab am Dienstag die Trennung von Head-Coach Adam Foote und drei Assistenztrainern bekannt. Foote war nur eine Saison im Amt, in der gewannen die Canucks 25 von 82 Partien. Rossi war Mitte Dezember von den Minnesota Wild nach Vancouver gewechselt. Sein Vertrag läuft noch bis 2028.

Bei Rossis neuem Team blieb nach Saisonende fast kein Stein auf dem anderen. Ryan Johnson löste den im April gefeuerten Patrik Allvin als General Manager ab, die einst als Spieler bei den Canucks erfolgreichen schwedischen Zwillinge Daniel und Henrik Sedin wurden zu Kopräsidenten bestellt.

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French Open

Jurij Rodionov und Joel Schwärzler haben am Dienstag in der Qualifikation für die French Open Auftaktsiege gefeiert. Rodionov (ATP-158.) gewann gegen den Serben Dusan Lajovic (ATP-136.) mit 6:2 7:5. Schwärzler (ATP-169.) besiegte den Franzosen Clement Chidekh (ATP-177.) mit 6:1 7:5.

In Runde zwei trifft Rodionov, der gegen Lajovic im zweiten Durchgang einen Satzball abwehrte, auf den Brasilianer Gustavo Heide (ATP-187). Schwärzler bekommt es mit dem Russen Roman Safiullin (ATP-142.) zu tun.

Am Montag hatten bereits Sinja Kraus und Lukas Neumayer den Einzug in die zweite von insgesamt drei Qualirunden geschafft. Alle vier Duelle mit ÖTV-Beteiligung stehen am Mittwoch auf dem Programm.

Kraus nach Kampf weiter

Die als Nummer zwei gesetzte Kraus (WTA-101.) setzte sich in einem umkämpften Spiel gegen die Schweizerin Celine Naef (WTA-216.) nach knapp zwei Stunden mit 7:5 3:6 6:2 durch. In der zweiten Runde wartet die Deutsche Noma Noha-Akugue (WTA-164.) auf die 24-jährige Wienerin.

Siege für Kraus und Neumayer

Neumayer setzte sich in souveräner Manier gegen den Australier Alex Bolt durch. Nach insgesamt sechs Breaks und keinem Aufschlagverlust gewann der 23-Jährige nach einer Spielzeit von nur 48 Minuten mit 6:0 6:1. Neumayer spielt nun gegen den Spanier Alejandro Moro Canas. Fix im Hauptbewerb aus österreichischer Sicht stehen Sebastian Ofner bzw. Anastasia Potapova, Lilli Tagger und Julia Grabher.

Qualifikation, zweite Runde:
Lukas Neumayer (AUT) Alejandro Moro Canas (ESP) -:- -:-
Jurij Rodionov (AUT) Gustavo Heide (BRA) -:- -:-
Joel Schwärzler (AUT) Roman Safiullin (RUS/30) -:- -:-
Erste Runde:
Lukas Neumayer (AUT) Alex Bolt (AUS/26) 6:0 6:1
Jurij Rodionov (AUT) Dusan Lajovic (SRB/20) 6:2 7:5
Joel Schwärzler (AUT) Clement Chidekh (FRA) 6:1 7:5
Qualifikation, zweite Runde:
Sinja Kraus (AUT/2) Noma Noha Akugue (GER) -:- -:-
Erste Runde:
Sinja Kraus (AUT/2) Celine Naef (SUI) 7:5 3:6 6:2

Fußball

Der FC Southampton hat wegen einer Spionageaffäre seine Aufstiegschancen in die englische Premier League verspielt. Der Club von Tonda Eckert war zwar gegen Middlesbrough ins Play-off-Finale gegen Hull City eingezogen, wurde nachträglich aber disqualifiziert.

Vereinsvertreter hatten zugegeben, dass sie das Training von Middlesbrough vor dem Hinspiel (0:0) heimlich gefilmt hatten. Im Rückspiel feierte Southampton einen 2:1-Heimsieg. Bereits zuvor hatten „The Saints“ in der Liga Oxford und Ipswich ausspioniert.

Middlesbrough rückt ins Play-off-Finale gegen Hull City nach, die Partie wird am Samstag im Wembley-Stadion ausgetragen. Als Fixaufsteiger stehen bereit Coventry City und Ipswich Town fest. Die Clubs auf den Plätzen drei bis sechs spielen sich den dritten Aufstiegsplatz aus.

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Fußball-WM

Tormann Manuel Neuer wird laut Informationen der „Bild“-Zeitung als Nummer eins im deutschen Nationalteam zur Fußball-WM reisen.

Teamchef Julian Nagelsmann habe den bisherigen Stammkeeper Oliver Baumann angerufen und ihm mitgeteilt, dass er mit dem 40-jährigen Bayern-Tormann Neuer zwischen den Pfosten plane. Der 35-jährige Baumann habe dem Trainer zugesichert, dass er dem DFB-Team auch als Ersatzkeeper für die WM zur Verfügung stehen werde.

Manuel Neuer (Bayern)
GEPA/Psnewz/ALTERPHOTOS/Acero

Nagelsmann wird seinen 26-Mann-Kader für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada am Donnerstag offiziell bekanntgeben. Bis zuletzt hatte er eine klare Aussage zu Neuer vermieden. Am Samstag verwies er im ZDF darauf, er wolle zuerst das Gespräch mit allen Spielern suchen, das habe noch nicht stattgefunden.

Neuer selbst hatte nach dem letzten Spieltag in der deutschen Bundesliga ein Comeback nicht mehr ausgeschlossen und auf eine Frage danach geantwortet: „Das müsst ihr nicht wissen.“ Baumann hatte die komplette WM-Qualifikation gespielt und war davon ausgegangen, als Nummer eins zur WM zu fahren.

Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat Neymar in den 26-köpfigen Kader für die Weltmeisterschaft in den USA, in Kanada und Mexiko nominiert.

Zuletzt hatte es Zweifel an der Fitness des 34-jährigen Stürmers gegeben, Ancelotti hatte ihn deshalb nicht für das Aufgebot für die letzten beiden Länderspiele im März nominiert.

Der brasilianische Stürmer Neymar
Reuters/Thiago Bernardes

„Er hat seine Fitness verbessert, er wird bei dieser Weltmeisterschaft ein wichtiger Spieler sein“, sagte Ancelotti. Der 66-Jährige bevorzuge für einige Positionen in seinem Kader erfahrene Spieler, darunter Neymar. „Er hat Erfahrung in dieser Art von Wettbewerb, die Zuneigung unserer Gruppe, und er kann für ein besseres Klima in dieser Mannschaft sorgen.“

Neymars letztes von bisher 128 Länderspielen für den Rekordweltmeister ist mittlerweile zweieinhalb Jahre her: Im Oktober 2023 erlitt er bei der 0:2-Niederlage gegen Uruguay in der WM-Qualifikation einen Kreuzbandriss im Knie und musste kurz vor der Halbzeit ausgewechselt werden.

Brasilien trifft bei der WM in Gruppe C zum Auftakt auf Afrikameister Marokko. Sechs Tage später bekommt es die „Selecao“ mit Außenseiter Haiti zu tun. Zum Abschluss tritt Brasilien am gegen Schottland an.

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Die Demokratische Republik Kongo nimmt den populären „Lumumba“-Fan als offiziellen Teil ihrer Delegation mit zur Fußballweltmeisterschaft. Die Reise des Anhängers wurde von den Nationalspielern gewünscht und von Verbandspräsident Felix-Antoine Tshisekedi Tshilombo genehmigt.

Michel Nkuka Mboladinga
Reuters/Arsene Mpiana

Der Fan heißt Michel Nkuka und erlangte während des Afrikacups 2025 in Marokko größere Bekanntheit. Nkuka stand während der Spiele reglos auf der Tribüne, er imitierte das Denkmal des 1961 ermordeten Präsidenten Patrice Lumumba, das in der Hauptstadt Kinshasa steht.

Der 49-Jährige unterstützt die Nationalmannschaft auf diese Art und Weise bereits seit über zehn Jahren. Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko werden für Nkuka alle Kosten durch den Staat übernommen. Zudem erhält er Hilfe bei Formalitäten wie dem Visum.

Die DR Kongo trifft bei der zweiten WM-Teilnahme nach 1974 in der Gruppe K auf Portugal (17. Juni), Kolumbien (24. Juni) und Usbekistan (28. Juni).

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Chronik

Was lange währt, wird endlich gut: Nach mehr als 60 Jahren hat Tennislegende Billie Jean King ihren Uniabschluss gemacht. Die 82-jährige Amerikanerin bekam bei einer Zeremonie der California State University in Los Angeles ihren Bachelor of Arts im Fach Geschichte.

„Ich mag es, Dinge abzuschließen. Es fühlt sich an wie ein Handshake am Netz nach einem Match“, sagte die ehemals beste Tennisspielerin der Welt. King hatte sich 1961 an der renommierten Uni eingeschrieben, ihr Studium 1964 aber abgebrochen.

Billie Jean King
Reuters/Aude Guerrucci

Stattdessen konzentrierte sich die Amerikanerin voll auf Tennis und wurde zu einer Ikone ihres Sports. Sie gewann zwölf Grand-Slam-Titel im Einzel, 16 im Doppel und elf im Mixed.

Abseits des Sports setzte sich King immer stark für Frauenrechte und Gleichberechtigung ein. Noch heute kämpft sie für diese Themen. „Wir können Inklusion niemals verstehen, wenn wir nicht selbst schon einmal ausgeschlossen wurden“, sagte King bei der Zeremonie. Auch der Ländervergleich im Damen-Tennis, der Billie Jean King Cup, wurde nach ihr benannt.

Volleyball

Nach der historischen Qualifikation im vergangenen Sommer fiebern Österreichs Volleyball-Frauen der EM im August entgegen. In Brno will das Team von Trainer Roland Schwab den ersten Sieg bei einer Europameisterschaft überhaupt in der Geschichte holen.

Zuvor steht aber, wie auch für die Männer, in Schwechat die European League auf dem Programm und damit der Startschuss um Tickets für die EM 2028. Die Trainer Schwab und Adam Swaczyna halten die Aufgabe für machbar.

Ziel ist EM-Qualifikation mit beiden Teams

Von 5. bis 7. Juni heißen bei dem Heimdoppel die Gegner von Österreichs Frauen im Multiversum Slowakei und Island, jene der Männer lauten Finnland und Montenegro. „Unser Ziel ist es, erstmals mit beiden Teams bei der nächsten EM dabei zu sein“, sagte Schwab, der im heimischen Verband auch die Funktion des Sportdirektors ausübt. Bei der diesjährigen EM warten Tschechien, Serbien, Ukraine, Bulgarien und Griechenland.

Österreichs Männer werden seit März von Swaczyna betreut, der Pole verfügt über viel Erfahrung und kann u. a. Olympiasilber 2024 als Trainerassistent seines Heimatlandes vorweisen. „Adam bringt viel Know-how mit. Er hat auf höchstem Niveau erlebt, was notwendig ist, um erfolgreich zu sein“, sagte Schwab.

„Wir haben junge Spieler mit großem Potenzial und erfahrene Spieler, die schon jetzt auf hohem Niveau spielen. Unser Ziel ist die EM-Qualifikation 2028. Das ist ein hohes Ziel, aber es ist möglich. Das hat mich vom ersten Tag an angespornt“, meinte Swaczyna.

Motorrad

Die beim mehrmals unterbrochenen Motorrad-Grand-Prix von Katalonien am Sonntag schwer gestürzten Alex Marquez und Johann Zarco sind noch am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Marquez sei am Sonntag erfolgreich wegen seines Bruches des rechten Schlüsselbeins operiert worden. Eine eingesetzte Platte sorge für Stabilität. Das teilte sein Team Gresini Racing mit. Der Spanier erlitt außerdem eine Randfraktur an einem Wirbel im Nackenbereich.

Der Franzose Zarco reiste nach Lyon, um dort das weitere Vorgehen wegen seiner schweren Knieverletzungen festzulegen. Zudem trug er bei seinem Unfall auch eine kleine Fraktur am linken Knöchel davon.

TV-Programm

Dienstag, 19. Mai
19.10 Uhr Basketball Herren Semifinale 5: Gunners Oberwart - BC Vienna OSP
Mittwoch, 20. Mai
16.05 Uhr Eishockey WM: Österreich - Schweiz ORF1
20.15 Uhr Eishockey WM: USA - Deutschland OSP
Donnerstag, 21. Mai
20.15 Uhr Handball WHA Semifinale 1: UHC Tulln - Atzgersdorf OSP
Freitag, 22. Mai
13.00 Uhr Badminton Austrian Open, Graz OSP
17.55 Uhr Handball HLA Semifinale 1: BT Füchse - Fivers OSP
20.15 Uhr Handball HLA Semifinale 2: Vöslau - Ferlach OSP

OSP = ORF Sport +

Alle Übertragungen sind auch im Stream auf ORF ON abrufbar.

Vorbehaltlich kurzfristiger Änderungen