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Indiumtrihydrid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kristallstruktur
Struktur von Indiumtrihydrid
_ In3+ 0 _ H
Allgemeines
Name Indiumtrihydrid
Andere Namen

Indan

Verhältnisformel H3In
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 15060-45-4
PubChem 24000
ChemSpider 22435
Wikidata Q4138049
Eigenschaften
Molare Masse 117,84 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Indiumtrihydrid ist eine instabile chemische Verbindung aus Indium und Wasserstoff. Während die freie Verbindung nur unter extremen Bedingungen erhalten werden kann, sind diverse Komplexe deutlich stabiler.

Indiumtrihydrid kann durch Reaktion von Indium- und Wasserstoffatomen (durch Mikrowellenentladung aus molekularem Wasserstoff) in einer Argonmatrix hergestellt werden.[2] Bei der Reaktion bilden sich aus InH-Intermediaten zunächst In2H6-Dimere, die zu einer polymeren, festen Struktur weiterreagieren.[3]

Durch Infrarotspektroskopie konnte in festem Indiumtrihydrid eine polymere Struktur nachgewiesen werden, die der von Aluminiumhydrid entspricht.[3]

Durch Komplexierung kann Indiumtrihydrid stabilisiert werden, beispielsweise ist ein Komplex mit dem Carben 1,3-Diisopropyl-4,5-dimethyl-4-imidazolin-2-yliden als Feststoff bis −5 °C stabil.[4] Weiterhin ist ein Komplex mit zwei Molekülen DABCO bekannt, der bis etwa 0 °C stabil ist. Besonders stabil sind Komplexe mit Phosphanen wie Triphenylphosphan, Tricyclohexylphosphan oder Tricyclopentylphosphan. Am stabilsten ist ein 1:1-Komplex mit Tricyclohexylphosphan, der sich erst bei 50 °C zersetzt und bei normalen Umgebungsbedingungen über 24 Stunden stabil bleibt.[5]

Einzelnachweise

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  1. Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. P. Pullumbi, Y. Bouteiller, L. Manceron, C. Mijoule: Aluminium, gallium and indium trihydrides. an IR matrix isolation and ab initio study. In: Chemical Physics. Band 185, Nr. 1, Juli 1994, S. 25–37, doi:10.1016/0301-0104(94)00111-1.
  3. 1 2 Lester Andrews, Xuefeng Wang: Infrared Spectra of Indium Hydrides in Solid Hydrogen and of Solid Indane. In: Angewandte Chemie. Band 116, Nr. 13, 2004, S. 1738–1741, doi:10.1002/ange.200353216.
  4. Simon Aldridge, Anthony J. Downs: Hydrides of the Main-Group Metals: New Variations on an Old Theme. In: Chemical Reviews. Band 101, Nr. 11, 1. November 2001, S. 3305–3366, doi:10.1021/cr960151d.
  5. Cameron Jones: The stabilisation and reactivity of indium trihydride complexes. In: Chemical Communications. Nr. 22, 7. November 2001, S. 2293–2298, doi:10.1039/b107285b.