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Österbotten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ostbottnien)
Landskapet Österbotten
Pohjanmaan maakunta
Wappen Karte
BERJAYA
Wappen
Lage in FinnlandÅlandVarsinais-SuomiUusimaaKymenlaaksoSüdkarelienNordkarelienSüdsavoPäijät-HämeKanta-HämeKainuuSatakuntaPirkanmaaMittelfinnlandNordsavoÖsterbottenMittelösterbottenSüdösterbottenNordösterbottenLappland
Lage in Finnland
Basisdaten
Staat:Finnland
Gemeinden:14
Verwaltungs­sitz:Vaasa
Fläche:7.932,72 km²
davon Land: 7.750,08 km²
Einwohner:178.749 (31. Dezember 2024)[1]
Bevölkerungs­dichte:22,5 Einwohner je km²
ISO 3166:FI-12

Koordinaten: 63° 0′ N, 22° 0′ O Österbotten [ˈœstərˌbɔtən] (schwedisch), finnisch Pohjanmaa [ˈpɔhjɑnmɑː] (deutsch auch Ostbottnien), ist eine Landschaft (sv. landskap, fi. maakunta) in Finnland. Die heutige Verwaltungsregion umfasst nur einen sehr kleinen Teil der gleichnamigen historischen Landschaft, die zusätzlich die heutigen Landschaften Südösterbotten, Mittelösterbotten, Nordösterbotten, Kainuu sowie den südlichen Teil Lapplands (Peräpohjola) einschloss. Die heutige Landschaft Österbotten umfasst nur den überwiegend schwedischsprachigen Küstenstreifen nördlich und südlich der Stadt Vaasa. Die Fläche der Region beträgt 7932 km², die Einwohnerzahl liegt bei rund 180.000.

Vaasa (schwed. Vasa) ist mit 70.361 Einwohnern der Hauptort der Landschaft und Sitz einer zweisprachigen Universität. Hier an der schmalsten Stelle des Bottnischen Meerbusens, dem Kvarken, ist es nicht weit nach Schweden. Es gibt eine Fährverbindung ins 80 km entfernte Umeå.

BERJAYA
Ausdehnung des historischen Österbotten

Der schwedische Name Österbotten bezeichnet analog zu Västerbotten und Norrbotten das Gebiet östlich des Bottnischen Meerbusens. Österbotten war bereits in der Steinzeit besiedelt, das Fehlen von archäologischen Funden aus der späten Eisenzeit könnte aber darauf hinweisen, dass das Gebiet zwischen dem 9. und 11.–12. Jahrhundert unbesiedelt war. Die schwedischsprachige Bevölkerung ließ sich ab dem 13. Jahrhundert an der Küste Österbottens nieder. Die historische Landschaft Österbotten bestand bis 1775, als sie in die Provinzen Vaasa und Oulu aufgeteilt wurde.

Die Geschichte des Küstenstreifens um Vaasa ist stark durch den Kontakt zu Schweden geprägt (zu dem Finnland bis 1809 gehörte). Seit dem 14. Jahrhundert landeten hier die Seefahrer aus Mittelschweden. 1606 gründete der schwedische König Karl IX. die Stadt Vaasa, die nach dem schwedischen Königsgeschlecht benannt wurde. Schiffbau und Handel (insbesondere mit Teer) spielten eine wichtige Rolle.

Die althergebrachte Einteilung Finnlands in Landschaften wurde 1994 offiziell institutionalisiert. Die Landschaft trug anfangs den Namen „Küstenregion Vaasa“ (Vasa kustregion / Vaasan rannikkoseutu); 1998 wurde sie umbenannt in Österbotten / Pohjanmaa. Damit setzte sich die finnische Regierung über eine Empfehlung des für die Pflege der in Finnland gesprochenen Sprachen zuständigen Forschungsinstituts hinweg, das die Namensform „Küsten-Österbotten“ (Kustösterbotten / Rannikko-Pohjanmaa) vorschlug, um eine Verwechslung der heutigen Landschaft mit dem weitaus größeren historischen Österbotten zu vermeiden.

Beschreibung: In Rot eine goldene Wasa-Garbe und darüber das goldene Schildhaupt mit vier (2;2) roten flüchtenden Hermelinen.

Geografie und Bevölkerung

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Die Landschaft Österbottens ist sehr flach und wird von vielen Flüssen durchschnitten. Die Flussebenen sind fruchtbar und werden daher intensiv landwirtschaftlich genutzt. Weil durch die Landhebung an der Küste der Höhenunterschied zwischen Flussmündungen und Oberläufen geringer wird, kommt es im Frühjahr oft zu größeren Überschwemmungen.

Heute sprechen 51,2 % der Einwohner Österbottens Schwedisch und 45,5 % Finnisch als Muttersprache.[2] Die Grenzen zwischen schwedisch- und finnischsprachigen Gegenden sind auf dem Land und den Inseln relativ scharf, während die Städte an der Küste durch den Zuzug aus anderen Landesteilen zweisprachig sind.

In Österbotten gibt es 14 Gemeinden, von denen sechs den Status einer Stadt haben (fettgedruckt). Eine Gemeinde (Laihia) ist rein finnischsprachig. Die übrigen Gemeinden sind zweisprachig; elf von ihnen haben Schwedisch und eine Finnisch als Mehrheitssprache. In der Liste ist der Name in der Mehrheitssprache als erster angegeben. Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2024:[3]

  1. Jakobstad (Pietarsaari) (19.576)
  2. Kaskinen (Kaskö) (1.241)
  3. Korsholm (Mustasaari) (19.738)
  4. Korsnäs (1.986)
  5. Kristinestad (Kristiinankaupunki) (6.121)
  6. Kronoby (Kruunupyy) (6.342)
  7. Laihia (7.656)
  8. Larsmo (Luoto) (5.884)
  9. Malax (Maalahti) (5.415)
  10. Närpes (Närpiö) (9.554)
  11. Nykarleby (Uusikaarlepyy) (7.439)
  12. Pedersöre (Pedersören kunta) (11.226)
  13. Vaasa (Vasa) (70.361)
  14. Vörå (Vöyri) (621)

Wohlfahrtsregion

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Mit dem Gebiet der Landschaft Österbotten (Österbottens landskap, Pohjanmaan maakunta), eines staatlichen Verwaltungsbezirks, deckt sich das Gebiet der Wohlfahrtsregion Österbotten (Österbottens välfärdsområde, Pohjanmaan hyvinvointialue), einer kommunalen Gebietskörperschaft, die für die Sozial- und Gesundheitsfürsorge sowie für das Rettungswesen zuständig ist.

Die Volksvertretung der Wohlfahrtsregion, der Regionalrat, wird alle vier Jahre gleichzeitig mit den Gemeinderäten gewählt. Da die Wohlfahrtsregionen erst seit dem 1. Januar 2023 bestehen, fand die erste Wahl zum Regionalrat abweichend von dieser Regelung im Jahr 2022 statt.[4] Die folgenden Wahlen finden ab 2025 turnusmäßig alle vier Jahre statt.[5]

Sitzverteilung im Regionalrat
von Österbotten 2025
2
10
2
28
2
7
6
2
2 10 2 28 2 7 6 2 
Insgesamt 59 Sitze
Wahlen seit 2022
ParteiSitze
2022[6]2025[7]
RKP3228
SDP810
KOK67
KD46
PS52
KESK22
VAS12
VIHR12
Gesamt5959
Commons: Österbotten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Amt Finnland: 11ra -- Key figures on population by region
  2. Stand 31. Dezember 2008; Quelle: Tilastokeskus (finnisches Statistikamt).
  3. Statistisches Amt Finnland: 11ra -- Key figures on population by region
  4. Informationsblatt zur Regionalwahl 2022. vaalit.fi, 12. Oktober 2021 (deutsch).
  5. Informationen zu den Regional- und Kommunalwahlen 2025. vaalit.fi, Ministry of Justice, Department for Democracy and Public Law (deutsch).
  6. County Elections 2022, Ostrobothnia. vaalit.yle.fi (englisch).
  7. The wellbeing services county of Ostrobothnia in the 2025 County Elections. vaalit.yle.fi (englisch).