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Stützen des russischen Regimes Die Frauen hinter Putin
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Kurz vor dem Einmarsch in die Ukraine rief Putin seinen Nationalen Sicherheitsrat zusammen. Der russische Präsident saß hinter einem Schreibtisch, die anderen wie Kinder auf zu großen Stühlen. Vor laufender Kamera forderte er einen nach dem anderen auf, ihm zu sagen, was sie davon hielten, die Unabhängigkeit der ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk anzuerkennen und »Friedenstruppen« zu schicken. Einige waren begeistert, andere stotterten. Die einzige Frau im Raum ging selbstbewusst zum Rednerpult.
Walentina Matwijenko, Vorsitzende des russischen Föderationsrates, behauptete, dass ein Marionettenregime die Ukraine regiere, dass es für »Völkermord« und mysteriös verbrannte Leichen in Odessa verantwortlich sei. Sie schloss mit einer Bitte an Putin: »Ich glaube, dass es an der Zeit ist, eine Entscheidung zu treffen. Es wäre unmoralisch, weiter darüber zu diskutieren und es in die Länge zu ziehen.« Die Frau, die selbst in der Ukraine geboren wurde, forderte den Präsidenten de facto auf, in ihr Heimatland einzumarschieren.
Krieg gilt gemeinhin als Männersache. Die russische »Sonderoperation« wirkt bisweilen wie eine Show des Wladimir Putin und seiner Warlords. Doch es sind Frauen, die dem Krieg gegen die Ukraine besondere Legitimation verleihen. Die französisch-russische Historikerin Galia Ackerman, Mitherausgeberin und Autorin des »Schwarzbuch Putin«, kann gleich eine ganze Reihe von Persönlichkeiten aufzählen, die dem Regime eine starke Stütze sind. »Einige haben über Jahre dazu beigetragen, ein stalinistisches Klima im Land zu erzeugen.« Inzwischen aber seien es sogar Soldatenmütter, die auf Putins Seite stehen und damit großen Einfluss auf die russische Gesellschaft hätten.
