Nach der Lektüre meines letzten Artikels über Greenpeace könnte man meinen, ich wäre gegen diese Organisation. Dies ist allerdings nicht der Fall, ich finde nur einige Aktionen sinnlos, respektiere jedoch die Menschen, die mitmachen.
Die Aktion, die mein Informant Horst K. heute aufgespürt hat, finde ich sogar sehr gut. Sie wird nichts oder nicht viel bewirken, aber sie ist eigentlich gut. Es handelt sich um eine Unterschriftenaktion betreffend der Energiewende in Deutschland. Die folgenden Forderungen der Umweltorganisation sind direkt an Frau Merkel gerichtet.
Deshalb fordere ich Sie auf,
- die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke, den Pannenreaktor Krümmel und Neckarwestheim 2 sofort, sowie die Übrigen bis spätestens 2015 für immer abzuschalten.
- bis 2040 schrittweise aus der klimaschädlichen Nutzung von Kohle auszusteigen, moderne Gaskraftwerke als Brückentechnologie zu nutzen und bis zum Jahr 2050 die deutsche Stromversorgung vollständig auf Erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und Co. umzustellen.
- sich in der EU dafür stark zu machen, dass die CO2-Emissionen bis 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden.

Greenpeace fordert: Weg mit den Kohlekraftwerken!
Gegen den ersten Punkt habe nicht einmal ich etwas einzuwenden. Zwei Reaktoren sofort abschalten würde wie ich denke kein ernstes Problem darstellen. Über die Durchführbarkeit der Abschaltung restlichen Reaktoren in nur vier Jahren lässt sich sicherlich streiten, aber das ist noch nicht mein eigentlicher Kritikpunkt.
Viel interessanter ist doch, dass Greenpeace vorschlägt, auf die Nutzung von Kohle zu verzichten und lieber Gas als Brückentechnologie zu verwenden. Mal abgesehen davon, dass diese Kraftwerke erst gebaut werden müssten, um sie nach der Wende wieder abzureißen, eine sehr durchdachte Forderung! Das wird etwas teuer, wenn man in die Kraftwerke zum Umbau Geld pumpt, nebenbei Windkraftanlagen etc. baut und danach die Gaskraftwerke abreißt. Zudem könnte genau dann ein Politiker auf die Idee kommen, dass das Abreißen ja Geldverschwendung wäre und die neu umgebauten Kraftwerke stehen lassen – natürlich weiterhin laufend.
Dass Gaskraftwerke nicht unwesentlich weniger Kohlenstoffdioxid ausstoßen als Kohlekraftwerke, ist mir durchaus bewusst. Aber dennoch finde ich einen Umbau aller Kraftwerke in Deutschland sinnlos und denke, man sollte diese nach und nach abschalten, wenn genug Windanlagen und Wasserkraftwerke da sind.
Es ist schön, dass die Aktivisten realistisch sind und den Ausstieg aus dem Kohlestrom nicht von heute auf morgen fordern, aber das verstehe ich nicht ganz.



Dass aber plötzlich Greenpeace-
Mittlerweile ist auch in Deutschland wieder klar geworden, dass Atomkraftwerke gefährlich sind. Besonders bei Erdbeben und riesigen Flutwellen, wie wir sie in Deutschland bisher schon so oft hatten. 

