![]() Nr.15/05 14.4.2005 |
"Wir waren drei Ärzte, die im Jahre 1939 nach China reisten ..."
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Vor 50 Jahren, im April 1955, starb der österreichische Arzt und
Schriftsteller Fritz Jensen. Er wurde nur 52 Jahre alt - der kommunistische Revolutionär fiel einem Bombenattentat zum Opfer, von dem der neuseeländische Revolutionär Rewi Alley berichtete: "Ich dachte an unseren Arzt, Fritz Jensen, der in Spanien für die Revolution gekämpft hatte und anschließend hierher kam und unser Krankenhaus leitete. Er starb bei einem Sabotageanschlag auf das Flugzeug ,Kaschmir-Prinzessin`, als er mit anderen Berichterstattern zur ersten Bandung-Konferenz fliegen wollte." (Rewi Alley, "Quer durch China", Verlag Neuer Weg, 1977, S. 223/224) In der indonesischen Stadt Bandung, versammelten sich vom 18.-24. April 1955 die Repräsentanten aus 29 Staaten Afrikas und Asiens mit zusammen 1140 Millionen Menschen - größtenteils ehemalige Kolonien, die ihre Selbständigkeit erreicht hatten. (siehe: REVOLUTIONÄRER WEG 25, S. 62 und 167) Für Fritz Jensen war die Unterstützung dieses antiimperialistischen Kampfes eine Herzensangelegenheit. Er hatte auf der Seite der spanischen Republik in den 1930er Jahren gegen den von Hitler unterstützten Franco-Faschismus gekämpft und hatte danach an der chinesischen Revolution teilgenommen. Sein Leben war geprägt vom Dienst an der Revolution und vom Dienst für das Volk. In dem 1950 in der DDR erschienenen Buch "China siegt" schrieb er einleitend: "Wir waren drei Ärzte, die im Jahre 1939 nach China reisten, um als Vortrupp einer Gruppe von sechszehn, eine logische Fortsetzung des Kampfes zu finden, der mit dem spanischen Bürgerkrieg ein vorläufiges Ende gefunden hatte. China lehrte mich verstehen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Im China Tschiang Kai Scheks, im feudalen China, bekam ich einen Anschauungsunterricht unserer eigenen Vergangenheit; im Gebiet der Neuen Demokratie, in den Befreiten Gebieten, in dem Gebiet der Kommunistischen Partei und Mao Tse tungs traf ich die Menschen unserer eigenen Zukunft: Millionen von Arbeitern, Bauern und Soldaten, die trotz ihrer noch nicht überwundenen materiellen Armut auf einer so hohen Stufe des politischen Bewußtseins geeint waren, daß sich daneben die hygienische, selbstherrliche und trotzdem panisch ratlose Lebens weise des europäischen Bürgertums und seiner arbeiteraristokratischen Mitläufer wie grauestes Mittelalter ausnimmt." (S. 9) Fritz Jensen war ein Intellektueller, der bewusst und bereitwillig von den einfachen Menschen lernen wollte. Das kommt in seinem Buch in bewegender Weise zum Ausdruck: "Vieles, was in meiner Heimat gang und gäbe ist ... war dort noch Zukunftsmusik. Aber es war die Musik einer Zukunft, die gesichert ist, einer Zukunft, der das Volk mit Riesenschritten entgegengeht. Trotz der Reste feudaler Armut waren diese neugegründeten Staatswesen, die befreiten Provinzen Chinas, eine Schule der Gesinnung, von der meine Heimat vieles lernen könnte und in der meine Reifeprüfung zu bestehen mein höchster Ehrgeiz wurde. In den Köpfen dieser Bevölkerung gibt es keinen Zweifel über die Natur des Imperialismus; die Soldaten dieser Armeen wissen, wofür sie kämpfen - und sie haben eine klare Vorstellung von der Verbundenheit ihres Kampfes mit jenem der Arbeiter in Europa und in Amerika. In dieser Beziehung gehören sie zu den fortgeschrittensten Kräften der Welt ... Sie sind Brüder jener Arbeiter und Bauern, welche die Volksdemokratien Europas bauten, die Schüler Marx', Lenins, Stalins und Mao Tsetungs. Sie stehen auf vorgeschobenem Posten in der Vorhut der demokratischen Welt. Sie stehen bewußt für etwas, das besser und fortgeschrittener ist als der westliche Kapitalismus ... Mein Bericht von ihrem Kampf ist der Versuch, einen kleinen Teil des Dankes an diejenigen abzustatten, an deren Beispiel von selbstlosem Opfermut, unbeugsamen Kampfwillen und durchdringender Erkenntnis ich so viel lernen durfte." (S. 19/20) Genossen wie Fritz Jensen haben uns auch heute noch viel zu sagen - sein Buch "China siegt" ist antiquarisch günstig erhältlich, zum Beispiel über rf-news bei abebooks.de! (dk) Bei Bestellung über www.rf-news.de bekommt rf-news eine Gutschrift, die hilft, unser Nachrichtenportal zu finanzieren. Den Besteller des Buches kostet das keinen Cent zusätzlich. über www.rf-news.de |
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