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Ukraine-Krieg

Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine hat es in der Nacht auf heute mehrere Tote gegeben. In Kiew wurde bei Attacken mit ballistischen Raketen mindestens fünf Personen getötet, teilte Bürgermeister Witali Klitschko mit. In mehreren Stadtteilen seien Wohnhäuser und andere Gebäude beschädigt worden, die Fenster eines Kinderkrankenhauses seien geborsten, an mehreren Orten es gab es Brände.

Löscheinsatz nach Luftschlag in Kiew
Reuters

Infolge der Luftangriffe in Kiew seien mehrere Menschen in einem Schutzraum und andernorts in einem Wohnhaus eingeschlossen, schrieb Klitschko weiter. Außerdem habe es 23 Verletzte gegeben. Teile Kiews waren ohne Strom.

Einsatzkräfte in Kiew
Reuters

In der Stadt Schytomyr starben nach Angaben der Nationalpolizei zwei Beamte bei einem russischen Angriff auf eines ihrer Gebäude. Mindestens 20 Menschen seien verletzt worden. Es sei zu einem Brand auf dem Dach und im vierten Stock gekommen.

Vor dem Hintergrund neuer Ermittlungen der ukrainischen Anti-Korruptionsbehörden will die Regierung in Kiew den Aufsichtsratsvorsitzenden und den Vorstandschef einer staatlichen Bank von ihren Aufgaben entbinden. Das teilte Ministerpräsident Serhij Korezkyj gestern Abend mit. Die von den Anti-Korruptionsbehörden veröffentlichten Fakten bräuchten eine angemessene Bewertung und dürften nicht ohne Reaktion bleiben, sagte er.

Die Anti-Korruptionsbehörden des Landes hatten zuletzt Durchsuchungen bei Verdächtigen durchgeführt und gestern über eine „Spezialoperation“ informiert. Bei den Vorwürfen der Ermittlerinnen und Ermittlern geht es um Geldwäsche in Millionenhöhe.

Vizechefin des Präsidialamts entlassen

Im Fokus stand dabei auch die bisherige Vizechefin des Präsidialamtes in Kiew, Iryna Mudra, die Präsident Wolodymyr Selenskyj wenige Stunden später entließ. Zu den Gründen machte er keine Angaben.

Mudra bestätigte am Abend bei Facebook, dass es in der Früh eine Durchsuchung bei ihr gegeben habe und sie mit den Behörden kooperiere. In der Stellungnahme hieß es außerdem, dass sie ihren Rücktritt eingereicht habe.

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Ausland

Südkoreas Staatsführung hat sich hinter die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump gestellt, einen Dialog mit Nordkorea und Machthaber Kim Jong Un zu eröffnen.

„Wir teilen Präsident Trumps Bemühungen, die Voraussetzungen für einen Dialog zur Errichtung eines Friedensregimes auf der koreanischen Halbinsel zu schaffen, selbst wenn dies bedeutet, die gemeinsamen Militärübungen zwischen Südkorea und den USA zurückzufahren“, schrieb Präsident Lee Jae Myung heute auf der Plattform X.

Zudem stimme er Trump „voll und ganz“ zu, dass Südkorea für die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel verantwortlich sein müsse. Derzeit sind rund 28.500 US-Soldatinnen und -Soldaten in dem Land stationiert. Seit dem Koreakrieg (1950-53) zählt Südkorea, ähnlich wie die NATO-Partner in Europa, auf militärischen Schutz der USA.

Militärmanöver wird verkürzt

Am Wochenende hatte US-Präsident Trump in einem Post auf seiner Plattform Truth Social angekündigt, das gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea deutlich zu reduzieren. Er verwies dabei auf seine angeblich „sehr gute Beziehung“ zu Kim.

Südkoreas Generalstab teilte später mit, dass die laufende Militärübung mit dem Titel „Ulchi Freedom Shield“ auf Wunsch der USA nur halb so lange dauern würden wie ursprünglich geplant.

Kritik aus Pjöngjang

Nordkorea kritisierte die Militärmanöver dennoch aufs Schärfste. Kim Yo Jong, Schwester des langjährigen Machthabers, erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA, Umfang und Dauer der Übungen zu verringern ändere nichts an deren „provokativem und offensivem Charakter“. Es handele sich weiterhin um feindselige Militärübungen gegen Nordkorea.

Kim sagte zudem, sie wisse von keiner Kommunikation zwischen den Staatschefs Nordkoreas und der USA. Sie räumte aber ein, dass ihr Bruder „gute Erinnerungen“ an Trump hege und die beiden eine nach wie vor gute Beziehung verbinde.

Die USA und Kanada haben sich entgegen früheren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump doch noch nicht auf ein Handelsabkommen geeinigt. Trump sagte gestern, die USA würden „wahrscheinlich ein Abkommen mit Kanada schließen. (…) Ich glaube, wir haben eine Einigung.“ Stunden zuvor hatte Trump noch gesagt, dass die Einigung fix sei.

Der kanadische Ministerpräsident Mark Carney erklärte auf X, beide Seiten würden sich „auf eine Einigung zubewegen“. Ein Insider sagte gegenüber Reuters, dabei könnten die USA einige umstrittene Zölle auf in Kanada hergestellte Pkw und Lkw sowie auf wichtige Metalle senken.

Die USA hatten im vergangenen Jahr unter Berufung auf ein Gesetz zur nationalen Sicherheit Zölle auf Stahl, Aluminium und Autos verhängt, was Kanada zu Gegenmaßnahmen veranlasste. Carney hat wiederholt gesagt, die Nachbarn führten einen Handelskrieg.

Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Tod der fünfjährigen Palästinenserin Hind Rajab im Gazastreifen hat die israelische Armee eine strafrechtliche Untersuchung angeordnet.

„Nach der Prüfung der Ermittlungsergebnisse und aufgrund möglicher Versäumnisse bei der Koordination der Fahrt des Rettungswagens des Palästinensischen Roten Halbmonds wurde beschlossen, eine strafrechtliche Untersuchung“ einzuleiten, teilte die Armee gestern mit.

Die israelische Armee veröffentlichte zudem Untersuchungsberichte zu vier weiteren vielbeachteten Vorfällen im Gazastreifen. Zu einem davon würden ebenfalls strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, so die Armee. Es gehe dabei um 15 Palästinenser, die im Jahr 2025 getötet wurden, darunter medizinisches Personal und humanitäre Helfer.

Mädchen auf Flucht getötet

Der Fall Hind Rajab hatte 2024 international für Schlagzeilen und Kritik am Vorgehen der israelischen Armee gesorgt.

Die Fünfjährige hatte am 29. Jänner 2024 ein verzweifeltes, stundenlanges Telefonat mit dem Palästinensischen Roten Halbmond geführt, nachdem das Auto ihrer Familie beim Versuch, vor der vorrückenden israelischen Armee aus der Stadt Gaza zu flüchten, unter Beschuss geraten war.

Tage später wurde ihre Leiche aus dem Fahrzeug geborgen, zusammen mit den Leichen von sechs Angehörigen und zwei zu Hilfe gekommenen Mitarbeitern des Roten Halbmonds. Die beiden Rettungsmitarbeiter seien getötet worden, als die Armee eine Granate auf deren Fahrzeug gefeuert hätte, teilte das israelische Militär mit.

Die Geschichte des Mädchens wurde durch den Film „Die Stimme von Hind Rajab“ bekannt, der die Geschehnisse rekonstruiert. Das Dokudrama war für einen Oscar nominiert.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und ihre finnische Kollegin Elina Valtonen fordern, den Druck auf Russland zu erhöhen. „Wir haben keinen Zweifel daran, dass Russland bereit und in der Lage ist, die Lage zu eskalieren“, sagte Valtonen gestern beim Besuch Meinl-Reisingers in Helsinki.

Österreich könne viel von Finnland und seiner Resilienz gegen hybride Bedrohungen lernen, sagte Meinl-Reisinger. Österreich sei „klar ein Zielland“ für Russland.

Hybride Bedrohungen: Lernen von Finnland

Meinl-Reisinger besuchte in Helsinki das Europäische Kompetenzzentrum für die Bekämpfung Hybrider Bedrohungen (European Centre of Excellence for Countering Hybrid Threats/Hybrid CoE) und tauschte sich außerdem zu Bildungsinitiativen gegen Desinformation und Fake News aus.

„Es geht um Resilienz, und wir müssen dieses Fachwissen in Österreich aufbauen, denn wir sind keine Insel. Vielmehr sind wir ein wesentlicher Teil Europas und müssen Verantwortung übernehmen und diese hybriden Bedrohungen sehr ernst nehmen“, betonte Meinl-Reisinger.

Meinl-Reisinger für Kompetenzzentrum

Die österreichische Außenministerin ging dabei auch mit der FPÖ ins Gericht, ohne sie namentlich zu erwähnen. Es gebe „einige Akteure“, „darunter eine politische Partei, die mit großem Eifer russische Narrative und russische Propaganda in Österreich verbreitet, was eindeutig nicht in unserem nationalen Interesse liegt“, sagte Meinl-Reisinger.

Deshalb wolle sie eine Konferenz gegen ausländische Informationsmanipulation und Einflussnahme (FIMI) organisieren und Know-how aufbauen. Außerdem wolle sie ein FIMI-Kompetenzzentrum in Österreich aufbauen, „denn ich glaube, dass wir eindeutig zu den Zielländern gehören“.

Valtonen pocht auf neues Sanktionspaket

Valtonen verwies darauf, dass Russland in der Ukraine kontinuierlich den Energiesektor mit Raketen und Drohnen angreife. „Bevor der Winter einsetzt, kann jede zusätzliche Hilfe einen Unterschied machen. Es ist klar, dass wir den Sanktionsdruck auf Russland verstärken müssen und das 22. Sanktionspaket so schnell wie möglich auf den Weg bringen sollten“, sagte die finnische Außenministerin.

Bei einem neuen israelischen Luftangriff auf eine Polizeistation im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens neun Menschen getötet worden. 15 weitere Personen seien verletzt worden, hieß es gestern aus medizinischen Kreisen heute im Gazastreifen. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Polizei war auch eine Frau unter den Toten. Ein Sprecher des Innenministeriums sprach von einem „brutalen Massaker“ gegen Polizisten.

Eine israelische Armeesprecherin sagte, der Angriff habe einem Hamas-Kommandanten gegolten, der sich gerade in der Polizeistation aufgehalten habe. Bei einem zweiten Luftangriff im zentralen Gazastreifen sei ein weiterer Hamas-Kommandant getroffen worden, der am Massaker der islamistischen Terrororganisation am 7. Oktober 2023 teilgenommen habe. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Bereits am Vortag waren bei einem israelischen Angriff in Gaza sechs Menschen getötet worden. Nach Darstellung der israelischen Armee nahm diese mehrere Kommandanten der islamistischen Terrororganisation Hamas ins Visier. Diese hätten Angriffe auf israelische Soldaten in dem Küstengebiet geplant. Auch diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

EU

Nach Deutschland und der Schweiz hat auch Österreich damit begonnen, Asylsuchende nach Italien zurück zu überstellen. Seit dem Inkrafttreten des neuen EU-Asyl- und Migrationspakts am 12. Juni seien bereits vier Menschen nach Italien gebracht worden, meldeten die italienische Nachrichtenagenturen ANSA und LaPresse gestern unter Berufung auf das österreichische Innenministerium.

Die Überstellungen erfolgten demnach mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nach den neuen Regeln kann die zuständige Behörde einer ausreisepflichtigen Person ein Zugs- oder Busticket zur Verfügung stellen, um sie in den für das Asylverfahren zuständigen EU-Staat zurückzubringen.

Bei den vier Fällen handelt es sich um Dublin-Fälle. Gemeint sind Menschen, die zunächst in einem EU-Land angekommen und anschließend in einen anderen Mitgliedsstaat weitergereist sind, um dort einen Asylantrag zu stellen. Nach den europäischen Zuständigkeitsregeln ist grundsätzlich der Staat der ersten Einreise für die Prüfung des Asylantrags verantwortlich.

Wirtschaft

Der Gründer des insolventen chinesischen Immobilienriesen Evergrande, Xu Jiayin, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Dieses Urteil verkündete heute das zuständige Gericht in Schenzhen im Onlinedienst WeChat. Xu würden zudem lebenslänglich alle politischen Rechte entzogen, sein gesamtes persönliches Eigentum werde beschlagnahmt. Evergrande wurde vom Gericht zudem zu einer Milliardenzahlung verurteilt.

Xu war unter anderem Korruption, Finanzbetrug, Untreue und Unterschlagung vorgeworfen worden. Laut früheren Gerichtsangaben hatte er sich in dem Prozess „schuldig bekannt und Reue gezeigt“.

Evergrande war der größte Immobilien- und Baukonzern der Volksrepublik. Sein Niedergang steht exemplarisch für die Probleme des Sektors: Er war dank jahrzehntelanger rasanter Urbanisierung und steigender Lebensstandards stark gewachsen und dann unter einer zu großen Kreditlast kollabiert. 2021 meldete Evergrande Insolvenz an.

Der frühere Wirtschaftskammer-Chef Harald Mahrer ist nicht mehr Teil des Aufsichtsrats des deutsch-österreichischen Holzhausbauers Gropyus. Kogründer Markus Fuhrmann wechselt aus der Geschäftsführung in das Gremium, wo er die Funktion von Mahrer als stellvertretender Vorsitzender übernimmt. Der bisherige Ko-CEO Philipp Erler verantwortet nun die Unternehmensführung, teilte Gropyus gestern nach einer Hauptversammlung mit. Daniel Riedl bleibt Aufsichtsratsvorsitzender.

Bisher schreibt Gropyus rote Zahlen. Das soll sich laut Firmenangaben 2027 ändern. Mahrer war von 2019 bis 2021 als Investor auch an dem Unternehmen beteiligt.

Mit dem früheren Investor und Aufsichtsratschef Florian Fritsch befindet sich Gropyus, ein Produzent von seriell gefertigten Holzmodulen für den Hausbau, unterdessen in einem Rechtsstreit. „Wir können bestätigen, dass die Gropyus AG im Jahr 2022 aufgrund von Hinweisen zu einem möglichen betrügerischen Verhalten eine interne Untersuchung zu falschen Kostenabrechnungen in der Vergangenheit durch Florian Fritsch zum Nachteil von Gropyus veranlasst hat“, zitierte der „Standard“ das Unternehmen zuletzt. Dem Bericht zufolge geht es um Urlaube, Beraterkosten und andere Ausgaben.

Umwelt & Klima

Ein neuer Großbrand hat in Spanien bereits 2.200 Hektar Vegetation zerstört, darunter Pinienwald. Das im Gebiet Las Hurdes in der Provinz Caceres im Westen des Landes wütende Feuer sei mit einer „Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent“ vorsätzlich gelegt worden, sagte der Vizepräsident der Region Extremadura, Abel Bautista, gestern.

Wegen der näher rückenden Flammen wurden dort bereits zehn Ortschaften mit insgesamt rund 700 Einwohnern evakuiert. Drei Wohnhäuser wurden beschädigt, mehrere Straßen bleiben gesperrt. Mehr als 200 Einsatzkräfte sowie 23 Löschflugzeuge und -hubschrauber kämpfen gegen die Flammen.

Neues Feuer nahe Madrid

Wenige Wochen nach verheerenden Waldbränden bei Madrid brach indes in der Umgebung der spanischen Hauptstadt ein neues Feuer aus. Die Behörden ordneten die Evakuierung einiger Häuser am Rande des Ortes Aldea del Fresno an und riefen die übrigen Anrainer auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Temperaturen um 36 Grad Celsius und starker Wind fachten die Flammen an.

Unterdessen entspannt sich die Lage bei zwei der größten Waldbrände der vergangenen Wochen. Beim Feuer von Niebla in Andalusien konnten inzwischen die letzten Evakuierten nach der Eindämmung des Brandes in ihre Häuser zurückkehren. Die Flammen verwüsteten dort mehr als 38.000 Hektar.

Auch beim Großbrand in Las Penas de Riglos in der Region Aragonien, der mehr als 18.000 Hektar erfasste, konnte die Situation inzwischen stabilisiert werden.

Chronik

Bei einem Erdrutsch in einer illegalen Goldmine in der Zentralafrikanischen Republik sind mindestens hundert Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen seien bei dem Unglück am Dienstag zudem verletzt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von mehreren Menschen in der Region. Die Verletztem wurden demnach ins Krankenhaus der nahe gelegenen Stadt Baboua gebracht, während die Suche nach Verschütteten weiterging.

„Es ist eine Katastrophe“, sagte der Minenarbeiter Cedric Mbango AFP. „Der Boden ist komplett weggerutscht und hat die Menschen mitgerissen.“

„Gerade ist es noch schwierig, eine offizielle Bilanz zu ziehen“, sagte der Abgeordnete aus Baboua, Laurent Ngon Baba, AFP.

Im Juni waren bei einem ähnlichen Einsturz in einer anderen Goldmine an der Grenze zu Kamerun mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Mitte März starben sieben Menschen bei einem Erdrutsch in einer Mine in einem Dorf im Westen der Zentralafrikanischen Republik.

Einen Solosechser zu 7.388.011 Euro hat die gestrige Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gebracht.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

3 5 6 22 38 40/Zusatzzahl 27

Die aktuellen LottoPlus-Zahlen lauten:

18 21 26 30 39 43

Zweite Ziehung:

10 12 15 22 39 45

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

4 6 0 6 8 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

Der ehemalige Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, wird für sein Schaffen als Pianist, Festivalleiter und Kulturmanager mit dem Großen Preis der Jury beim Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet.

Die Verleihung findet am 8. September in der Votivkirche in Wien statt, hieß es heute in einer Aussendung. Nach langen Diskussionen um Führungsstil und Alleingänge hatten sich die Festspiele im März von Hinterhäuser getrennt.

„Markus Hinterhäuser hat das Musiktheater nicht nur geprägt, sondern auch immer wieder dazu ermutigt, über eigene Grenzen hinauszudenken“, hieß es nun in der Begründung für die Verleihung des Preises.

Der für seine Actionthriller bekannte britische Filmemacher John Irvin ist tot. Irvin sei am 11. August im Alter von 86 Jahren „friedlich zu Hause im Kreise seiner Familie“ gestorben, teilte seine Produzentin Claire Evans gestern britischen Medien mit. Berichten zufolge hinterlässt er drei Kinder und zwei Enkel.

Der britische Filmregisseur John Irvin (Mitte) mit den Schauspielern Alfred Molina (links) und Ivano Marescotti (rechts) bei Dreharbeiten im Juni 2005
AP/MTI/Sandor H. Szabo

Irvin war 1979 mit der Verfilmung von John le Carres Spionageklassiker „Dame, König, As, Spion“ einem breiten Publikum bekannt geworden. Er wurde für die BBC-Serie, in der Alec Guinness die Hauptrolle spielte, mit zwei britischen Bafta-Filmpreisen ausgezeichnet und erhielt eine Emmy-Nominierung. In den 1980er Jahren führte Irvin bei weiteren Actionfilmen Regie, darunter bei „Die Hunde des Krieges“ und „Der City Hai“.

Leute

Der britische Prinz Harry zieht Medienberichten zufolge mit seiner Frau Meghan und den gemeinsamen Kindern in sein Heimatland zurück. Die Rückkehr ins Vereinigte Königreich solle bereits „bis Ende des Monats“ vollzogen werden, berichteten mehrere britische Medien gestern Abend. Die beiden Kinder des Paares seien für den Schulbeginn im September an einer britischen Schule angemeldet.

Der jüngere Sohn von König Charles III. und seine Familie wollten „die Vereinigten Staaten bis Ende des Monats verlassen, um sich in einem privaten, nicht zum Königshaus gehörenden Wohnsitz niederzulassen“, berichtete der „Telegraph“. Der Wohnsitz solle sich außerhalb von London befinden.

Harry und seine Frau hatten sich 2020 im Zuge eines Zerwürfnisses mit der königlichen Familie von ihren royalen Pflichten zurückgezogen und waren in Meghans Heimat USA gezogen. Das Verhältnis zum Königshaus galt seitdem als äußerst angespannt.

Im vergangenen Monat aber hatte Charles III. Medienberichten zufolge erstmals seit vier Jahren seinen jüngeren Sohn und dessen Familie empfangen. Harrys Ehefrau Meghan und die beiden Kinder Archie und Lilibet reisten demnach aus einem nicht näher bekannten Ort in Europa zu dem Familientreffen an, an dem auch Königin Camilla teilgenommen habe.

Hinweis

Aus medienrechtlichen Gründen ist diese Meldung bis 21. August 2026 hier abrufbar.

Der Freispruch für den Ex-Generalsekretär in Karin Kneissls (FPÖ) Außenministerium, Johannes Peterlik, im Prozess wegen Amtsmissbrauchs und Verletzung der Geheimhaltungspflicht ist rechtskräftig. Peterlik war am 22. April von allen Vorwürfen freigesprochen worden – mehr dazu in ORF.at.

Eine anschließend von der Staatsanwaltschaft Wien angemeldete Nichtigkeitsbeschwerde hat diese am 16. Juli zurückgezogen, wie das Landesgericht für Strafsachen Wien mitgeteilt hat.

Peterlik bestritt Vorwürfe

Dem Spitzenbeamten war vorgeworfen worden, den als geheim klassifizierten Bericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu einem Giftanschlag auf den russischen Doppelagenten Sergej Skripal im Jahr 2018 in Großbritannien, der auch die Formel der Nervengiftgruppe Nowitschok zum Inhalt hatte, ohne dienstliche Erfordernis angefordert zu haben. Die Staatsanwaltschaft sah dafür keine Berechtigung und kein dienstliches Erfordernis.

2021 war Peterlik vom Dienst suspendiert worden, wie das Außenministerium damals bestätigt hat. 2025 hat die Staatsanwaltschaft Wien Anklage gegen den früheren Spitzendiplomaten eingebracht – mehr dazu in ORF.at.

Im Prozess, der im März 2026 begann, wies Peterlik alle Vorwürfe der Anklage zurück und bekannte sich nicht schuldig – mehr dazu in ORF.at.

Die Nowitschok-Formel landete schließlich laut Medienberichten bei Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek, der mittlerweile für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB tätig sein soll. Eine Schiene von Peterlik zu Marsalek war nicht belegbar, das Gericht sah außerdem ein klares dienstliches Interesse Peterliks durch ein Treffen mit dem damaligen russischen Botschafter in Wien. Dass Peterlik die streng klassifizierten Unterlagen an den Mitarbeiter des damaligen Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Egisto Ott weitergegeben habe, wiesen sowohl Peterlik als auch Ott im Prozess zurück – mehr dazu in ORF.at.

Schöffensenat fällte Freispruch

Der Freispruch für Johannes Peterlik erfolgte nach vier Verhandlungstagen. Das Landesgericht für Strafsachen Wien urteilte als Schöffengericht, dass Peterlik seine Pflicht zur Geheimhaltung nicht verletzt und keine OPCW-Dokumente an Egisto Ott weitergegeben habe – mehr dazu in ORF.at.

Der Schöffensenat zeigte sich überzeugt, dass Peterlik nicht die in den beiden Anklagepunkten Missbrauch der Amtsgewalt nach § 302 Abs 1 StGB und Verletzung einer Pflicht zu Geheimhaltung nach § 310 Abs 1 StGB vorgeworfenen strafbaren Handlungen begangen habe. Dieser Freispruch ist rechtskräftig.