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Fußball-WM

Die USA haben dem für die Fußball-WM vorgesehenen Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia die Einreise verweigert.

Die Grenzschutzbehörde CBP habe entschieden, dass ein Reisender aus Somalia, „ein Schiedsrichter für die FIFA-Weltmeisterschaft, aufgrund von Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung nicht einreiseberechtigt war, und ihm wurde die Einreise verweigert“, hieß es in einer Stellungnahme.

Artan wurde nicht namentlich genannt, ist aber der einzige WM-Schiedsrichter aus Somalia. Artan wollte den Angaben zufolge von Istanbul kommend am Samstag in Miami in die USA einreisen. Dabei sei eine weitergehende Überprüfung für notwendig erachtet worden.

FIFA bestätigt Vorfall

Jede Einreiseerlaubnis sei eine Einzelfallentscheidung, und Beamte der CBP seien befugt, Reisende zu befragen, zu durchsuchen und Entscheidungen im Einklang mit den Gesetzen der USA zu treffen.

Die FIFA bestätigte den Vorfall in einer Stellungnahme und teilte laut „The Athletic“ mit: „Die FIFA ist nicht an den Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes beteiligt, einschließlich der Entscheidung über Visaanträge, und wurde von den Behörden darüber informiert, dass sich der Status von Herrn Artan derzeit nicht ändern wird.“

Irakischer Stürmer wird stundenlang befragt

Zuvor war bereits bekanntgeworden, dass der irakische Stürmer Ajmen Hussein mehrere Stunden lang von der Grenzschutzbehörde befragt wurde, als er am Freitag in Chicago in die USA einreisen wollte.

„Nach der Kontrolle wurde einem Reisenden die Einreise in die Vereinigten Staaten gestattet“, hieß es von der CBP nach Angaben von „The Athletic“. „Der zweite Reisende, ein Fotograf und kein Spieler der Mannschaft, wurde aufgrund von Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung als nicht einreiseberechtigt eingestuft, und ihm wurde die Einreise verweigert.“

WM-Debütant Jordanien, am 17. Juni (6.00 Uhr MESZ, live in ORF1) in Santa Clara (Kalifornien) Österreichs Auftaktgegner, hat den 20-jährigen Verteidiger Mohammed Abu Ghusch nachnominiert. Der in seiner Heimat spielende Abu Ghusch hat noch kein Länderspiel auf A-Team-Ebene absolviert.

Trainer Jamal Sellami reagierte damit auf den Ausfall von Ibrahim Sabra. Der Stürmer von Lok Zagreb fällt mit einem Bänderriss im Knöchel für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko aus.

Die Niederlande müssen bei der Fußballweltmeisterschaft kurzfristig auf Verteidiger Jurrien Timber verzichten. Der Profi des FC Arsenal habe sich von einer Leistenverletzung nicht ausreichend erholt, hieß es in einem Statement der Niederländer.

Die Verletzung hatte den 24-Jährigen schon seit Mitte März geplagt, trotzdem kam Timber vor gut einer Woche im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain 55 Minuten für Arsenal zum Einsatz. Für die WM reichte es aus Verbandssicht nun aber nicht.

Bondscoach Ronald Koeman ersetzte den Verteidiger durch Lutsharel Geertruida vom AFC Sunderland. Timber wird die Mannschaft nach der WM-Generalprobe am Montagabend gegen Usbekistan in New York verlassen. Ihren Auftakt in das Turnier bestreiten die Niederländer am 14. Juni gegen Japan.

Fußballfans können das im Juli in der Nähe von New York stattfindende Finale der Fußballweltmeisterschaft auch an einem der bekanntesten Orte der US-Ostküstenmetropole verfolgen: Das WM-Finale wird am 19. Juli im Central Park übertragen – und rund 50.000 Menschen können kostenlos dabei sein.

„Das legendärste Spiel des legendärsten Turniers der Welt verdient es, im legendärsten Park der Welt verfolgt zu werden“, sagte New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani am Montag vor Reportern.

Vergeben werden die kostenlosen Tickets über ein Losverfahren. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul sagte, der Bundesstaat habe umgerechnet rund 5,2 Millionen Euro zur Finanzierung der Veranstaltung bereitgestellt.

Das Finale der Fußball-WM wird am 19. Juli im MetLife-Stadion im benachbarten Bundesstaat New Jersey ausgetragen. Das Turnier beginnt am Donnerstag und findet in den USA, Kanada und Mexiko statt.

ÖFB

Österreichs Fußballnationalmannschaft hat das Montag-Training in Santa Barbara fast vollzählig absolviert. Nur Marko Arnautovic fehlte wegen leichter Knieprobleme, der ÖFB-Rekordspieler sollte spätestens am Mittwoch wieder voll einsteigen können.

Marcel Sabitzer, Patrick Wimmer, Florian Grillitsch und David Alaba, die am Sonntag noch geschont worden waren, bestritten die Montag-Einheit. Alaba nahm damit erstmals seit 31. Mai wieder an einem Teamtraining teil.

Fußball

Der frühere Präsident des Europäischen Fußballverbands (UEFA), Michel Platini, hat in Frankreich Strafanzeige gegen den Präsidenten des Internationalen Fußballverbands (FIFA), Gianni Infantino, sowie fünf weitere frühere Schweizer Justiz- und Fußballfunktionäre eingereicht.

Das teilte ein Sprecher Platinis wenige Tage vor dem Beginn der WM in den USA, Kanada und Mexiko mit, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Nach Ansicht des 70-Jährigen habe es eine Verschwörung gegeben, um seine Wahl zum FIFA-Präsidenten vor über zehn Jahren zu verhindern.

Der ehemalige französische Nationalspieler wirft den Beschuldigten demzufolge unter anderem falsche Anschuldigungen und unzulässige Einflussnahme vor. Neben der Strafanzeige wollen Platinis Anwälte auch eine Zivilklage gegen die FIFA auf Schadenersatz einreichen. Ähnliche Vorwürfe hatte Platini bereits 2022 gegenüber den Schweizer Behörden erhoben.

Statt Platini stieg Infantino zum FIFA-Boss auf

Infantino war 2016 zum Präsidenten des Weltverbands gewählt worden. Zuvor hatte er als Generalsekretär der UEFA unter dem damaligen Präsidenten Platini gearbeitet. Der Franzose galt lange als Favorit auf die Nachfolge des damaligen FIFA-Präsidenten Sepp Blatter.

Platini und Blatter gerieten jedoch 2015 wegen einer Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken an Platini ins Visier der Schweizer Justiz. Beide wurden in einem Verfahren wegen mutmaßlichen Betrugs zulasten der FIFA angeklagt, jedoch im vergangenen Jahr in einem Berufungsverfahren rechtskräftig freigesprochen.

Italiens früherer Fußballweltmeister Fabio Grosso wird neuer Trainer bei Fiorentina. Wie der Serie-A-Club mitteilte, erhält der 48-Jährige in Florenz einen Vertrag bis Ende Juni 2028. Der 48-jährige Grosso kommt vom Ligarivalen Sassuolo.

Den Aufsteiger hatte er in der abgelaufenen Saison auf Platz elf und damit souverän zum Klassenverbleib geführt. Florenz beendete die Runde unter Grossos Vorgänger Paolo Vanoli auf Rang 15.

Coach Fabio Grosso
Reuters/Alessandro Garofalo

Als Spieler feierte der gebürtige Römer seinen größten Erfolg 2006, als er mit Italien die WM in Deutschland gewann. Im Finale verwandelte der frühere Außenverteidiger den entscheidenden Elfmeter gegen Frankreich.

In Italien begann Grosso im Nachwuchs von Juventus Turin seine Trainerkarriere. Neben einigen Stationen in Italien stand Grosso auch beim französischen Club Olympique Lyon schon an der Seitenlinie.

Oliver Glasner, zuletzt mit dem englischen Premier-League-Club Crystal Palace Gewinner der Conference League, führt die Gespräche über eine mögliche neue Trainerstation beim AC Milan weiter.

Nach Informationen der „Gazzetta dello Sport“ (Montag-Ausgabe) könnte ein entsprechender Deal auch einen Wechsel von David Alaba nach Mailand nach sich ziehen. Der ÖFB-Teamkapitän ist nach Ablauf seines Vertrags bei Real Madrid derzeit vereinslos.

David Alaba
IMAGO/Oscar Manuel Sanchez

Glasner soll den 33-Jährigen im Fall eines Engagements unbedingt nach Mailand holen wollen, berichtete die „Gazzetta“. Alaba wäre trotz eines Risikofaktors aufgrund mehrerer Verletzungen seit der Saison 2023/24 (unter anderem Kreuzbandriss sowie Muskel- und Meniskusprobleme) aufgrund seiner Erfahrung und Persönlichkeit eine wertvolle Verstärkung auf höchstem Niveau.

Der Defensivspieler wurde bereits mehreren Clubs angeboten, darunter auch Milans Rivalen Inter Mailand, berichtete das Sportblatt.

Laut Medienberichten hat der Oberösterreicher Glasner in Mailand bereits Clubbesitzer Gerry Cardinale getroffen. Dabei soll es um eine mögliche sportliche Neuausrichtung der „Rossoneri“ gegangen sein, die in der vergangenen Saison die Champions-League-Plätze verpasst haben.

Außerdem kursieren Spekulationen über Gespräche zwischen Milan und Österreichs Teamchef Ralf Rangnick, der als möglicher Sportdirektor nach Mailand wechseln soll.

Eishockey

Österreichs Eishockeynationalteam trifft bei der WM 2027 in der Gruppe A auf Weltmeister Finnland, Vizeweltmeister Schweiz, Schweden, Lettland, Slowenien, Aufsteiger Ukraine und Gastgeber Deutschland.

Das ergab die Einteilung der Gruppen durch den Weltverband gemeinsam mit Veranstalter Deutschland am Montag. Gespielt wird vom 14. bis 30. Mai 2027 in Mannheim und Düsseldorf, wobei die Auswahl des Österreichischen Eishockeyverbands (ÖEHV) in Mannheim engagiert ist.

Definitiv eine attraktive Gruppe"

„Das ist definitiv eine attraktive Gruppe mit den beiden Finalisten der letzten WM und gleichzeitig eine sehr starke. Da man sich die Gruppe nicht aussuchen kann, nimmt man es, wie es ist“, sagte Österreichs Headcoach Roger Bader zum Los.

Als große Unbekannte der Gruppe sah der Schweizer die Ukraine. „Wir stellen uns auf einen starken Gegner ein“, meinte Bader. Der Spielplan für die WM 2027 wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Tennis

Österreichs beste Frauen haben sich in der WTA-Weltrangliste nach den French Open allesamt verbessert: Achtelfinalistin Anastasia Potapova kletterte um drei Positionen auf Platz 27, Lilli Tagger von 90 auf 86 und Sinja Kraus von 98 auf 92. Julia Grabher fehlen als 116. derzeit 85 Zähler auf die Top 100.

Anastasia Potapova (AUT)
GEPA/Matthias Hauer

French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa verbesserte sich um zwei Ränge an die sechste Stelle, Überraschungsfinalistin Maja Chwalinska um 93 Plätze auf Position 21.

Kein Österreicher in Top 100

Bei den Männern sind aktuell keine Österreicher in den Top 100. Die Nummer eins, Sebastian Ofner, verlor zwölf Ränge und ist 124. Dafür verbesserten sich Jurij Rodionov um fünf Plätze auf 153 und Lukas Neumayer nach seinem Challenger-Titel in Vicenza um 19 an die 168. Stelle.

An der Spitze festigte French-Open-Sieger Alexander Zverev Rang drei hinter Jannik Sinner und dem verletzten Carlos Alcaraz. Neuer Vierter ist Felix Auger-Aliassime, während Novak Djokovic von Platz vier auf sieben zurückfiel. French-Open-Finalist Flavio Cobolli verbesserte sich auf Rang zehn und steht erstmals in den Top Ten.

Mehr dazu in WTA- und ATP-Weltrangliste

Volleyball

Der Salzburger Gernot Leitner ist am Sonntag in Schwechat bei der Generalversammlung des Österreichischen Volleyball-Verbandes (ÖVV) für eine weitere Funktionsperiode einstimmig als Präsident bestätigt worden.

Neu im Vorstand ist die ehemalige Beachvolleyballerin Lena Plesiutschnig als Vizepräsidentin für Beachvolleyball. Erster Vizepräsident bleibt Michael Horvath. Weitere Vizepräsidenten sind Markus Petsche, Christian Mairhofer und Frederick Laure. Max Thaller ist Spielervertreter.

Rudern

Die Kärntnerin Magdalena Lobnig hat sich am Sonntag im Küstenrudern den Gesamtsieg bei der Filippi Lido Trophy gesichert. Beim Finale der in Italien ausgetragenen vierteiligen Rennserie belegte die 34-Jährige in Marina di Castagneto Rang zwei.

Lobnig war als Gesamtführende angereist. Positiv stimmte sie auch die Premiere im Mixed-Zweier mit Fabian Gillhofer. Ende Juni startet die Bronzemedaillengewinnerin bei Olympia 2021 bei der Henley-Royal-Regatta im Flachwasser-Rudern.

Hohe Wellen als Herausforderung

Die Aktiven in Marina di Castagneto hatten mit besonders hohen Wellen zu kämpfen. „Die Bedingungen waren am ersten Tag wirklich extrem, die Wellen haben sich richtig aufgebaut“, sagte Lobnig. „Es gab auch die eine oder andere Kenterung.“

Im Finale unterlag sie der Britin Laura McKenzie knapp. „Es ist ein bisschen ärgerlich, weil körperlich hat es richtig gut gepasst.“ Dem Gesamtsieg trübte das aber nicht. „Der Titel ‚Queen of Beach Sprint‘ hört sich richtig gut an.“

Flachwasser-Comeback in Henley

Das Zweierprojekt werde sie weiterverfolgen: „Darauf lässt sich aufbauen.“ In den nächsten Wochen aber gelte der Fokus dem Einer, Flachwasser-Comeback in Henley inklusive. Zum „Wimbledon des Ruderns“ war sie öfters eingeladen, aber immer verhindert.

„Henley hat dieses ganz besondere Flair. Es steht schon wirklich lange auf meiner Bucket-List. Das wird definitiv ein Highlight in dieser Saison.“ Weitere Höhepunkte sind die EM im September in Spanien und die Beach-Sprint-Finals im Oktober in China.

TV-Programm

Montag, 8. Juni
22.30 Uhr Fußball ÖFB-PK WM, Santa Barbara OSP
Dienstag, 9. Juni
10.30 Uhr Klettern PK vor Weltcup, Innsbruck OSP
17.40 Uhr Fußball Frauen WM-Qualifikation: Norwegen-Österreich ORF1
22.30 Uhr Fußball ÖFB-PK WM, Santa Barbara OSP
Mittwoch, 10. Juni
20.00 Uhr Leichtathletik Diamond League, Oslo ON
22.30 Uhr Fußball ÖFB-PK WM, Santa Barbara OSP
Donnerstag, 11. Juni
11.00 Uhr Tennis PK ÖM OSP
19.00 Uhr Fußball WM Studio ORF1
19.35 Uhr Fußball WM Eröffnung, Mexico City ORF1
20.00 Uhr Fußball WM Studio ORF1
20.40 Uhr Fußball WM: Mexiko - Südafrika, Mexico City ORF1

OSP = ORF Sport +

Alle Übertragungen sind auch im Stream auf ORF ON abrufbar.

Vorbehaltlich kurzfristiger Änderungen