Präsidentschaftskandidat Trump im Juni beim Wahlkampf in Wisconsin: Der Plan für sein Comeback – Rache
Foto: Scott Olson / Getty ImagesKampf ums Weiße Haus Auf dem Weg in die Trump-Diktatur?
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Vielleicht kann Paul Starobin am ehesten erklären, was in den USA vor sich geht. Er ist 66 Jahre alt und hat sein ganzes Leben lang als Journalist gearbeitet, ein paar Jahre davon als Korrespondent in Moskau. Ende 2023 hat er sich ein Feriendomizil in Umbrien gekauft, nichts Großes, nur ein Appartment für sich und seine Frau. Es habe damals noch keine politischen Gründe gegeben, erzählt Starobin. Immobilien in Italien seien einfach deutlich billiger als in Arizona, wo er sich ebenfalls umgeschaut habe. Aber jetzt, da Donald Trump womöglich ins Weiße Haus zurückkehrt, sei der Gedanke, eine Zuflucht in Europa zu haben, sehr beruhigend.
Auf dem Weg in die Trump-Diktatur?
Erst blamierte sich US-Präsident Joe Biden im TV-Duell als verwirrter Greis, dann verlieh der Supreme Court seinem Herausforderer Donald Trump weitreichende Immunität vor Strafverfolgung. Nun ist Trump einer Rückkehr an die Macht so nah wie nie. Er würde das Land radikal verändern.
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»Es geht nicht nur darum, dass Trump wiedergewählt werden könnte«, sagt Starobin. »Es geht darum, dass er die Verfassung demontieren will. All diese verrückten Pläne, die Leute ins Gefängnis zu werfen, von denen er glaubt, sie seien hinter ihm her.« Starobin rechnet noch immer nicht mit dem Schlimmsten. Aber als er im März einen Artikel mit dem Titel »Flucht aus dem Trumpland« veröffentlichte, bekam er eine Ahnung davon, wie die Stimmung in seiner Heimat aussehen könnte, sollten der Ex-Präsident und seine Leute erneut die Macht übernehmen. »Wäre toll, wenn mehr gehen würden. Dann gäbe es weniger linke Scheißtypen in Amerika«, schrieb ihm ein Trump-Fan. Ein anderer: »Meine Mutter sagte immer: ›Pass auf, dass du nicht die Klinke in den Arsch kriegst, wenn du die Tür hinter dir zuziehst‹«.
