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Personalie im Weißen Haus Trump ernennt Schwiegervater seiner Tochter zum Nahost-Berater

In seiner ersten Amtszeit hatte Donald Trump seinen Schwiegersohn mit dem Nahen Osten betraut. Nun nominiert der designierte US-Präsident den Geschäftsmann Massad Boulos – auch er gehört zur Familie.
Boulos und Trump: »Guter Verhandlungsführer«
Boulos und Trump: »Guter Verhandlungsführer«

Boulos und Trump: »Guter Verhandlungsführer«

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Julia Demaree Nikhinson / AP

Das schwierige Feld der Nahostpolitik legt der designierte US-Präsident Donald Trump erneut in die Hände eines Familienmitglieds. Am Sonntag gab Trump bekannt, dass er den aus dem Libanon stammenden Geschäftsmann Massad Boulos für diese Rolle nominiert habe. »Ich bin stolz, bekannt geben zu können, dass Massad Boulos als leitender Berater des Präsidenten für arabische und nahöstliche Angelegenheiten dienen wird«, erklärte Trump in seinem Onlinenetzwerk Truth Social.

Boulos ist der Schwiegervater von Trumps Tochter Tiffany. Er hatte Trump bereits im Wahlkampf unterstützt und vor allem um Stimmen arabischstämmiger und muslimischer Wählerinnen und Wähler geworben. Viele von ihnen sind unzufrieden mit der Nahostpolitik von US-Präsident Joe Biden, insbesondere mit dessen unverminderter Unterstützung für Israel im Angesicht des Gazakrieges.

Während Trumps erster Amtszeit als Präsident hatte sein Schwiegersohn Jared Kushner sich auf diesem Gebiet versuchen dürfen. Kushners Familie soll mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu befreundet sein. Am Samstag hatte Trump bereits den Vater von Jared Kushner, den Immobilienmogul Charles Kushner, zum neuen US-Botschafter in Paris ernannt.

Anwalt und Geschäftsmann

Zur Personalie Boulos erklärte Trump, dieser sei ein versierter Anwalt, ein hochangesehener Geschäftsmann und habe auch internationale Erfahrung. »Massad ist ein guter Verhandlungsführer und ein unerschütterlicher Befürworter von Frieden im Nahen Osten«, fügte Trump hinzu. »Er wird ein starker Verteidiger der Vereinigten Staaten und ihrer Interessen sein.«

Auf den Geschäftsmann kommt nun eine schwierige Aufgabe zu: Die USA und mehrere andere Länder versuchen seit Monaten vergeblich, eine Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen zu erreichen. Die erst vor wenigen Tagen in Kraft getretene Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon wird immer wieder gebrochen – und im Nachbarland Syrien haben Dschihadisten eine neue Großoffensive gegen die Regierungstruppen von Machthaber Baschar al-Assad gestartet.

boy/AFP