Herzlich willkommen auf den Internetseiten der Stiftung
für das sorbische Volk!
Seit Abschluss der Strukturdebatte zu allen sorbischen
Einrichtungen Anfang 2011 liegen zahlreiche Analysen, Konzepte
und Arbeitsgruppenberichte vor. Rückblickend aber waren die
beschlossenen Strukturänderungen in der vergangenen
Legislaturperiode eher davon geprägt, innerhalb eines Jahr für
Jahr enger werdenden finanziellen Rahmens Kosten zu sparen.
Der fehlende finanzielle Spielraum erlaubte kaum eine inhaltliche
Gestaltung.
Die langwährende Erwartung insbesondere der sorbischen Vertreter im Stiftungsrat an die Zuwendungsgeber, bis zum Herbst 2015 ein neues Finanzierungsabkommen zu verabschieden, welches die Ausstattung der Stiftung für das sorbische Volk in auskömmlicher Höhe sichert, hat sich erfüllt. Am 15. Februar 2016 unterzeichneten der Bundesinnenminister und die Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg und des Freistaates Sachsen das Dritte Abkommen zur Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk. Damit ist vorerst Planungssicherheit für die geförderten Institutionen, deren Personalkosten tarifbedingt stetig steigen, erfüllt und der Handlungsspielraum für die Förderung von Projekten und die Bewältigung anstehender Herausforderungen wieder etwas größer geworden.
Eine zentrale Aufgabe der Stiftung und ihrer Gremien bleibt weiterhin die Stärkung der sorbischen Sprache und Identität, wie es der Stiftungszweck formuliert. Begleitet wird sie von der intensiven Stärkung der Basis- und Projektarbeit. Anhand klarer Prioritäten, vorliegender Konzepte und bekannter Bedarfe gilt es, die bestehende Förderung zu stabilisieren. Grundsätze dabei bleiben die effektive und effiziente Verwendung der Fördermittel, ein bedarfsorientiertes Management der Ressourcen und die Überprüfung der Wirksamkeit von Fördermaßnahmen.
Gezielt arbeiten wir am vielversprechenden Großprojekt „Sorbische Sprache in den Neuen Medien”, wofür uns Bund und Länder gemeinsam für das Haushaltsahr 2017 zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen wollen.
Die Kommunikation zwischen den sorbischen Vertretern im Stiftungsrat und den geförderten Institutionen und Projektträgern soll weiter ausgebaut und dialogorientiert und regelmäßig stattfinden. Ebenso steht der enge Austausch mit anderen Entscheidungsgremien der Lausitzer Sorben und der Region weiterhin an der Tagesordnung.
Ich wünsche mir, den Stiftungsgremien und den Mitarbeitern in der Verwaltung Kraft für die Arbeit, Mut für schwierige Entscheidungen, Besonnenheit für die Meinungsbildung und Inspiration für zukunftsorientierte Vorschläge.
Es grüßt herzlichst
Jan Budar
Direktor der Stiftung für das sorbische Volk