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Himbeere

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Himbeere (Deutsch)

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Singular Plural
Nominativ die Himbeere die Himbeeren
Genitiv der Himbeere der Himbeeren
Dativ der Himbeere den Himbeeren
Akkusativ die Himbeere die Himbeeren
BERJAYA
[1] eine Himbeere mit Früchten
BERJAYA
[2] eine geerntete Himbeere

Worttrennung:

Him·bee·re, Plural: Him·bee·ren

Aussprache:

IPA: [ˈhɪmˌbeːʁə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Himbeere (Info)

Bedeutungen:

[1] Botanik: sommergrüner Halbstrauch mit unpaarig gefiederten Laubblättern, weißlichen Blüten und roten Sammelsteinfrüchten [1]
[2] Biologie, Taxonomie: Art der Familie Rosengewächs
[3] Lebensmittel, Obst, aus Anbau oder Wildsammlung: reife Früchte zum Rohverzehr oder gekocht zu Marmelade oder Kompott

Herkunft:

mittelhochdeutsch „hintber“, althochdeutsch „hintperi“ (aus „hint“ „Hinde, Hirschkuh“ und „peri“ „Beere“), westgermanisch „*hinda-basja-“ „Himbeere“. Das Wort ist seit dem 10. Jahrhundert belegt.[2]

Synonyme:

[1] Himbeerstrauch; wissenschaftlich: Rubus idaeus
[3] Hintperi, Mollbeere

Oberbegriffe:

[1] Halbstrauch
[2] Bedecktsamer, Rosenartige, Rosengewächse
[3] Wildfrucht; botanisch: Sammelsteinfrucht, Frucht; kulinarisch: Beere, Obst

Unterbegriffe:

[1] Gartenhimbeere, Waldhimbeere
[2] Sommerhimbeeren, Herbsthimbeeren (Cultivargruppen)

Beispiele:

[1] Wilde Himbeeren sind im gemäßigten bis borealen Klima in Europa an sonnigen bis halbschattigen Standorten weit verbreitet.
[2] Neben den Cultivargruppen gibt es bei den Himbeeren einige Unterarten.
[3] Im Herbst, nach der Ernte der Himbeeren, werden bei Sorten der Sommerhimbeeren die abgetragenen Ruten bodennah abgeschnitten, neue Ruten sind inzwischen bereits nachgewachsen und versprechen die Ernte im nächsten Jahr.
[3] In dieser Jahreszeit nehme ich Himbeeren ins Müesli.
[3] „Ich weiß nicht mehr, wie lange er auf dem Darß blieb, aber wir gingen noch oft zum Schwimmen und noch oft in den Wald, nicht nur wegen der Tierspuren, sondern auch, um Blaubeeren und wilde Himbeeren zu sammeln.“[3]
[3] „Bald fand ich Himbeeren, Walderdbeeren und auch Pilze.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] in die Himbeeren gehen, Rutenkrankheit der Himbeere
[2] süß oder zart wie Himbeeren, Vanilleeis mit heißen Himbeeren

Wortbildungen:

[1] Himbeeranbau, Himbeergestrüpp, Himbeerrute, Himbeerstrauch, Himbeerwald
[2] himbeerfarben, himbeerrot, himbeersüß
[2] Goldene Himbeere, Himbeercreme, Himbeerduft, Himbeereis, Himbeerenzeit, Himbeerernte, Himbeeressig, Himbeergeist, Himbeergelee, Himbeergeschmack, Himbeerkompott, Himbeerkonfitüre, Himbeerlese, Himbeerlikör, Himbeermarmelade, Himbeermilch, Himbeerpflanze, Himbeerpudding, Himbeerquark, Himbeersaft, Himbeersirup, Himbeersoße, Himbeersuche, Himbeersüße, Himbeerspeise
[?] Himbeerbubi, Himbeertoni[5]

Übersetzungen

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[1–3] Wikipedia-Artikel „Himbeere
[1, 3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Himbeere
[3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Himbeere
[1, 3] Duden online „Himbeere
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalHimbeere

Quellen:

  1. Dornseiff, Franz, Der deutsche Wortschatz nach Sachgruppen, Walter de Gruyter & Co, Berlin, 1954
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Himbeere“, Seite 412.
  3. Cornelia Schmalz-Jacobsen: Russensommer. Meine Erinnerungen an die Befreiung vom NS-Regime. C. Bertelsmann, München 2016, ISBN 978-3-570-10311-1, Seite 69.
  4. Yves Buchheim, unter Mitarbeit von Franz Kotteder: Buchheim. Künstler, Sammler, Despot: Das Leben meines Vaters. Heyne, München 2018, ISBN 978-3-453-20197-2, Seite 189.
  5. Gröger, Frieder, Pilze und Wildfrüchte, Verlag für die Frau DDR, Leipzig, 1978