Jack Lisowski
| Jack Lisowski | |
|---|---|
| Geburtstag | 25. Juni 1991 (34 Jahre) |
| Geburtsort | Cheltenham |
| Nationalität | |
| Spitzname(n) | Jack-Pot[1] |
| Profi | seit 2010 |
| Preisgeld | 2.066.296 £ (Stand: 15. Mai 2026) |
| Höchstes Break | 147 (UK Championship 2012, Q)[2] |
| Century Breaks | 386 (Stand: 15. Mai 2026) |
| Profitour-Erfolge | |
| Ranglistenturniersiege | 1 |
| Weltranglistenplatzierungen | |
| Höchster WRL-Platz | 10[2] (März–Mai 2021, Mai–Juli 2022, November–Dezember 2022) |
| Aktuell | 17 (Stand: 5. Mai 2026) |
| Beste Ergebnisse | |
| Ranglistenturniere | Northern Ireland Open 2025 |
| Amateurturniere | Englischer Meister 2010 |
Jack Lisowski (* 25. Juni 1991 in Cheltenham)[3] ist ein englischer Snookerspieler, der seit 2010 auf der World Snooker Tour spielt. Zuvor hatte er eine erfolgreiche Amateurlaufbahn durchlaufen und diese mit dem Gewinn der English Amateur Championship 2010 abgeschlossen. Nach 2010 stieg Lisowski sukzessive in die Weltspitze auf. Bis Mitte Februar 2021 erreichte er das Endspiel von neun professionellen Turnieren, darunter sechs Ranglistenturniere. Infolgedessen erklomm er Rang 10 der Snookerweltrangliste. Seinen ersten Turniersieg markierte er 2025 bei den Northern Ireland Open.
Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Amateurkarriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bereits 2006 erreichte Lisowski das Viertelfinale der U19-Europameisterschaft. Im selben Jahr nahm er mit geringem Erfolg auch an der English Amateur Championship und an deren U15-Pendant teil. Ebenso trat Lisowski 2006 bei der Pontins-Pro-Am-Serie in Erscheinung.[4] Dort konnte er erst 2007 Erfolge erzielen, als er das Viertelfinale des Grand Final erreichte.[5] Im selben Jahr unterlag Lisowski Mitchell Mann im Finale des Junior Pot Black.[6] Ab 2007 nahm Lisowski auch an der Pontin’s International Open Series (PIOS) teil, wobei er erst 2009 mit einer Finalteilnahme bei einem Event einen Erfolg erzielte.[7] Trotzdem reichte es in diesem Jahr nicht für eine Platzierung in den Qualifikationsrängen der Abschlussrangliste.[8] Ebenfalls 2009 durfte Lisowski für ein Jahr in der einflussreichen World Snooker Academy trainieren, nachdem er ein entsprechendes Stipendium erlangt hatte. Zwischenzeitlich war Lisowski an einem Hodgkin-Lymphom erkrankt, das er 2009 nach mehreren Chemotherapien besiegen konnte.[1]
Noch 2009 zog Lisowski ins Halbfinale der U19-Europameisterschaft sowie in das der Qualifikation für die English Amateur Championship ein.[9] Zudem spielte er auch während der Saison 2009/10 auf der PIOS. Diesmal konnte er zwei Turniere gewinnen, stand bei zwei weiteren im Halbfinale und bei einem weiteren im Viertelfinale.[10] Am Ende belegte er den ersten Platz der Abschlussrangliste,[11] wodurch er sich für die Snooker Main Tour qualifizierte.[12] Mit einem Finalsieg über Leo Fernandez bei der English Amateur Championship unterstrich er wenig später seine sportliche Qualifikation.[13]
Profikarriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lisowskis erste Profisaison verlief für den jungen Engländer durchaus gut, teilweise sogar sehr gut. So zog er im Rahmen der Players Tour Championship nicht nur ins Viertelfinale des Paul Hunter Classics ein, sondern auch ins Endspiel des dritten PTC-Events, das er aber verlor.[14] Am Ende der Saison wurde er zum „Rookie of the Year“ ernannt.[1] In der Weltrangliste belegte er am Saisonende bereits Rang 52.[15] In den folgenden Jahren konnte Lisowski dieses Niveau im Großen und Ganzen halten, was heißt, dass er bei mittelmäßigen Ergebnissen bei Weltranglistenturnieren vor allem bei Turnieren der Players Tour Championship Erfolg hatte. So erreichte er etwa 2012 das Finale eines weiteren PTC-Events, verlor aber auch dieses. In der Qualifikation für die UK Championship 2012 gelang ihm ein offizielles Main-Tour-Maximum-Break. Später zog er unter anderem ins Viertelfinale der China Open 2013 und der Gibraltar Open 2017 ein.[16] In der Weltrangliste schwankte er in dieser Zeit regelmäßig, Mitte 2017 war er auf Platz 54 platziert.[15]
In der Saison 2017/18 zog Lisowski ins Halbfinale des Shanghai Masters ein, sowohl bei den English Open als auch bei den China Open erreichte er das Viertelfinale.[17] Dadurch verbesserte er sich zum Saisonende auf Platz 26 der Weltrangliste.[15] Die Anzahl der Teilnahmen an Turnierfinalen konnte Lisowski in der Saison 2018/19 um drei erhöhen: Beim Riga Masters, bei der Championship League und den China Open erreichte der Engländer jeweils das Endspiel, ohne aber eines gewinnen zu können.[18] Immerhin verhalfen sie ihm dazu, sich auf Platz 11 der Weltrangliste zu verbessern.[15] Während der nächsten Saison erreichte Lisowski bei den Scottish Open ein weiteres Endspiel, das er gegen Mark Selby ebenfalls verlor.[19] Bis zum Saisonende rutschte er ab auf Platz 14.[15] In der Saison 2020/21 erreichte Lisowski drei Endspiele: beim World Grand Prix, beim in England ausgetragenen German Masters und bei den ebenfalls in England ausgetragenen Gibraltar Open. Er verpasste erneut seinen ersten Profititel, da er jeweils Judd Trump unterlag.[20] Zuvor hatte Lisowski beim Masters 2021 trotz sportlicher Qualifikation nach einem positiven Test auf SARS-CoV-2 pausieren müssen.[21] Mit dem Saisonende konnte Lisowski seinen 14. Platz in der Weltrangliste verteidigen.[15] Nach seinem Achtelfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft hatte er spontan ein paar Spiele der späteren Runden für die BBC kommentiert.[22]
Weitere Endspielteilnahmen gelangen Lisowski in der anschließenden Saison nicht. Bei den Welsh Open stand er immerhin im Halbfinale, verlor aber knapp gegen Joe Perry, der einen Tag später überraschend das Turnier gewann.[23] Mit Viertelfinalteilnahmen bei der UK Championship 2021 und der Weltmeisterschaft 2022 zeigte er bei den wichtigen Turnieren trotzdem Präsenz und machte wertvolle Punkte. In der Weltrangliste fiel Lisowski zwar für einige Monate aus den Top 16 heraus, konnte aber zum Saisonende wieder auf Platz 10 aufsteigen.[15] Auch in der Saison 2022/23 gelang Lisowski trotz konstant guter Leistungen erneut keine Finalteilnahme. Er erreichte bei fast allen wichtigen Turnieren mindestens das Achtelfinale, bei der UK Championship, dem Masters und den German Masters sogar jeweils das Halbfinale und bei der Championship League die Winner’s Group.[24] Am Saisonende fand er sich auf Platz 14 der Weltrangliste wieder.[15]
Über die nächsten beiden Spielzeiten mehrten sich die frühen Niederlagen; nur vereinzelt gelang es ihm noch, ins Viertelfinale eines Turnieres einzuziehen. Eine Halbfinalteilnahme bei den Northern Ireland Open 2023 blieb zunächst sein bestes Ergebnis. Im Lauf der Saison 2023/24 fiel er aus den Top 16 der Weltrangliste, blieb aber in Schlagweite. Im Jahr darauf erreichte er zwar zwei Viertelfinals und mehrere Achtelfinals. Aber weil sich die Auftaktniederlagen häuften und er im Frühjahr 2025 bei der Weltmeisterschaft zum ersten Mal seit 2017 wieder die Qualifikation für die Hauptrunde verpasste,[25] verlor er weitere Plätze.[15] Auch Saison 2025/26 setzte sich der Trend fort und er näherte sich vor allem wegen früher Niederlagen bei den großen Turnieren dem unteren Ende der Top 32. Der Befreiungsschlag kam im Herbst 2025 bei den Northern Ireland Open. Mit Siegen unter anderem über Mark Selby und Kyren Wilson kam er zum ersten Mal seit 5 Jahren wieder in ein Endspiel. Und es gelang ihm im 10. Anlauf sein erster Titelgewinn auf der Profitour. In einem hart umkämpften Match schlug er Judd Trump mit 9:8. Anschließend schlug er Ronnie O’Sullivan bei der International Championship mit 6:5 und zog ins Achtelfinale ein. Mit demselben Ergebnis gewann er bei den Welsh Open gegen John Higgins und er stand wieder in einem Finale, das er gegen Barry Hawkins verlor. Dazwischen lag aber auch wieder eine Serie mit frühen Niederlagen und erneut verpasste er die WM-Endrunde. Deshalb kletterte er in der Weltrangliste zwar wieder nach oben, verpasste aber die Top 16 um einen Platz.[26]
Erfolge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jack Lisowski bei CueTracker
- Jack Lisowski bei Snooker.org (englisch)
- Jack Lisowski bei wst.tv (englisch)
- Jack Lisowski bei Eurosport (deutsch)
- Jack Lisowski bei SnookerPRO (deutsch)
- Jack Lisowski bei IMDb
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Jack Lisowski. In: wst.tv. World Professional Billiards & Snooker Association, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- 1 2 Ron Florax: Career Total Statistics For Jack Lisowski - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ global snooker player profile: Jack Lisowski. global-snooker.com, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 8. Oktober 2014; abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑
Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2005-2006 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2006-2007 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch). - ↑ Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2007-2008 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Chris Turner: Pot Black / Junior Pot Black – Invitation Events. Chris Turner’s Snooker Archive, 2008, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 16. Februar 2012; abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑
Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2007-2008 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2008-2009 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch). - ↑ Pontin's - PIOS 2008/09 Rankings. global-snooker.com, 2009, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 19. August 2014; abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2008-2009 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2009-2010 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ 2009-10 PIOS Rankings. global-snooker.com, 2010, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 6. Oktober 2014; abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ World Snooker Tour Players 2010/11. In: World Snooker. World Professional Billiards & Snooker Association, 21. Juni 2010, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 21. Juni 2010; abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2009-2010 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2010-2011 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Ron Florax: Ranking History For Jack Lisowski. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑
Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2011-2012 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2012-2013 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2013-2014 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2014-2015 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2015-2016 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2016-2017 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch). - ↑ Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2017-2018 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2018-2019 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2019-2020 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Ron Florax: Jack Lisowski - Season 2020-2021 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 4. Juli 2022 (englisch).
- ↑ Lisowski says he feels like Superman after positive Covid test. Raidió Teilifís Éireann, 28. Januar 2021, abgerufen am 17. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Lisowski Reflects On Broadcasting Debut. In: wst.tv. WPBSA, 12. Mai 2021, abgerufen am 14. August 2021 (englisch).
- ↑ Ron Florax: Jack Lisowski - Season 20201-2022 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 4. Juli 2022 (englisch).
- ↑ Ron Florax: Jack Lisowski – Season 2022-2023 – Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 29. April 2025 (englisch).
- ↑
Ron Florax: Jack Lisowski – Season 2023-2024 – Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 29. April 2025 (englisch).
Ron Florax: Jack Lisowski – Season 2024-2025 – Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 29. April 2025 (englisch). - ↑ Rankings. In: wst.tv. World Snooker Tour, archiviert vom am 5. Mai 2026; abgerufen am 17. Mai 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lisowski, Jack |
| KURZBESCHREIBUNG | englischer Snookerspieler |
| GEBURTSDATUM | 25. Juni 1991 |
| GEBURTSORT | Cheltenham, England |

