Mambo
| Mambo | |
|---|---|
| Technik: | Latein |
| Art: | Paartanz, Gesellschaftstanz |
| Musik: | Mambo, Salsa |
| Taktart: | 4/4-Takt |
| Tempo: | 44–62 TPM |
| Herkunft: | Kuba, New York |
| Entstehungszeit: | ~1930 |
| Liste von Tänzen | |
Mambo bezeichnet einen Musikstil, der sich nach 1930 in Kuba entwickelt hat, und den dazugehörigen Tanz, der parallel zur Musik entstand.
Den Begriff Mambo verwendete erstmals 1938 Orestes López (Israel „Cachao“ López’ Bruder) als Titel eines Stückes. Ursprünglich bezeichnete das vermutlich kreolische Wort ein „religiöses Gespräch“ (insbesondere ein Gebet) oder eine heilige Handlung. Es stammt aus dem afrikanisch geprägten Kuba.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Mambo ist das Ergebnis der Mischung von Son und Danzón. Obwohl das oben genannte Stück den Titel Mambo trägt, war es ein Danzón, der um einen Refrain ergänzt worden war. Den ersten echten Mambo schuf Dámaso Pérez Prado. Er benutzte den Montuno und entfernte daraus Elemente des Ritmo-Nuevo. Dadurch konnte sich der neu definierte Mambo freier entfalten und individueller interpretiert werden. Doch dieser Stil blieb nicht lange bestehen.
Durch die Übersiedlung vieler Süd- und Mittelamerikaner während des Zweiten Weltkriegs in die USA, speziell nach New York City, kam es schnell zu einer Vermischung aus kubanischen Rhythmen und dem Jazz. Folglich beeinflusste der Jazz nun auch den Mambo und verlieh ihm seine besondere, bis heute erhaltene Note. Als wichtigste Gemeinsamkeit dürfen die Synkopierung der Musik sowie die Betonung der Schläge zwei und vier eines Taktes angesehen werden.
Mitte der 1950er Jahre erreichte der neue New Yorker Mambo auch Europa, wo er sich schnell einer großen, jedoch kurzlebigen Beliebtheit erfreute. Den Durchbruch hat er dem Titel Qué rico el Mambo von Pérez Prado zu verdanken, der die Charts im Sturm eroberte. Dieser Erfolg war jedoch nicht von Dauer. Da Musik und Tanz rhythmisch sehr kompliziert sind, verdrängten die einfacheren Musikstile und Tänze Cha-Cha-Cha und Rumba den Mambo schnell, und er geriet bald wieder in Vergessenheit.
Ende der 1990er und Anfang der 2000er-Jahre erlebte der Mambo ein Comeback, ausgelöst durch den Hit Mambo No. 5 von Lou Bega, eine Coverversion eines Mambo-Hits aus den 1950ern. Im Fahrwasser dieses Hits gelangten bis in die frühen 2000er weitere Mambo-Titel - ebenfalls fast ausnahmslos Cover von 1950er- und 1960er-Jahre-Mambo-Hits - in die Charts, so z. B. Mahna Mahna von Mr. Mo und Chihuahua von DJ Bobo.
Der Tanz Mambo gehört nicht zum Welttanzprogramm, weshalb er nicht zum normalen Kursangebot einer Tanzschule gehört.
Mambo in Film und TV
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gesellschaftsfähig und bekannt wurde der Mambo durch Auftritte Pérez Prados in mexikanischen Rumbera-Filmen mit Stars wie María Antonietta Pons oder Ninon Sevilla.
- Captain Picard aus der Serie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert ist begeisterter Mambo-Tänzer.
- 1992 erschien der Film The Mambo Kings.
- Der Film Mean Guns aus dem Jahr 1998 mit Darsteller Ice-T ist auch mit Mambo hinterlegt.
- Im Film Dirty Dancing (1987) wird in einem Tanzwettbewerb Johnny’s Mambo gespielt und dazu von Patrick Swayze und seiner Tanzpartnerin getanzt.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Mambo Repräsentative Musiker, Alben, Musik-Clips (englisch)
- Mambo Lilia Prado im Film Pobre Corazón (1950)
- Mambo Documentary directed by Yves Billon. zaradoc.com, abgerufen am 31. Mai 2017 (europäisches Spanisch).
