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Verlag Traugott Bautz
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MEISER, Hans, lutherischer Theologe und Landesbischof, * 16.2. 1881 in Nürnberg als Sohn des Kaufmanns Georg M. und seiner Ehefrau Betty, geb. Munker, � 8.6. 1956 in München. - M. besuchte das Melanchthon-Gymnasium in Nürnberg und belegte zu Beginn seines Studiums in München 1899/1900 die Fächer Volkswirtschaft, Psychologie und Philosophie; in den folgenden Jahren hörte er Theologie vor allem in Erlangen, zeitweise auch in Berlin und Halle. Die akademischen Lehrer Martin Kähler (Biblische Theologie), Theodor Zahn (Neues Testament) und Karl Müller (Reformierte Theologie) haben ihn beeindruckt, das an der Universität Erlangen vertretene konfessionelle Luthertum hat ihn geprägt; von den Auseinandersetzungen über den theologischen Liberalismus wurde er, anders als manch einer seiner Kommilitionen und Amtsbrüder, weder in der Ausbildungszeit noch als junger Pfarrer berührt. Auf den Militärdienst (1904/05), aus dem er als Sanitätsunteroffizier verabschiedet wurde, folgte im Herbst 1905 die Ordination in Bayreuth. Die Vikariatszeit absolvierte M. in Diaspora- und Vorstadtgemeinden in Weiden in der Oberpfalz, Haßfurt und Würzburg; das zweite Examen legte er 1909 ab. 1911 heiratete er Elisabeth geb. Killinger (vier Kinder) und übernahm in seiner Heimatstadt das neugeschaffene Amt eines hauptamtlichen Vereinsgeistlichen des Landesvereins für Innere Mission. In dieser Funktion widmete er sich mit großem persönlichen Einsatz der Aufgabe, die bislang von unterschiedlichsten Trägern betriebene evangelische �Liebestätigkeit� zusammenzufassen und die Innere Mission enger als bisher an die bayerische Landeskirche zu binden; dabei engagierte er sich insbesondere auf den Arbeitsfeldern Erziehung, Jugendfürsorge, Öffentlichkeitsarbeit, Apologetik und Volksmission und übte damit jene praktischen Tätigkeiten aus, die seinem Amtsverständnis entsprachen: in sozialer Verantwortung praktische Hilfe zu leisten und missionarisch tätig zu werden. Erstrebenswertes Ziel aller kirchlich-sozialen Arbeit war für ihn letztlich eine klassenüberwindende Volksgemeinschaft. Es kam nicht von ungefähr, daß M. 1929 im Nebenamt den Vorsitz der bayerischen Gruppe des Kirchlich-sozialen Bundes übernahm und in dieser Eigenschaft seit 1932 auch dessen Hauptvorstand angehörte. Bei aller parteipolitischen Zurückhaltung in der Öffentlichkeit gehörte seine Sympathie wohl dem (1929 von der Deutschnationalen Volkspartei abgespaltenen) Christlich-sozialen Volksdienst. Nach kurzem Dienst als Feldlazarettgeistlicher in Frankreich wurde er im Januar 1915 dritter Pfarrer in München (St. Matthäus); seit 1917 stand er zudem der Diakonissenanstalt in München vor. Der in München bald geachtete junge Pfarrer stellte sich in der Umbruchssituation nach dem Sturz der Monarchie den Gegenwartsaufgaben und verhandelte namens seiner Kirche mit dem zuständigen Minister der neuen Regierung über die Wünsche und Bedürfnisse der Protestanten in Bayern. Eine willkürliche Geiselnahme M.s durch kirchenfeindliche Kräfte aus dem Umfeld der Räteregierung im Frühjahr 1919 endete glimpflich mit der Freilassung. 1920 entsandte der Dekanatsbezirk München M., der im selben Jahr die Stelle des ersten Pfarrers in der neu errichteten Gemeinde München-Sendling (Himmelfahrtskirche) antrat, als geistlichen Abgeordneten zu den Beratungen der verfassungggebenden Generalsynode; bis 1922 gehörte er anschließend dem Landessynodalausschuß an. Im selben Jahr kehrte er als Mitbegründer und erster Direktor des neuen Predigerseminars nach Nürnberg zurück und widmete sich in amtsbrüderlicher Verbundenheit der praktischen Ausbildung der Kandidaten. Mit der Errichtung einer �Sammelstelle für landeskirchliches Schrifttum� tat er dort auch den ersten Schritt für die spätere Gründung des noch heute in Nürnberg ansässigen Landeskirchlichen Archivs. Von 1928 an übernahm er, wiederum in München, als Oberkirchenrat im Landeskirchenrat kirchenleitende Funktionen; in seine Verantwortung fielen das Schulwesen und die theologischen Prüfungen sowie der Kontakt zur Inneren Mission und zu den staatlichen Behörden. 1930 verlieh ihm die Universität Erlangen den theologischen Ehrendoktor. Die Aufbruchsstimmung in der deutschen evangelischen Kirche im Zusammenhang mit der sog. Machtergreifung Adolf Hitlers machte vor der bayerischen Landeskirche nicht halt. Am 12. April 1933 wurde M. zum Stellvertreter des aus bayerischen Pfarrerkreisen vorzeitig zum Rücktritt gedrängten Kirchenpräsidenten Friedrich Veit bestellt; am 4. Mai wählte ihn die Synode mit der Bezeichnung Landesbischof zu dessen Nachfolger. Am 11. Juni erfolgte in Nürnberg unter starker Beteiligung von Partei und Staat die öffentliche Amtseinführung; noch war der Optimismus weit verbreitet, daß nationalsozialistische Weltanschauung, deutschchristliche Theologie und christliche Glaubensgrundlagen der evangelischen Kirche miteinander zu vereinbaren seien. Wo M. stand, konnten weder die bayerischen Pfarrer und Gemeinden noch die deutschen Kirchenführer überhören, in deren Kreis er (als reguläres Mitglied des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses und des Kirchenbundesrats) trat: das lutherische Bekenntnis war für ihn (und die von ihm geleitete Kirche) Richtschnur allen Handelns. Die damit verbundene theologische Grundauffassung bestimmte auch sein Verhältnis zur Obrigkeit, und seine Loyalität und Kompromißbereitschaft gegenüber dem nationalsozialistischen Staat (z.B. die Ablehnung der Gebetsliturgie der bruderrätlichen Bekennenden Kirche in der Tschechenkrise 1938) ist bis zum heutigen Tag Gegenstand kritischer Beurteilung. Die strenge Bindung an das lutherische Bekenntnis lieferte M. in der besonderen Situation von 1933 an aber auch Kriterien für den Umgang mit den Deutschen Christen, die sich, soweit sie bayerische Geistliche waren, zwischen 1933 und 1935 mit wenigen Ausnahmen wieder seiner Kirchenleitung unterstellten. M. hat über die Ordnung seiner Kirche stets nach sorgfältigen, dank seiner Leitungsqualität fruchtbaren Beratungen im Landeskirchenrat und Landessynodalausschuß entschieden und die ihm übertragenen besonderen Vollmachten als abwägender und eher zögernder primus inter pares benutzt. Im Rahmen der Verhandlungen über die werdende Deutsche Evangelische Kirche im Frühsommer 1933 (�Reichskirche�) gab er, wie die Mehrzahl seiner Amtskollegen, zunächst dem von Adolf Hitler protegierten deutschchristlichen Reichsbischofskandidaten Ludwig Müller seine Stimme. Als aber offenkundig wurde (sog. Sportpalastkundgebung November 1933; Eingliederung der Evangelischen Jugendwerks in die Hitlerjugend Dezember 1933; �Maulkorberlaß� des Reichsbischofs Januar 1934), daß dieser Reichsbischof das proprium der Kirche preisgab, verwahrte sich M. öffentlich gegen sein Fehlverhalten und schloß sich (nach der bald bitter bereuten Unterstützung einer letzten gemeinsamen Loyalitätserklärung der Kirchenführer zugunsten des Reichsbischof am 27. Januar 1934) in vorderster Reihe der werdenden Bekennenden Kirche an. Der Versuch des �Rechtswalters� August Jäger im Oktober 1934, den bayerischen Landesbischof abzusetzen und die Landeskirche gewaltsam in die Reichskirche einzugliedern, schlug nicht zuletzt wegen des aufstandsähnlichen Protestes des Kirchenvolkes fehl. Als angesehener Repräsentant einer sog. intakten Landeskirche und Mitglied des Reichsbruderrats (Mai 1934 - Februar 1936), Garant der von der Bekennenden Kirche herausgestellten Ersten Vorläufigen Kirchenleitung (1934-1936), Befürworter einer bedingten Zusammenarbeit mit den von Reichkirchenminister Hanns Kerrl berufenen Kirchenausschüssen (1935-1937) und einflußreicher Vertreter der Kirchenführerkonferenz setzte sich M. jahrelang mit gleichgesinnten nicht-deutschchristlichen Kollegen vergeblich für die Wiederherstellung einer verfassungsrechtlich und bekenntnismäßig geordneten DEK ein. In seiner Landeskirche war er den Geistlichen und Laien in diesen bitteren Jahren ein unermüdlicher, gemeindenaher Prediger und Seelsorger. Den deutschchristlich regierten �zerstörten� Kirchengebieten ließ er Hilfe zukommen, ihre - besonders ostpreußischen - Kandidaten wurden in der bayerischen Landeskirche geprüft. Die ganz persönlichen Bemühungen M.s um praktische und geistliche Hilfe für Einheimische, Vertriebene und Flüchtlinge nach Kriegsende bis zum Eintritt in den Ruhestand am 1. Mai 1955 sind bis heute nicht vergessen. Auf gesamtkirchlicher Ebene widmete M. von 1945 bis 1955 als Mitglied des Rates der EKD seine Kraft dem Auf- und Ausbau der Evangelischen Kirche in Deutschland. Doch in allem, was M. für die evangelische Kirche insgesamt tat, verfolgte er konsequent und unbeirrt das Wunschziel seines Lebens: den Zusammenschluß der deutschen lutherischen Kirchen auf der Grundlage eines Kanons fest vereinbarter Bekenntnisschriften zu einer lutherischen Kirche. 1933 hieß das zunächst, dem Luthertum in der umzugestaltenden kirchlichen Landschaft auch einen angemessenen verfassungsrechtlichen Platz zu erstreiten. Bereits im Mai 1933 rief M. deshalb Vertreter lutherischer Kirchen zur Gründung eines lutherischen Zweiges innerhalb der werdenden DEK zusammen, dem er in einem Direktorium vorstand. Ungeachtet der geringen praktischen Auswirkungen der so eingeleiteten Sammlungbewegung wurde er in der Folgezeit nicht müde, den Plan auf verschiedenen Wegen zu befördern: Er aktivierte im Rahmen der Verfassungsverhandlungen für die DEK die Deutsche Lutherische Bischofskonferenz (ein bislang wenig bekanntes Anhängsel des Lutherischen Einigungswerkes) und brachte ihre Voten in die Beratungen ein; 1934 war er an der Konstituierung des (kurzlebigen) Lutherischen Rates beteiligt, und im Februar 1935 trat er für die bayerische Landeskirche dem neu gegründeten Lutherischen Pakt bei. Er war maßgeblich dafür verantwortlich, daß sich im Juli desselben Jahres erstmals Lutheraner aus nahezu allen Teilen des Reiches, darunter auch Lutheraner aus unierten Kirchen, auf dem Deutschen Lutherischen Tag in Hannover versammelten. Nachdem spätestens auf der Bekenntnissynode von Bad Oeynhausen (Februar 1936) die unüberwindlichen konfessionellen und kirchenpolitischen Meinungsunterschiede innerhalb der Bekennenden Kirche und damit auch innerhalb des lutherischen Lagers zutagegetreten waren, rief M. im Februar/März 1936 mit Gleichgesinnten den Rat der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (Lutherrat) 1936 ins Leben und übernahm im Spätherbst 1938 auch dessen Vorsitz. Dieser Lutherrat, der als eine Gründung des sog. bischöflichen Flügels der Bekennenden Kirche fast gleichzeitig mit der Gründung der Zweiten Vorläufigen Kirchenleitung des bruderrätlichen Flügels zustandekam, muß im nachhinein als die Keimzelle der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) von 1948 bezeichnet werden. Aufgrund der innerkirchlichen Differenzen, der Einengung des kirchlichen Handlungspielraumes durch Staat und Partei und der Lasten des Krieges war er allerdings über Jahre hinweg als das gewünschte Kirchenregiment kaum arbeitsfähig. Doch als �vorwärtstreibende und geistliche führende Kraft� (Brunotte), veranlaßte M., daß sich das Gremium bereits im August 1945 in Treysa wieder traf und in den folgenden Jahren über gemeinsame theologische Grundlagen und die endgültige verfassungsrechtliche Gestalt einer deutschen lutherischen Kirche beriet. M.s Wahl zum ersten Bischof der VELKD auf der ersten ordentlichen Generalsynode am 27.Januar 1949 war die Krönung eines Lebenswerks, das den �länger als ein Jahrhundert ersehnten Zusammenschluß des Luthertums zur Kirche� realisierte, wenn auch die VELKD eine �kleinlutherische� Lösung blieb. Als Mitglied des Exekutivkomitees des Lutherischen Weltkonvents seit 1933 hat M. darüber hinaus auch seinen Beitrag zur Entwicklung des internationalen Luthertums geleistet. Dank der Wertschätzung, die er im Lager der ausländischen Amtsbrüder genoß, wurde ihm zum einen Gelegenheit gegeben, unmittelbar nach Kriegsende in der Ökumene um Verständnis für die Entwicklung des deutschen Protestantismus zwischen 1933 und 1945 zu werben; zum anderen konnte er als Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees sowie Vorsitzender des Mitgliedsausschusses und Mitglied des Exekutivausschusses des 1947 in Lund gegründeten Lutherischen Weltbundes die Annäherung der deutschen und nordamerikanischen Kirchen betreiben. - In seiner 22jährigen Amtszeit hat M. Entscheidungen mitgetragen und und Entwicklungen vorangetrieben, die weit über das übliche Aufgabenfeld eines Landesbischofs hinausgriffen. Sein Kampf für den Fortbestand von Christentum und bekenntnisgebundener Kirche unter den Pressionen des nationalsozialistischen Staates ist im wesentlichen in kleineren Schriften: Kundgebungen, Predigten und Aufsätzen dokumentiert, Texten, die er, dem Gebot der Stunde folgend, verfaßte. Ein ungewöhnlich umfassendes Bild seiner Aktivitäten vermitteln darüber hinaus jedoch die Sitzungsniederschriften, die er als Teilnehmer vieler Beratungen angefertigt hat (vgl. Bibliographie: �Verantwortung für die Kirche�.)
Werke (Auswahl): Die 12. Konferenz der deutschen evang. Rettungshausverbände und Erziehungsvereine vom 24. bis 26. April 1911 in München, in: Blätter für Innere Mission (BllfIM) Nr. 10, 1911; Die Heimarbeiterinnen, in: Ebd. Nr. 15 und 16, 1911; Die Lage unserer Rettungshäuser, in: Ebd., Nr. 17 und 18, 1911; Evangelischer Preßverband für Bayern, in: Ebd. Nr. 22, 1911; Der Kampf um die Jugend, in: Ebd., Nr. 3, 1912 Nürnberg; Das Löhehaus für evangelische Jugendpflege in München, in: Ebd. Nr. 6, 1912; Wortverkündigung durch Laien, in: Ebd. Nr.8, 1912; Verband evangelischer Erziehungsanstalten in Bayern, in: Jahresbericht des Landesvereins für Innere Mission in Bayern für das Jahr 1912; Heraus aus der Kirche? Referat über die Abwehrversammlungen gegen das Komitee Konfessionslos in Nürnberg, in: BllfIM Nr. 1, 1913 (Beilage); Gemeinschaft des Geistes, in: Ebd. Nr. 1, 1914; Evangelische Jugendhilfe, in: Ebd. Nr. 2, 1914; Die Innere Mission im Krieg, in: Ebd. Nr. 8/9, 1914; Ein Tag auf dem Hauptverbandsplatz. Feldzugserinnerungen, in: Ebd. Nr. 3 und 4, 1915; Die Mitarbeit der christlichen Liebestätigkeit in der Kriegshinterbliebenenfürsorge. Vortrag bei der Jahresfeier des Landesvereins für Innere Mission am 26. Oktober 1915 in München, in: Jahresbericht des Landesvereins für Innere Mission in Bayern für das Jahr 1915 Nürnberg; Die Bedeutung des Rettungshausverbandes für die evangelischen Rettungsanstalten Bayerns, in: BllfJM Nr. 7 und 8, 1916; Oberkonsistorialrat D. Dr. von Bezzel (+), in: Ebd. Nr. 7, 1917; Scheidungen und Entscheidungen. Aus der evangelischen Frauenbewegung, in: Ebd. Nr. 5, 1918; Landeskirchliche Rundschau Bayern; in: Das evangelische Deutschland. Zentralorgan für die Einigungsbestrebungen im deutschen Protestantismus 1919, 18-22; Der �Sonntagsfriede� als Friedensstörer, in: Ev. Gemeindebl. Nürnberg, Nr. 6-9, 1924; Zum Trinitatisfest, in: Ebd. Nr. 24, 1924; Die Einführung der Reformation in Nürnberg. Festvortrag, gehalten bei dem Festakt zur Feier des Reformationsjubiläums im großen städtischen Rathaussaal, in: Die Reformations-Jubel-Feier der evangelisch-lutherischen Gesamtgemeinde Nürnberg vom 14. bis 16. März 1925. Festschrift. Nürnberg 1925; Zum 40jährigen Jubliläum der Vereins der Inneren Mission in Nürnberg, in: Ev. Gemeindebl. Nürnberg Nr.45, 1925; Warum liebe ich meine Kirche?, Neuendettelsau 1925, 2. Aufl. 1926; Das neue Predigerseminar in Nürnberg, in: Korrespondenzbl f. d. ev.-luth. Geistl. i. Bayern Nr. 51, 1926, 11-13, 25-27, 31-35; Die evangelische Gemeinde und die Judenfrage, in: Ev. Gemeindebl. Nürnberg 33, 1926, 394-397, 406-407, 418-419; Der Protestantismus der Gegenwart, in: Ev. Gemeindebl. Nürnberg, 51, 1926; Was können wir beitragen zum Wachstum unserer Arbeit. Referat beim Lehrkurs für Kindergottesdienste am 28. Oktober 1926, in: Ev. Gemeindebl. Nürnberg 46, 1926; Gegenwartsaufgaben der Kirche, in: Ev. Gemeindebl. für die Gemeinden d. Dekanats Altdorf, 1, 1927; D.theol. Friedrich Boeckh, in: Ev. Gemeindebl. f. München 18, 1928; Die Kirche der Zukunft, in: Ev. Gemeindebl. f. den Donaugau 3 (Regensburg) Nr. 19, 1929; Predigt zum 1. Weihnachtsfeiertag über Matth. 1, 18-25, in: Das Reich muß uns doch bleiben. Ein Jahrgang von Evangelienpredigten von Geistlichen der bayerischen Landeskirche, hrsg. von D.theol. Friedrich Boeckh, Ansbach 1930; D.theol. Friedrich Boeckh. Ein Lebensbild, in: Das Reich muß uns doch bleiben. Ein Jahrgang Evangelienpredigten von Geistlichen der bayerischen Landeskirche, hrsg. von D. Friedrich Boeckh (+), 2. Aufl. 1931; Not und Verheißung. Eine Neujahrsbetrachtung, in: Korrespondenzbl f.d.ev.-luth.Geistl. i. Bayern 56, 1931, 1-4; Falscher und wahrer Protestantismus, in: Ev. Gemeindeblatt f. München, Nr. 14 und 15, 1932; Predigt über Röm. 11, 32-36 bei der Amtseinführung am Sonntag Trinitatis, 11. Juni 1933 in der St. Lorenzkirche zu Nürnberg, in: Ev. Gemeindebl. Nürnberg 25 (Festausgabe), 1933; Die Aufgaben der Kirche im neuen Staat. Ansprache am 12. Juli 1933 im Auditorium Maximum der Universität München, in: Fränkischer Kurier 193 vom 14. Juli 1933 (Zeitungsbericht); Ansprache an die Coburger Jugend am 31. Oktober 1933 vor der Moritzkirche, in: Heimatglocken. Ev. Gemeindebl. f. das Coburger Land,Nr. 47, 1933: Ansprache an die Nürnberger Gesamtgemeinde zum Abschluß der Volksmissionswoche, in: Ev. Gemeindebl. Nürnberg 52, 1933; Ansprache in der Lutherfeier des Ev. Bundes in München am 14. November 1933, in: Korrespondenzbl f. d. ev.-luth. Geistl. i. Bayern 58, 1933, 531 f.; Bericht auf der Landessynode München, 12. 9.1933 in: Verhandlungen der Landessynode. Außerordentliche Tagung in München 12.-14.9.1933, München 1933; Neujahrsbotschaft, in: AELKZ 67, 1934, 61 f.; Bericht auf der Landessynode München, 23. 8. 1934, in: Verhandlungen der Landessynode. Außerordentliche Tagung in München am 23. 8. 1934, Nürnberg 1934, 13-17; Über die volksmissionarische Aufgabe der Kirche, in: AELKZ 67, 1934, 204-206; Offener Brief des Landesbischofs D. M. an den Reichsbischof Müller vom 2. Oktober 1934, in: Luth.Kirche (Beilage), Halbmonatsschrift, 1934; Predigt über Hebr.10,38b und 39 am 11. Oktober 1934 in der St. Matthäuskirche in München, in: Wir aber sind nicht von denen, die da weichen! Bekennende Kirche, Heft 22, 1934, 5-9; Nachdruck in: In Memoriam. Landesbischof D. H. M. D.D. München 1981; Predigt zum Reformationsfest über Psalm 119,105 am 4. November 1934 in der St.-Lorenz-Kirche zu Nürnberg, in: Ebd., 10-14; Predigt über Joh. 10,27-30 am 11. November 1934 in der St.- Matthäus-Kirche in München, in: Ebd., 15-27; Die Arbeit in der lutherischen Volkskirche, in: AELKZ 67, 1934, 1115-1118; Ansprache bei der Installation des Dekans Christian Haffner in der Neustädter Kirche in Erlangen am 13. Januar 1935, in: Festschrift. Der Erlanger Evangelischen Gesamtgemeinde zur Erinnerung an den 13. Januar 1935; Der gebrochene Todesbann, in: AELKZ 68, 1935, 361-364; Das Wunder der Kirche, in: Ebd., 533-540; Das Wort! Das Wort! Schlußpredigt auf dem Deutschen Lutherischen Tag in Hannover, in: Ebd., 697-699, 721-724; Der Glaube und die Welt, in: Ebd., 1177-1182; Kirche ist Bekenntniskirche, Kundgebung München 10.2.1936 in: Amtsbl. f. d. Ev.-Luth. Kirche in Bayern r. d. Rheins Nr. 5, 1936; Ansprache von Landesbischof D.M. in Genf bei der 400-Jahrfeier der Reformation (13. Juni 1936), in: AELKZ 69, 1936, 607-610; Ein Brief aus Amerika über Amerika, Columbus/Ohio, 15. Oktober 1936, in: Ebd., 1050 f.; Festpredigt bei dem Zweihundertjährigen Jubiläum der Neustädter Kirche in Erlangen am 27. November 1937. Festschrift. Erlangen 1937; Zerstörung des Gotteshauses. Predigt über Joh.17,17 anläßlich des Abbruchs der alten Matthäuskirche am 13. Juni 1938, in: Zur Erinnerung an die Matthäuskirche in München hrsg. von Friedrich Loy, München 1938, 10-17; Predigt am Bezirkskirchentag in Ingolstadt über Apostelgeschichte 4, 1-12, in: Ev. Gemeindebl. für die Dekanate Ingolstadt und Rosenheim, 48, 1938; Kriegsbeginn. Grußwort an die Geistlichen München 18.9.1939 in: Amtsbl. f. d. Ev.-Luth. Kirche in Bayern Nr. 29, 1939; Richtlinien für die evangelische Verkündigung im Krieg, in: AELKZ 9, 428-430, 450-451, 1939; Ansprache bei der 49. Tagung des Bayerischen Pfarrervereins in Nürnberg am 26. Juni 1940, in: Mitteilungen des Bayerischen Pfarrervereins, Mitteilungsblatt, Nürnberg 1940; Predigt zur Einweihung der Melanchthonkirche am 3. Dezember 1941, in: Melanchthonkirche Nürnberg-Ziegelstein, Nürnberg 1941; Wir Pfarrer heute! Ansprache bei der Fünfzigjahrfeier des Württembergischen Pfarrervereins, Stuttgart Ostermittwoch 16. April 1941 (Sonderdruck) Stuttgart 1941; Wir bekennen unsere Schuld, in: Amtsbl. f. d. Ev.-Luth. Kirche in Bayern Nr. 5, 1946; Bericht auf der ersten bayerischen Landessynode nach Kriegsende, in: Die Landessynode in Ansbach, 9.-13. Juli 1946, München 1946, 6-27, Nachdruck in: In Memoriam. Landesbischof D. H. M. D.D., München 1981; Kein schlafendes Luthertum. Bericht auf der Landessynode Bayreuth, 27.10.1947, in: Verhandlungen der Landessynode in Bayreuth, 1947, 26-32 ; Der Lutherische Weltbund. Lund 1947. Berichte und Dokumente. Hrsg. für das Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes von Landesbischof H. M., Stuttgart 1948; Predigt über Nehemia 2,17-18 nach der Einführung als Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, Thomaskirche Leipzig, 29.1.1949, in: Lutherische Generalsynode in Leipzig, 25.-28.1.1949, Berlin 1956, 24-29, Nachdruck in: In Memoriam. Landesbischof D. H.M. D.D., München 1981; Kirche und Politik. Bericht auf der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands Flensburg 24.4.1952, in: Lutherische Generalsynode in Flensburg 24./25. 4.1952, Hamburg 1975, 39-49; Predigt über Joh.17,17 anläßlich der Einweihung der neuen St.Matthäuskirche München, 27.11.1955, in: Die Rundfunkpredigt, hrsg. vom Evang. Presseverband für Bayern, München, Ausgabe November 1955, Nachdruck in: In Memoriam. Landesbischof D. H.M. D.D., München 1981; Was heißt das: �Gemeinschaft der Heiligen?�, in: Richard Eckstein (Hrsg.), Wir antworten, München 1955; Kirche, Kampf und Christusglaube. Anfechtungen und Antworten eines Lutheraners, hrsg. von Fritz und Gertrude Meiser, München 1982 (Sammelband mit Vorträgen, Predigten, Ansprachen, Rundschreiben und Kundgebungen); Hannelore Braun/Carsten Nicolaisen (Bearb.), Verantwortung für die Kirche. Stenographische Aufzeichnungen und Mitschriften von Landesbischof H. M. 1933-1955. Band 1 (1933-1935), Göttingen 1985, Band 2 (1935-1937), Göttingen 1993 (wird fortgesetzt).
Lit.: Amtseinführung des Landesbischofs, in: Ev. Gemeindebl. Nürnberg 1933; - Viva Vox Evangelii. Eine Festschrift für Landesbischof D.H.M. zum 70. Geburtstag am 16.2.1951. In Verbindung mit dem Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenrat in München und dem Exekutivsekretariat des Lutherischen Weltbundes in Genf hrsg. vom Lutherischen Kirchenamt in Hannover, München 1951; - Festgabe zum 70. Geburtstag von Landesbischof H.M., München 1951; - Amt und Ordination. Zur Erinnerung an die fünfzigste Wiederkehr von Hans Meisers Ordinationstag, 12.12.1905 in: Nachrichten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern Nr. 10, 1955; - Mathias Simon, Landesbischof im Kirchenkampf, in: EKLZ 10, 1956 (Festausgabe zum 75. Geb. von Landesbischof D.M.); - Julius Schieder, D.H.M. Wächter und Haushalter Gottes München 1956; - Hans Heiwik, Er liebte seine Kirche. In Memoriam D. H.M., München 1956 (enthält: �Bekenntnis D. H. M.s zu seiner lutherischen Kirche�); - Matthias Simon, H.M. (1881-1956). Bayerischer evangelischer Landesbischof, in: Lebensläufe aus Franken, Band 6, Würzburg 1960, 404-407 (mit Auswahlbibliographie); - Georg Merz, H.M., in: RGG 3. Auflage Bd. IV, Tübingen 1960; - Helmut Baier, Das Verhalten der lutherischen Bischöfe gegenüber dem nationalsozialistishen Staate 1933/34, in: Tutzinger Texte, Sonderband 1, Kirchenkampf, München 1969, 87-117; - Siegfried Münchenbach, H. M. Sein kirchliches und politisches Denken und Handeln von 1911-1945 (unveröffentlichte Zulassungsarbeit, Universität Erlangen 1976, mit Auswahlbibliographie); - Hans Dietzfelbinger, Landesbischof D. H.M. Kirchenleitende Veranwortung 1933-1955 (Vortrag anläßlich der Gedenkfeier zum 100. Geb. M.s in der Evang. Akademie in Tutzing am 15. Februar 1981), in: In Memoriam. Landesbischof D. H.M. D.D., München 1981; - Michael Renner, Nachkriegsprotestantismus in Bayern. Untersuchungen zur politischen und sozialen Orientierung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayerns und ihres Landesbischofs H.M. in den Jahren 1945-1955, München 1991.
Hannelore Braun
Literaturergänzung:
H.M. (1881-1956). E. luther. Bischof im Wandel d. polit. Systeme. Gerhart Herold/Carsten Nicolaisen (Hg.). München 2006.
Letzte Änderung: 19.05.2006