Im mutmaßlichen Förderskandal rund um das Mühlviertler Kernland wird jetzt das volle finanzielle Ausmaß für den Verein sichtbar: Rund 700.000 Euro fordert der Verein von seiner ehemaligen Geschäftsführerin zurück.
Dabei geht es nicht nur um Geld, das sich die frühere Geschäftsführerin aus der Vereinskassa ausbezahlt haben soll. Der Verein macht auch jenen Schaden geltend, der durch mutmaßlich erschlichene Förderungen entstanden ist.
Land wickelte Projekte rückab
Nach ORF-Informationen hat das Land Oberösterreich inzwischen drei Projekte rückabgewickelt. Dabei sollen Fördergelder mithilfe gefälschter Rechnungen und erfundener Leistungen erschlichen worden sein. Insgesamt musste das Mühlviertler Kernland deshalb bereits rund 236.000 Euro an das Land zurückzahlen.
Beim bevorstehenden Prozess gegen die frühere LEADER-Managerin will der Verein nun die gesamte Summe als Schadenersatz geltend machen. Ein Prozesstermin steht derzeit noch nicht fest.
