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Andreas H. Fleischer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Andreas H. Fleischer (* 2. September 1953 in Zschopau) ist ein deutscher Holz-Designer.

Fleischer absolvierte von 1970 bis 1972 in Seiffen eine Lehre als Facharbeiter für Holzspielzeug. 1972/1973 besuchte er die Arbeiter- und Bauernfakultät Freiberg, wo er das Abitur erwarb. Danach leistete er seinen Wehrdienst, was regelmäßig Voraussetzung für eine Zulassung zum Studium war, und von 1975 bis 1980 studierte er Formgestaltung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein bei Lothar Zitzmann und Erwin Andrä. Für das Diplom entwarf er, betreut von Erika Prinz (* 1948), u. a. ein Wasserfahrzeug für die Bewegungstherapie cerebralgeschädigter Kinder.[1]

Ab 1980 arbeitete Fleischer als Formgestalter im VEB VERO Olbernhau, dann als freischaffender Designer in Karl-Marx-Stadt und jetzt mit einem Design-Atelier in Gornau-Witzschdorf.

Er gestaltete anfangs insbesondere Holz-Spielzeug, Lehr- und Lernmittel, später auch Spielplätze und Holzskulpturen. Mit renommierten Herstellern entstanden so Figuren, von denen einige die Auszeichnung „Tradition & Form“ des Verbands Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. oder 1993 den German Design Award erhielten. Fleischer „steht beispielhaft für die Entwicklung von traditioneller Holzkunst bis hin zu moderner Gestaltung.“[2]

Fleischer war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. In der Zeit der DDR nahm er u. a. am 1. Designfestival Osaka (Osaka Design Week), 1982/1983 und 1987/1988 in Dresden an der IX. und X. Kunstausstellung der DDR und 1983 in Göttingen an Kunsthandwerk aus der DDR. Textilgestaltung – Holzgestaltung teil.

Von 1997 bis 2001 entwickelte Fleischer maßgeblich die Lehrproduktion für die Ausbildung der Holzspielzeugmacher in der Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule Seiffen. Von 1998 bis 2014 war er Mitglied der Jury der Auszeichnung „Tradition & Form“.

Fleischer ist verheiratet und Vater von 2 Kindern.

Einzelnachweise

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  1. Angela Dolgner (Hrsg.): Burg Giebichenstein. Die hallesche Kunstschule von den Anfängen bis zur Gegenwart. Halle/Saale, 1993, S. 490
  2. Andreas H. Fleischer – Botschafter des Erzgebirges. Abgerufen am 11. August 2026 (deutsch).