Morgendliches Treiben auf dem Blumenmarkt in Bangalore
Foto: Mahesh Shantaram / DER SPIEGELDie neue Supermacht Indien hat jetzt 1.425.775.850 Einwohner – mehr als China
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Es wäre nicht das erste Mal, dass sich die Ordnung der Welt neu sortiert und der Milliardär Nandan Nilekani dabei die Grenzen verschiebt.
Er hat mit seiner Firma am eigenen Leib erlebt, wie sich Aufstieg anfühlt. Und wenn es nach ihm geht, wird sich das Wunder schon bald wiederholen. Aber diesmal für sein ganzes Land. Er sagt: »Ich habe lange keine solche Euphorie erlebt.«
Die rechte Linke
Sahra Wagenknecht war immer Einzelkämpferin, ungewollt und umstritten auch in ihrer Partei, trotz ihrer Popularität. Nun erwägt sie, eine neue Partei zu gründen, und hat eine Wählerschaft im Auge, die sich nicht mehr gehört fühlt. Dabei bewegt sie sich geschickt zwischen links und rechts.
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Nilekani, 67, sitzt im Besprechungszimmer seiner Stiftung in Bangalore. Drinnen ist es kühl und ruhig. Draußen drängen sich Autos und Mopeds aneinander. Binnen zwanzig Jahren hat sich die Einwohnerzahl der südindischen Metropole auf geschätzte 13 Millionen Menschen verdoppelt. Fast jede große Techfirma betreibt heute hier ein Büro, glitzernde Bauten stehen zwischen Palmen. Bangalore ist der Inbegriff von Outsourcing und Globalisierung. IT-Firmen, Callcenter – Hunderttausende Jobs, die in den USA und Europa in den Neunzigerjahren verschwanden, tauchten an diesem Ort wieder auf.
Es waren Menschen wie Nilekani, die daran verdienten. Vor mehr als 40 Jahren gründete er mit Kollegen und 250 Dollar Infosys. Die IT-Firma beschäftigt heute mehr als 340.000 Mitarbeiter und generiert einen Umsatz von rund 18 Milliarden Dollar. Einer der Mitgründer ist der Schwiegervater des britischen Premiers Rishi Sunak.
